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Ein Leben für die Handarbeit

Wusterwitzerin liebt Osterkitsch Ein Leben für die Handarbeit

Sieglinde Lipke hat zwei Leidenschaften: den Garten und die Handarbeit. „Bis auf Hardanger Stickerei und Klöppeln habe ich alles gemacht“, erzählt die 71-Jährige, die auch in einer Handarbeitsgruppe ist. Natürlich hat die Wusterwitzerin auch ihre Osterdeko selbst gehäkelt und damit das ganze Haus geschmückt.

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Sieglinde Lipke mit einem Teil ihrer Osterkollektion.

Quelle: Claudia Nack

Wusterwitz. Sieglinde Lipke hat zwei Leidenschaften: den Garten und die Handarbeit. „Letzteres habe ich von meiner Mutti in die Wiege gelegt bekommen“, sagt die 71-Jährige, die seit ihrer Schulzeit strickt, häkelt und näht und in einer der beiden Wusterwitzer Handarbeitsgruppen ist. „Bis auf Hardanger Stickerei und Klöppeln habe ich alles gemacht“, erzählt sie.

Natürlich hat Sieglinde Lipke auch ihre Osterdeko selbst gefertigt und damit das ganze Haus geschmückt. „Manche sagen, dass es Staubfänger sind, ich finde es schön.“ So sind im der Laufe der Zeit viele, viele behäkelte Kunststoffeier in den verschiedensten Mustern, Farben und Formen entstanden, die zur Osterzeit in den Zimmern an Sträußen, in der Küche und selbst im Vorgarten baumeln. Gehäkelte Hühner und Schmetterlinge aus Baumwollgarn, Platzdecken und Tischbänder gehören ebenso zu ihrer Kollektion. Zur Adventszeit holt sie ihre gehäkelten Engel und behäkelten Kunststoffkugeln vom Boden. Zwischen den hohen Feiertagen schmückt sie den Korkenzieherweidenast im Erker der guten Stube mit selbst genähten Vögeln, Herzen und Duftsäckchen. „Ohne Deko geht es nicht“, sagt sie.

Auch ein Leben ohne Handarbeit kann sich Sieglinde Lipke nicht vorstellen. Ihr Gatte Harry, mit dem sie seit 53 Jahren verheiratet ist, kennt sie nicht anders. „Selbst wenn ich zum Arzt gehe, habe ich eine Handarbeit in der Tasche, um die Wartezeit zu verkürzen“, erzählt sie. Während für unterwegs Häkelutensilien praktischer seien, greife sie abends im Sessel meistens zu den Stricknadeln. Ihren Sohn Karsten und ihre beiden Enkel hat sie bestrickt, sich selbst und ihren Mann. Während nach der Wende niemand mehr Gestricktes tragen wollte, sei es inzwischen wieder In.

„Handarbeit beruhigt und hält die Finger gelenkig“, sagt die jung gebliebene Rentnerin. Meist habe sie mehrere angefangene Sachen. „Entweder müsste der Tag bei mir 48 Stunden haben oder ich bräuchte vier Hände“, sagt sie schmunzelnd. Derzeit strickt sie an einem Einkaufsbeutel, den sie mit Stoff kombinieren will. Geschenke braucht Sieglinde Lipke nicht zu kaufen. „Ich verschenke Selbstgemachtes an Freunde, Bekannte und Leute, die es mögen.“

Von Claudia Nack

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