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Potsdam-Mittelmark Einer, der im Notfall stets zur Stelle ist
Lokales Potsdam-Mittelmark Einer, der im Notfall stets zur Stelle ist
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07:20 02.05.2016
„Als ich von der Auszeichnung erfuhr, war ich sprachlos“, sagt Friedhelm Roth. Quelle: Andreas Koska
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Borkheide

Es sei eine große Überraschung für ihn gewesen, als er die Einladung von Landtagspräsidentin Britta Stark im Briefkasten fand, sagt Friedhelm Roth. Der 46-jährige Borkheider wurde mit der Ehrenmedaille des Landtags Brandenburg ausgezeichnet. „Als ich von der Ehrung erfuhr, war ich sprachlos. Es gibt bei uns in der Feuerwehr und der Notfallseelsorge andere, die es viel mehr verdient hätten“, sagt Roth bescheiden.

Der Borkheider ist verheiratet und Vater von zwei Söhnen. Seit 25 Jahren ist er Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr in seinem Heimatort, fährt regelmäßig bei Einsätzen mit. Besonders in Erinnerung geblieben seien ihm die Brände im Brücker Altenheim und in einem Holzhaus in Borkwalde.

Über die Feuerwehr zur Notfallseelsorge

Dabei kann er über den Vorfall in der Nachbargemeinde im Nachhinein sogar schmunzeln. „Ein Paketbote ist mitten im Einsatz zwischen den Kameraden hindurch spaziert und wollte eine Sendung abgeben. Als er endlich merkte, dass keiner mehr im Haus sein kann, wollte er uns das Paket in die Hand drücken“, erzählt Roth und lacht über so viel Unverfrorenheit.

Über die Arbeit bei der Feuerwehr kam der Borkheider schließlich auch zur Notfallseelsorge. Denn bei den zahlreichen Einsätzen der Kameraden war ihm aufgefallen, dass die Betroffenen und ihre Angehörigen meist irgendwo saßen – und keine Betreuung hatten. Deshalb habe Roth auch sofort zugesagt, als der Leiter der brandenburgischen Notfallseelsorge, Pfarrer Stefan Baier, ihn fragte, ob er sich diese Aufgabe vorstellen könne.

135 Seelsorge-Einsätze im Vorjahr

Roth absolvierte einen Grundkurs und gehört seit 2009 dem Team der Notfallseelsorge Potsdam-Mittelmark an. Die zehn Ehrenamtlichen hatten im Vorjahr 135 Einsätze. „Wir haben einen Monatsplan und entsprechend wird alarmiert“, erklärt Roth, der hauptberuflich als Fertigungssteuerer bei der Deutschen Bahn tätig ist.

Die Einsätze der Notfallseelsorger nach einem Unfall sind sowohl für die Betroffenen als auch für die Kameraden der Feuerwehr und die Einsatzkräfte der Polizei gedacht. Nachsorgegespräche können noch bis zu drei Tage nach dem Geschehen erfolgen.

Seit 2010 stellvertretender Amtswehrführer in Brück

Diese Unterhaltungen gehen auch an Friedhelm Roth nicht spurlos vorbei, sagt er. „Deshalb finden regelmäßig Supervisionen statt, die der Krankenhauspfarrer Johannes Albrecht leitet“, erklärt Roth. „Das ist wiederum für uns wichtig, um die Erzählungen aus den Nachsorgegesprächen zu verarbeiten.“

Seit 2010 ist Friedhelm Roth auch stellvertretender Amtswehrführer in Brück. Kein Wunder also, dass ihm kaum Zeit für Hobbys bleibt. „Mir ist meine Familie am wichtigsten, meine Frau und meine Kinder. Die Zeit mit ihnen, das Haus und der Garten reichen mir, um zufrieden zu sein“, sagt Roth und wiederholt noch einmal, dass die Medaille nicht nur ihm, sondern allen im Team überreicht werden müsste.

Von Andreas Koska

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