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Potsdam-Mittelmark Ein Kalender voller Erinnerungen
Lokales Potsdam-Mittelmark Ein Kalender voller Erinnerungen
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17:20 26.10.2016
Das Albert-Einstein-Titelbild stammt vom Maler Olaf Thiede. Quelle: Repros/MAZ
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Caputh

Ob Nobelpreisträger, Gärtner oder Briefträger, zahlreiche Persönlichkeiten haben in Caputh nachhaltig Spuren hinterlassen und den Ort am Schwielowsee bekannt gemacht. Ihnen hat der Heimatverein zur 700-Jahr-Feier von Caputh 2017 den neuen Jahreskalender gewidmet, der zehn geführte Wanderungen in der Region empfiehlt und gleichzeitig von prominenten und geschätzten Caputher erzählt. Das Titelbild mit dem Bildnis des Wissenschaftlers und Nobelpreisträgers Albert Einstein und seinem Sommerhaus in Caputh wurde von keinem Geringeren als dem bekannten Potsdamer Maler Olaf Thiede entworfen. „Wir erinnern an Caputher Menschen, die mit ihrer Lebensleistung eine Bereicherung des Alltagslebens vieler Caputher bewirkt haben, oder aber damit für die Bekanntheit unseres Dorfes sorgten“, heißt es im Vorwort des Kalenders, der von der einstigen Gemeindearchivarin Carmen Hohlfeld und Reinhard Schmidt gestaltet wurde.

Auf dem Januar-Blatt mit dem Wanderziel durch den Wildpark zum Bayrischen Haus gibt es eine Begegnung mit August von Thümen (1757-1826). Der General mit großen militärischen Verdiensten hatte 1820 die Vorwerke Caputh und Neu-Langerwisch in Erbpacht erworben und das Schloss Caputh als Altersruhesitz erworben. Thümen und seine Familie wurden auf dem Kirchhof gegenüber vom Caputher Schloss beigesetzt. Im Laufe des Jahres erfährt der Betrachter des Kalenders von Magnus Zeller (188-1972), der in Caputh den Malzirkel leitete und mit seiner Familie im Ort wohnte. Nach seinem Tode waren seine Bilder im Potsdam-Museum, in Berlin und in der Galerie Moritzburg Halle zu sehen.

Geschätzte Bewohner Capuths finden Erwähnung

Bis heute unvergessen auch der Europameister im Kunstradfahren, Willi Gutschmidt (1891-1987), der den Radfahrerverein 1907 Caputh mitbegründete. Im Kalender durften neben anderen geehrten und geschätzten Mitbewohnern auch der Briefträger, Turner und Wanderer Willi Aftring (1902 -1996) nicht fehlen. Seine witzigen und vorauseilenden Kommentare zur ausgetragenen Post und seine Wünsche zu den Feiertagen haben ihn in Caputh zu einem ganz besonderen Boten gemacht.

Auch die Welt des Sandmännchens hat ihren Ursprung am Schwielowsee, denn der Caputher Regisseur und Szenenbildner Gerhard Behrendt hat ihn wie auch das Männchen der Leipziger Messe geschaffen. Der Heimatverein hat auch den Inselgärtner Peter Altmann (1915-2005) im Kalender verewigt, wie auch Gertrud Freiertag (1890-1943). Sie hatte 1931 das Jüdische Kinder- und Landschulheim in Caputh gegründet und bis zur Vertreibung im November 1938 mit Güte und Hingabe geleitet. Von allen Heimbewohnern wurde sie als „Tante Trude“ verehrt.

700 Jahre alt

Die Fercher und Caputher bereiten sich seit Anfang des Jahres auf den 700. Jahrestag ihrer Ersterwähnung im kommenden Jahr vor. Beide Orte gehören zum Erholungsort Schwielowsee und wurden 1317 erstmals urkundlich erwähnt.

Eröffnet wird das Jubiläumsjahr am 5. April am Schloss Caputh. Bisher geplant sind außerdem eine Caputher Schlossnacht, ein Mittelalterfest in Ferch im Juni und ein Weißes Fest am blauen Band der Havel im Juli. Auch das 15. Fährfest am 5. August wird Teil des Jubiläumsjahres sein.

Die Arbeitsgemeinschaft 700 Jahre Caputh und Ferch kümmert sich unter anderem um die Organisation.

Von Regine Greiner

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