Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Ein turbulentes Forscherleben
Lokales Potsdam-Mittelmark Ein turbulentes Forscherleben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:00 03.03.2013
STAHNSDORF

. Zimmer gehörte mit dem Nobelpreisträger Max Delbrück und dem russischen Genetiker Nikolaj Timoféev-Ressovsky zu den Begründern der modernen Molekulargenetik. Darüber hinaus lieferte er wichtige Beiträge zur biologischen Wirkung energiereicher Strahlen. Als einer der ersten Forscher setzte er sich für den Strahlenschutz ein. Seine Arbeiten lieferten wichtige Grundlagen der heutigen Krebstherapie.

Volker Wunderlich, emeritierter Professor am Max-Delbrück-Centrum (MDC) für Molekulare Medizin in Berlin-Buch, war erstaunt über die entdeckte Grablage Zimmers. „Bisher wusste ich nichts von diesem Grab in Stahnsdorf“, sagte der Biochemiker und Experte für die Geschichte der Krebsforschung. Wunderlich hatte im Sommer 2011 zu Zimmers 100. Geburtstag eine Biographie veröffentlicht, in der das turbulente Forscherleben und die vielfältige wissenschaftliche Leistung gewürdigt wurde. Unerwartet war der Begräbnisort für Kenner vor allem, weil Karl Günther Zimmer in Karlsruhe starb. Seine Urne kam Ende März 1990 nach Stahnsdorf. Als eine der ersten Umbettungen nach dem Fall der Berliner Mauer war dies eine Art Familienzusammenführung, ruht der Forscher doch im Familiengrab seiner Eltern. In Karlsruhe hatte Zimmer seit 1957 das Institut für Strahlenbiologie am neu gegründeten Kernforschungszentrum geleitet. Gleichzeitig lehrte er bis 1979 Strahlenbiologie an der Universität Heidelberg.

Die wissenschaftliche Karriere Zimmers begann 1933 am Kaiser-Wilhelm-Institut für Hirnforschung in Berlin-Buch, wo er zwei Jahre später mit Timoféev und Delbrück ein Buch „Über die Natur der Genmutation und der Genstruktur“ veröffentlichte. Diese als „Dreimännerwerk“ legendär gewordene Arbeit fasste erstmals Gene als Atomverbände und Genmutationen als die Veränderung von Bindungen durch energetische Prozesse auf. Dem Grenzgebiet zwischen Physik und Medizin blieb Zimmer verbunden. Dabei leistete er Bahnbrechendes auf dem Gebiet der Strahlenmessung und der Auslösung von Mutationen durch energiereiche Strahlung.

Zimmer sah sich immer als Grundlagenforscher, seine Arbeit hatte aber schon früh auch praktische Anwendungen hervorgebracht. Als Mitarbeiter des Charlottenburger Cecilienhauses, seinerzeit die bedeutendste radiologische Klinik Berlins, und durch Kontakte zur Auergesellschaft beeinflusste er die Strahlenmedizin der 1930er Jahre. Während des Krieges orientierte sich seine „kriegswichtige“ Forschung vor allem auf den Strahlenschutz, den er schon 1941 für die Arbeit mit Uranprodukten einforderte. 1945 wurde Zimmer in die Sowjetunion deportiert, wo er am russischen Atomprogramm mitarbeiten musste. Erst 1955 kam Zimmer nach Deutschland zurück und lebte seither in Karlsruhe. (Von Thomas Marin)

Potsdam-Mittelmark Oberstufenzentrum in Groß Kreutz veranstaltete diesjährigen Berufswettbewerb - Der Sieger ist immer der Gärtner

Beim Regionalausscheid im diesjährigen Berufswettbewerb der angehenden Gärtner im Oberstufenzentrum in Groß Kreutz qualifizierte sich jetzt in der Gruppe A (1. und 2. Lehrjahr) Markus Pavlitschek von der Potsdamer Gartengestaltung GmbH mit seinen beiden Teamkollegen Steven Schmidt und Jens Martienßen (beide H.

03.03.2013
Potsdam-Mittelmark Zweiter Bauabschnitt in der Wiesenburger Straße vor Sanierung - Bagger in Bad Belzig

Nach der Winterpause sollen, sobald es die Witterungsverhältnisse zulassen, erneut die Bagger in der Wiesenburger Straße in Bad Belzig vorfahren. Wie das Bauamt der Stadtverwaltung Bad Belzig mitteilte, wird in den nächsten Tagen der zweite Abschnitt des Ausbaus beginnen.

03.03.2013
Potsdam-Mittelmark Ordnungsämter im Fläming gehen gegen dubiose Sammelfirmen für Altkleider vor - Jagd auf illegale Container

Sie sind weiß, rot oder grün – die Altkleidercontainer. Sie stehen häufig gemeinsam mit Altpapier- und Altglassammelbehältern am Rande der Ortschaften und werben um Kleiderspenden.

03.03.2013