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Ein ganzes Dorf auf den Beinen

„Seelenlichterfest“ in Neuendorf Ein ganzes Dorf auf den Beinen

270 Seelen wohnen in dem kleinen Brücker Ortsteil Neuendorf. Für sie und Besucher von außerhalb wurden am Wochenende rund um die Dorfkirche mehr als 1 000 Lichter entzündet. Denn zum ersten Mal fand im Örtchen am idyllischen Platz zwischen Kirche, Pfarrhaus, ehemaliger Schule und ehemaliger Dorfgaststätte das „Seelenlichterfest“ statt.

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Stockbrot am Feuer: In Neuendorf ging es urig und traditionell zu.

Quelle: Fotos: Andreas Koska

Brück. 270 Seelen wohnen in dem kleinen Brücker Ortsteil Neuendorf. Für sie und Besucher von außerhalb wurden am Wochenende rund um die Dorfkirche mehr als 1 000 Lichter entzündet. Denn zum ersten Mal fand im Örtchen am idyllischen Platz zwischen Kirche, Pfarrhaus, ehemaliger Schule und ehemaliger Dorfgaststätte das „Seelenlichterfest“ statt.

Was es mit diesem Namen auf sich hatte, wurde den Besuchern spätestens dann bewusst, als die Sonne hinterm Horizont verschwand. Rund um die Kirche glitzerte, leuchtete und glänzte es. Der Weihnachtsmann hatte zu diesem Zeitpunkt bereits Feierabend und seine Geschenke unter die kleinen Besucher des Marktes gebracht sowie den Kindern in der Kirche Märchen vorgelesen.

In der Wichtelwerkstatt, die im alten Pfarrhaus untergebracht war, konnten sich die Kleinen im kreativen Basteln versuchen. Auch einige Stände mit Kunstgewerbe – so die Keramik von Karina Hilbig aus Bad Belzig oder Holzspielzeug aus der Werkstatt des Schlalachers Oliver Pflug – zogen die Dorfbewohner an. Und Monika Kassin brachte das im eigenen Lehmbackofen in Brück-Rottstock gebackene Brot mit.

Es war ein kleines und intimes Fest, das die Neuendorfer vor allem für sich selbst auf die Beine stellten. Eileen Manneck zeichnete gemeinsam mit dem Heimatverein und der Feuerwehr für die Organisation verantwortlich. Manneck ist erst vor Kurzem der Liebe wegen in das Zauchedorf gezogen. Die Musikerin fand, dass ein Adventsmarkt einfach hierher gehört. Im hiesigen Heimatverein fand sie sofort Gehör für ihre Ideen. „Es war gleich klar, dass wir mitmachen“, sagte die Vereinsvorsitzende Ines Lahn. Gleichzeitig nahm man gern das Angebot an, das Fest in die Aktion des lebendigen „Brücker Adventskalender“ aufzunehmen.

Froh war Eileen Manneck darüber, dass das Fest auf regen Zuspruch traf. Ganz Neuendorf schien auf den Beinen zu sein. Besonders stimmungsvoll gestaltete sich das kleine Weihnachtskonzert, dargeboten von eben Eileen Manneck und Thoralf Meichsner. Beide gehören der Band „Interface“ an und trugen fast eine Stunde lang Weihnachtsweisen vor.

Zu den wenigen ortsfremden Besuchern zählte Roland Hoffmann. „Ich mag diese kleinen Adventsmärkte und hier gibt es nicht nur Glühwein und Bratwurst, sondern kleine Kostbarkeiten – einfach toll“, lobte der Brücker.

Auch der Rostower Don-Kosaken-Chor unter Leitung von Aliaksandr Shyk und Vladimir Golovoi, der zum wiederholten Mal in der Neuendorfer Kirche zu Gast war, spielte auf. Hier konnten die Zuhörer in die einzigartige Welt der Kosaken eintauchen und Volksliedern sowie russisch-orthodoxen Weisen lauschen. Einige der Anwesenden machten sich gegen 19 Uhr auf eine kleine Eselwanderung mit Fackeln. „Es ist schön, die Atmosphäre stimmt. Wir freuen uns, dass so viele gekommen sind“, zeigte sich Lahn zufrieden.

Von Andreas Koska

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