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Einblicke in den Technikkeller der Steintherme

Blick hinter die Kulissen Einblicke in den Technikkeller der Steintherme

Es ist warm und durch den Lärm der vielen Maschinen ist zeitweise das eigene Wort nur noch schwer zu verstehen. Im Technikkeller der Bad Belziger Steintherme wird rund um die Uhr Sole gefördert und aufbereitet. Messstationen kontrollieren automatisch Wasserqualität und -temperatur. Ein Blick hinter die Kulissen zeigt, wie das Heilbad funktioniert.

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„Das wollen wir nicht in der Sole haben“, sagt Henry Knütter. Die Abfallprodukte (im Bullauge) sehen aus wie brauner Schlamm.

Quelle: Josephine Mühln

Bad Belzig. Während die Badegäste es sich in den Wasserbecken gut gehen lassen, überwachen im Keller der Bad Belziger Steintherme Techniker, dass Wasserqualität und -temperatur stets gleichbleibend sind. Anlässlich des Weltwassertags wurde Besuchern nun ein Blick hinter die Kulissen ermöglicht.

„Der größte Unterschied zu einem normalen Hallenbad ist, dass hier Sole gefördert und aufbereitet wird“, sagte Christian Kirchner. „Und daraus entsteht dann das wertvolle Heilwasser für die insgesamt sechs Wasserbecken unseres Bades, die sich über eine Fläche von 750 Quadratmetern erstrecken“, erklärte der Geschäftsführer der Kur und Freizeit Bad Belzig GmbH weiter.

Sole kommt aus 775 Metern Tiefe

Die Steintherme ist Deutschlands jüngstes Thermalsole-Heilbad. Die jodhaltige Sole hat einen Salzgehalt von etwa 20 Prozent – fast wie im Toten Meer. Sie kommt mit einer Temperatur von 30 Grad aus 775 Metern Tiefe empor gesprudelt. Für die Badebecken werde die Sole dann in verdünnter Form aufbereitet, erläuterte Haustechniker Henry Knütter. „Unser Wasser ist in einem ständigen Kreislauf – 24 Stunden lang, an sieben Tage in der Woche.“ Um eine stets gleichbleibende Qualität des Wassers zu gewährleisten, habe jedes Becken seinen eigenen Filter – diese werden mindestens zweimal pro Woche gespült. Komplett erneuert werden müssen die Filter erst, wenn die Wasserwerte nicht mehr stimmen – das wiederum werde regelmäßig von verschiedenen Laboren untersucht, sagte Knütter.

Wenn die Sole aus dem Boden kommt, wird sie an verschiedenen Stationen im Technikkeller aufbereitet. Das sei notwendig, weil sie beispielsweise noch zu viel Eisen und Mangan enthalte, erläuterte der Haustechniker, der seit 2002 zum Team der Steintherme gehört.

Reinigung durch Kies- und Kohlefilter

Außerdem müssen auch Schwefel und Ammonium vor der Einspeisung gefiltert werden – wegen des Geruchs. „Wenn die Sole durch den Kiesfilter durch ist, kann sie für Wannenbäder und die Gradiersauna genutzt werden“, erklärte Knütter. „Dann folgt der Kohlefilter und die Sole wird für die Wasserbecken noch verdünnt.“

Fotowettbewerb zum Weltwassertag

Anlässlich des Weltwassertages (22. März) hatte die Steintherme einen Fotowettbewerb zum Thema „Wasser“ ausgerufen.

Insgesamt 24 Bilder sind vom 5. bis 18. März eingegangen und haben zur Abstimmung im Foyer der Therme ausgehangen.

Die Gewinner konnten sich über Wellness-Tageskarten sowie Tageskarten für Bad und Sauna freuen.

Die Steintherme Bad Belzig hat 2013 als eine der ersten Thermen in Brandenburg das Qualitätsmanagement-Siegel nach ISO-Norm erhalten. Damit wurde dem Haus ein hoher Qualitätsstandard bescheinigt, der seitdem jährlich überprüft wird.

Später zeigte der 44-Jährige auf silbern glänzende Edelstahlrohre, die aus der Wand kommen. „Hier wird die Sole aus unserem eigenen Brunnen gefördert. Und durch das andere Rohr fließt das verbrauchte und wieder aufbereitete Wasser zurück in einen künstlich angelegten Bachlauf auf dem Gelände.“ Das verbrauchte Wasser nennt Knütter „abgebadet“. Der Dreck daraus fließt in die Kanalisation.

Jedes Becken hat eine eigene Messstation

Die einzelnen Becken der Steintherme haben nicht nur jeweils einen eigenen Filter, sondern auch separate Messstationen. Diese kontrollieren automatisch die Werte zur Einhaltung der Wasserqualität – beispielsweise den Chlorgehalt, den pH-Wert und die Temperatur. „Der pH-Wert sollte bei sieben liegen“, erklärte Knütter.

Die Messwerte sind darüber hinaus über Vorgaben der Bäderverbände und mittels sogenannter DIN-Normen festgelegt. In den vergangenen Jahren sind sie weitgehend stabil geblieben. „Nur die Technik hat sich verändert, vieles ist digitaler geworden“, befand Knütter. Die Messapparate müssten deshalb nach und nach umgerüstet und schrittweise modernisiert werden.

Von Josephine Mühln

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