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Ein Treff für Müller, Cowboys und Indianer

Raben Ein Treff für Müller, Cowboys und Indianer

Das Naturparkzentrum Raben existiert seit 20 Jahren. Anlässlich des Geburtstages wurde zum sommerlichen Familienfest geladen, das großen Zuspruch fand. Dort gab es neben Einblicken ins Mahlen oder in die Bienenwelt vor allem eins, das die Kinder begeisterte: Cowboys und Indianer.

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Melanie Escher aus Hegelberg und Romi-Marie Büttner haben das Indianerzelt erkundet und Burkhard Pitack aus Niemegk gefunden.

Quelle: Foto: Andreas Trunschke

Raben. „Wir haben Geburtstag und sind heute sehr glücklich.“ Dazu hatte Juliane Wittig vom Naturparkzentrum in Raben am Sonnabend auch allen Grund. Schon zur Mittagszeit zählte sie um die 60 Besucher, die zum Familienfest anlässlich des Geburtstages gekommen waren. „Mehr hätten wir nicht verkraftet“, sagt sie und ist mit der Resonanz zufrieden.

Feiern ließ es sich in den historischen Gebäuden des Besucherzentrums gut, wurden sie doch erst saniert, eine barrierefreie Naturpark-Erlebnisausstellung im Dachgeschoss und ein Flämingladen mit Produkten der Region im Gewölbekeller eingerichtet.

Draußen versuchten sich Barbara Dürkopp aus Rüdersdorf sowie Silvia und Luisa Keßler aus Fürstenwalde im Mahlen von Getreide. Paul Hänsch und Ina Hänsch-Goldau aus Jüterbog hatten ihre nachgebaute, römische Handmühle mitgebracht und empfingen die Gäste zünftig mit dem traditionellen Müllergruß „Glück zu“.

Im Getreidesilo kann man ersticken

Die Müller aus Leidenschaft erklärten allerhand Wissenswertes, etwa, dass ein Weizenkorn einen Bart hat und atmet. Da es dabei Sauerstoff verbraucht, kann man in einem Getreidesilo ersticken. Deshalb wird man bei der Kontrolle eines Silos immer von einer zweiten Person beobachtet. Außerdem erfuhren die Gäste, dass Mahlsteine aus dem extrem harten Süßwasserquarz hergestellt werden und mindestens eineinhalb Tonnen wiegen müssen. Ansonsten heben sie beim Mahlen einfach ab. Ein neuer Mahlstein hält ungefähr zweieinhalb Jahre.

„Man könnte den Fläming auch als Land der Mühlen bezeichnen“, sagte Meistermüllerin Hänsch-Goldau. Deshalb bot der Naturpark das Informationsangebot. Es gab aber noch mehr Informatives, zum Beispiel eine Bienenrallye. Mit sachkundiger Begleitung durch Katja Draeger konnten Jung und Alt an verschiedenen Stationen ihr Wissen über Bienen prüfen und wenn nötig erweitern. Es gab ein Brettspiel, das Studenten im Praktikum gebaut hatten und bei dem alle Mitspieler gemeinsam eine Wiese bestäuben müssen, bevor der Rasenmäher kommt. An einem anderen Tisch gab es Memory-Spiele, mit denen man nebenbei verschiedene Bienenarten kennenlernen konnte. Wer Lust hatte, stellte Bienenwachskerzen her oder versuchte sich daran, Honigsorten zu erkennen.

Der „Indianer von Niemegk“ berichtet Spannendes

Vor dem Naturparkzentrum in Raben fand sich ein Indianertipi. Dort erzählte Burkhard Pitack, der „Indianer von Niemegk“, Spannendes über die Kultur und Lebensweisen der Prärieindianer. Einst kam er durch den Defa-Film „Die Söhne der Großen Bärin“ aus dem Jahr 1966 nach der gleichnamigen Buchreihe von Liselotte Welskopf-Henrich zu seinem außergewöhnlichen Hobby. Danach überraschte es kaum noch, auf der Wiese nebenan den Cowboy aus Niemegk zu treffen. Bei Helmut Bode und seiner Frau konnte man ein paar Runden reiten. Direkt vor dem Besucherzentrum konnte man sich indes im Filzen ausprobieren. Kulinarisch abgerundet wurde das Fest wahlweise mit einer Wildbratwurst und einem selbst hergestellten Fruchtaufstrich.

Von Andreas Trunschke

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