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Ein Kinderbuch für die „Halbenkelin“

Hobbyautorin aus Locktow plant Trilogie Ein Kinderbuch für die „Halbenkelin“

Um ihrer „Halbenkelin“ einen Gefallen zu tun, schrieb Ines Kruse-Kahn aus Locktow ein Kinderbuch für das Mädchen Polly. Dem ersten Band sollen weitere folgen. Die Hobbyautorin plant nun eine Trilogie und eine Reise durch die Geschichte.

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Ines Kruse-Kahn schreibt ihrer Halbenkelin zuliebe ein Kinderbuch.

Quelle: Andreas Koska

Locktow. Die kleine Polly hielt mit ihrem Ansinnen nicht hinter dem Berg: „Du bist doch bald meine Halboma, darf ich dich Oma nennen“, fragte das Mädchen direkt heraus. Sie durfte.

Denn die Tochter von Ines Kruse-Kahn aus Locktow wollte heiraten und der Auserwählte brachte eine Tochter mit in die Beziehung. Und so kam Ines Kruse-Kahn zu ihrer „Halbenkelin“, wie sie schmunzelnd erzählt. Diese war bald auch der Auslöser für ein Trilogie. „Könntest du was für Mädchen schreiben“, bat das Mädchen die Autorin. Und diese tat was ihr geheißen. In nur acht Wochen war der erste Band fertig. „Polly – Reiterferien rückwärts“ heißt der Kinder- und Jugendroman aus der Feder von Ines Kruse-Kahn. Er erzählt die Geschichte der Polly von heute, die durch einen Unfall in der Kinderzeit ihrer Großmutter in den 1960er-Jahren landet und ihre Abenteuer als Christine, ihrer Oma in Berlin-Zehlendorf, direkt an der Grenze zu Brandenburg erlebt.

Auslöser für eine Trilogie

Dabei lernt das Mädchen nicht nur die Probleme ihrer Ahnin kennen, sondern erlebt kleine Abenteuer. Vor allem darf sie reiten, etwas was sie sich besonders gewünscht hatte. Das Buch ist flott geschrieben, die Autorin fängt die Leichtigkeit der Kindersprache gut auf, ohne sich anzubiedern. Inzwischen ist der zweite Band zur Hälfte fertig. „Acht der geplanten 20 Kapitel sind geschrieben“, berichtet die Autorin. Die 62-jährige schickt Polly nun in die ersten Jahre der 1990er. Der Fall der Mauer und die Abenteuer in der Haut ihrer Mutter werden Polly begleiten. Im dritten Band könnte Polly in der Gegenwart ankommen. Allerdings habe sie noch kein Konzept entwickelt, bekennt Ines Kruse-Kahn.

Die Polly-Reihe war nicht das erste Buch der Neu-Locktowerin. Schon vor zehn Jahren – da lebte sie noch in Berlin – hatte sie „Lennos Spiel“ geschrieben. Es war ein Science-Fiction Roman von einem anderen Stern. Dort liegt ein Ort seit Jahrzehnten im Nebel, nur noch die ganz Alten erinnern sich an ungetrübte Tage. Auf dem fernen Stern lebt auch der 14-jährige Lenno. „Diese Figur ist an meinen Sohn angelehnt“, erzählt Kruse-Kahn. Der Sohn fühlte sich beim Lesen an den Film „Matrix“ erinnert. „Den kannte ich gar nicht und habe ihn bis heute nicht gesehen“, gibt die Autorin offen zu. Es ist ein Jugendroman, allerdings haben ihr Freunde berichtet, dass es ihrer Meinung nach ein Erwachsenenbuch sei. Weltanschauungen und Gesellschaftsformen werden thematisiert.

Nicht ihr erstes Buch

Das Buch verschwand nach Fertigstellung in der Schublade. Aus dieser wurde es erst herausgeholt, um bei einem Schreibwettbewerb eingereicht zu werden. „Ich habe nicht gewonnen, aber Erfahrungen gesammelt und vor allem eine Möglichkeit gefunden, das Buch kostenlos zu veröffentlichen“, sagt Kruse-Kahn zufrieden mit der Entwicklung.

Jetzt liegen beide Werke vor und können von Interessierten käuflich erworben werden. Zumindest eine kleine Fangemeinde im Internet ist schon von den Büchern begeistert und hofft bereits auf baldige Fortsetzung.

Von Andreas Koska

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