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Potsdam-Mittelmark Eine Ehrung für den Turnvater der Stadt
Lokales Potsdam-Mittelmark Eine Ehrung für den Turnvater der Stadt
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00:19 01.07.2017
Turnerinnen des Vereins „SG Einheit Belzig“ sorgten für Unterhaltung bei der Einweihung der neuen Straße. Quelle: Christiane Sommer
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Bad Belzig

Für Leonie Schulze, Anna Bräuer, Frieda Hanse und Janne Berger ist die Schule am Dienstag früher zu Ende. Die Mädchen turnen in ihrer Freizeit im Verein der „SG Einheit Belzig“ und haben an diesem Tag einen besonderen Termin zum Vorturnen.

Die Sache ist geheim und wird erst wenige Minuten vor der für 13 Uhr anberaumten, offiziellen Einweihung der Albert-Baur-Straße im neuen Mini-Wohngebiet im Kurpark bekannt. Dort versperrt nicht wie sonst bei Straßeneinweihungen üblich ein grün-weißes Absperrband den Weg. Stattdessen ist nur das neue Straßenschild zugehangen.

Benennung waren lange Diskussionen vorausgegangen

Knapp 40 Bad Belziger finden sich pünktlich ein, um bei der Namensgebung dabei zu sein. Unter ihnen ist die Wandergruppe „Albert Baur“ und Nachfahren des hiesigen Turnvaters, der 1886 starb und auf dem Gertraudenfriedhof begraben liegt.

„Die Stadtverordneten haben entschieden, diese Straße nach Albert Baur zu benennen. Das war eine gute Entscheidung“, sagt Bürgermeister Roland Leisegang (parteilos) in seiner Ansprache. Das Votum der Kommunalpolitiker fiel bereits im vergangenen Jahr. Langwierige und teils schwierige Diskussionen waren dem vorausgegangen. So vertraten einige Abgeordnete die Ansicht, dass mit der Albert-Baur-Sporthalle der Ehre genüge getan sei.

Auch Nachfahren Baurs aus Berlin kamen nach Bad Belzig

Bad Belzigs Bürgermeister Roland Leisegang (parteilos), Barbara Beyland und Wilhelm Quitzow (v.l.) bei der Enthüllung des neuen Straßenschildes. Quelle: Christiane Sommer

Zur Enthüllung bittet Leisegang Barbara Beyland und Wilhelm Quitzow aus Berlin. „Albert Baur war unser Ururgroßvater“, erklären die beiden. Mit lachenden Gesichtern zupfen sie die Abdeckung vom Straßenschild, welches nicht nur den neuen Namen der Straße freigibt, sondern zugleich darauf verweist, welche Lebensleistung mit dem Namensgeber verbunden ist.

Albert Baur war Pfarrer, Gründer des ersten Belziger Turnvereins, Ehrenmitglied der Berliner Turnerschaft, Schulinspektor, Historiker und Zeichner. Ein vielseitig interessierter und gebildeter Mann, der das gesellschaftliche Leben im damaligen Belzig tüchtig beförderte. So organisierte er 1863 beispielsweise das erste Turnfest in der Stadt. Mit Ballspielen, Lauf- und turnerischen Übungen, die unter den gestrengen Augen des damaligen Superintendenten Hupe stattfanden.

Bemühungen für Namensgebung seit 2013

„Für mich war die Nachricht, dass die Stadt eine Straße nach meinem Ururgroßvater benennt, eine sehr erfreuliche“, sagt Wilhelm Quitzow später. „Ich freue mich auch sehr darüber. Aber überrascht hat es mich eigentlich nicht“, bemerkt Barbara Beyland, die aufmerksam alle Bemühungen des Lütters Klaus Pomp verfolgte. Dieser hatte bereits 2013 angeregt, den schmalen Verbindungsweg vom Kreuzungsbereich Straße der Einheit Ecke Puschkinstraße hin zum Mühlenhölzchen in Albert-Baur-Weg zu benennen.

Im Anschluss an die Enthüllung des Straßenschildes wurden bei Sekt und Selters die turnerischen Darbietungen der vier Mädchen unter Leitung von Kathleen Berger bewundert. Albert Baur hätte sicher seine Freude an der Leistung von Leonie Schulze, Anna Bräuer, Frieda Hanse und Janne Berger gehabt.

Von Christiane Sommer

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