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Potsdam-Mittelmark Eine Reise quer durch die Musikgeschichte
Lokales Potsdam-Mittelmark Eine Reise quer durch die Musikgeschichte
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10:28 07.11.2016
In Hauptrollen auf der Musical-Bühne: Felix Albe (li.) als Doktor Stark und Pascale Kroll als Prinz.   Quelle: Thomas Wachs
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Bad Belzig

 Die Botschaft ist klar: Musik lässt sich nicht verbieten. Und erlaubt ist, was in die Beine sowie ans Herz geht. Daher ist es nur konsequent, dass die Elftklässler des Fläming-Gymnasiums Bad Belzig nach den beiden Aufführungen ihres Musicals „Der Palast rockt“ am Freitagabend jeweils in einer froh singenden Truppe auf der Bühne stehen und tosenden Applaus in der mit jeweils mehr als 500 Gästen besetzten Albert-Baur-Halle genießen dürfen.

Über knapp zwei Stunden zuvor spielt sich im fiktiven Königreich noch der Streit um guten musikalischen Geschmack ab. Nur noch Punk-Musik soll erlaubt sein, verfügt der strenge Minister „Doktor Stahl“, alias Felix Albe. Die einst vom König etablierte Palast-Band wird aufgelöst und Schloss-Konzerte mit Zwangsteilnahme sind dem Volk verordnet. Helene Fischer, Lady Gaga, Andreas Gabalier, Udo Lindenberg und andere Stars indes werden verboten und gar verhaftet. Selbst die Band „Keimzeit“ ist in ihrer Fläming-Heimat nicht mehr geduldet. Gemeinsam gelingt ihnen jedoch der Ausbruch aus den Kerker-Mauern.

Pascale Kroll und Robert Schmidt spielen den Prinzen

Immerhin erhalten diese von den Schülern in ihren Soloauftritten gespielten Musiker ja jeweils großen Applaus. Ebenso ergeht es dem Prinzen, in Doppelbesetzung gespielt von Pascale Kroll sowie Robert Schmidt. Der Thronfolger will nicht Monarch sein, sondern Musiker. Mit eigenen Stücken erringt er mehr und mehr Erfolg. Selbst Wolfgang Petry, dem nach eigenem Bekunden „größten Sänger aller Zeiten“ läuft der Prinz schnell den Rang ab.

Tanzen und gute Laune: Das Musical der Elfklässler des Fläming-Gymnasiums in der Albert-Baur-Halle in Bad Belzig war ein voller Erfolg. Quelle: Thomas Wachs

 Am Ende gelingt dem Thronfolger und seinen Fans guter Musik die Revolution. Nach einem von Gesang, Schauspiel, Videoeinspielern und Tanzeinlagen geprägten kurzweiligen Ritt quer durch die aktuelle Musikgeschichte zwischen Punk, Rock und Pop sowie Schlager wird aus dem Königreich eine bunte Republik voller Musik. Und natürlich bekommt der Prinz seine heimliche Geliebte Magdalena, ebenfalls in Doppelbesetzung gespielt von Ida Marie Hartung und Laura Tirrel.

Seit zehn Jahren eine Tradition

Auf die Beine gestellt haben die Schüler ihr seit mehr als zehn Jahren traditionelles Programm in acht Tagen intensiver Probezeit gemeinsam mit ihren Lehrern der verschiedenen Fachrichtungen. Für unterschiedlichste Rollen und Aufgaben daran beteiligt waren alle rund 100 Jungen und Mädchen des Jahrgangs. Egal ob direkt auf der Bühne, in der Technikgruppe oder bei Kostümen und Bühnenbild und anderen Arbeiten hinter den Kulissen. „Es ist immer eine absolute Teamleistung, die nur in der Kooperation aller Beteiligten in so kurzer Zeit funktionieren kann“, sagt Anke Wagner. Die Deutschlehrerin gehört seit Jahren zum Team der Lehrer, die sich mit den Schülern immer wieder neue Musicals vornehmen und nach eigenen Ideen umarbeiten.

„Es war toll zu sehen, wie großartig alle zusammengespielt haben“, befindet Fritz Grote am Ende der mit stehenden Ovationen gefeierten ersten Aufführung. Der Zuschauer war gemeinsam mit seiner Ehefrau Gabriela Grote aus Ragösen angereist, weil ihr Nachbarsjunge in der Band mit auf der Bühne aktiv war. „Es hat uns sehr gut gefallen, ich würde glatt nächstes Jahr wieder herkommen“, sagt Grote der MAZ.

Von Thomas Wachs

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