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Ein Rückblick auf ein königliches Jahr

Werders Baumblütenkönigin im Interview Ein Rückblick auf ein königliches Jahr

Die Zeit als Baumblütenkönigin in Werder ist für die 28 Jahre alte Cindy Linke fast vorbei. Vor einem Jahr war sie die einzige Bewerberin – und somit die Rettung der Stadt. Im MAZ-Interview verrät sie, warum das königliche Amt für sie ein Überraschungspaket war und was sie in diesem Jahr als normale Bürgerin tun will.

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Cindy Linke (28) ist von ihrer Chefin dazu überredet worden, sich für das Amt der Baumblütenkönigin zu bewerben.

Quelle: Foto: Bernd Gartenschläger

Werder. Sie war Werders Rettung: Cindy Linke (28) hatte sich im vergangenen Jahr als einzige auf das Amt der Blütenkönigin beworben. Dabei wohnte sie erst seit drei Monaten in Werder. Nun hat die Stadt das Prozedere zur Wahl der Blütenkönigin geändert und die Öffentlichkeit erfährt erst nach der Entscheidung, wer die Krone bekommt. Für Linke ging das Jahr als Blütenkönigin in Werder rasant schnell vorbei. Im MAZ-Interview verrät sie, was das traditionsreiche Amt so besonders macht und welche Pläne sie für Frühling und Sommer hat.

Frau Linke, Ihre Zeit als Baumblütenkönigin in Werder ist fast vorbei. Wie haben Sie das vergangene Jahr erlebt?

Als eine große Herausforderung und tolle Erfahrung zugleich. Es war wie ein Überraschungspaket, denn die Vorstellungen und Auftritte variieren jedes Jahr ein bisschen, aber letztlich habe ich viele nette Leute kennengelernt, war viel unterwegs und habe auch die Stadt aus einer ganz anderen Perspektive kennengelernt. Ich bin froh, dass es geklappt hat. Baumblütenkönigin zu sein hat mir viel gegeben, vor allem Selbstbewusstsein.

Wie schwierig war es für Sie, sich auf der Bühne vor anderen zu präsentieren?

Ich präsentiere mich zwar gerne, war aber vor allem anfangs noch sehr schüchtern und musste mich überwinden, aber wenn ich es geschafft hatte, blieb am Ende immer ein gutes Gefühl. Die Idee, mich zu bewerben, kam eigentlich von meiner Chefin und meine Kollegen aus der Tierarztpraxis in den Havelauen haben mich dann überredet. Ich hätte mich allein nicht getraut, denn man kann natürlich viel verlieren, wenn man nicht zur Siegerin gewählt wird. Jetzt weiß ich aber, dass man umso mehr gewinnen kann, wenn man sich einfach traut.

Welche Events und Präsentationen sind Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben?

Auf jeden Fall der Herrentag zum Baumblütenfest, als wir mit Klaus-Dieter Bartsch und dem Fotografen losgezogen sind auf unsere Tour. Aber auch die Grüne Woche im Januar war toll und ist noch mal was ganz anderes. Der Baumblütenball war natürlich ein Highlight, weil man sich dort zum ersten Mal allen zeigt. Eigentlich ist jeder Termin ein Highlight.

Sie haben das königliche Kleid im vergangenen Jahr ziemlich oft getragen – können Sie es überhaupt noch sehen?

Eigentlich habe ich am Anfang gesagt, dass ich in diesem Kleid auch heiraten werde, aber das werde ich mir noch mal überlegen. Ich finde es aber auch nach all den Auftritten noch schön und es hängt immer noch an meinem Kleiderschrank. Wenn die Amtszeit in ein paar Wochen vorbei ist, wird es einen Ehrenplatz bekommen. Schließlich hängen auch Erinnerungen dran.

Sind Sie denn traurig, dass die Zeit schon vorbei ist?

Einerseits ja, weil ich viel Spaß hatte und eine Menge erlebt habe. Andererseits habe ich nun auch wieder mehr Zeit für meine beiden Hunde, die ich mittlerweile habe. Erstmal möchte ich für mich ein bisschen zur Ruhe kommen und den Sommer genießen. Ich fahre mit meiner Familie in den Urlaub, freue mich aber auch schon darauf, das Baumblütenfest diesmal mit dem Fahrrad erleben zu können. Denn das ging ja mit dem Kleid nicht.

Was ist das Besondere daran, Blütenkönigin in Werder zu sein?

Für mich ist da ein kleiner Kindheitstraum in Erfüllung gegangen. Welches Mädchen wünscht sich nicht, einmal Prinzessin zu sein? Außerdem habe ich Werder auf eine ganz andere Weise kennengelernt. Ich lebe ja erst seit Januar 2016 hier. Aber selbst wenn man hier schon länger hier wohnt, kann man immer noch neue und schöne Momente erleben. Für einen selbst ist es einfach eine gute Erfahrung.

Von Luise Fröhlich

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