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Eingekreist von Windrädern

Firmen planen neun Anlagen im Wald bei Lühsdorf Eingekreist von Windrädern

Der Kreis von Windkraftanlagen wird rund um die Stadt Treuenbrietzen immer dichter. Demnächst sollen nun auch in Wäldern bei Lühsdorf neun moderne Anlagen fast 200 Meter hoch in den Himmel wachsen. Das kündigte Planer Marco Harwardt in der Sitzung des Ausschusses für Stadt- und Ortsteilentwicklung an.

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Ortsvorsteher Ronny Eigenfeldt (r.) – hier mit Ortsbeirat Jens Strauß – kritisiert die späte Information der Lühsdorfer zum Windpark.

Quelle: Th. Wachs

Lühsdorf. Dazu kooperiert seine Firma Energiequelle aus Kallinchen bei Zossen (Teltow-Fläming) mit der Firma UKA aus Meißen in Sachsen. Sie plant jenseits der Kreisgrenze bei Kemnitz weitere drei Anlagen, die bereits im Verfahren für eine Genehmigung nach Bundesimmissionsschutzgesetz sind. Für die Lühsdorfer Anlagen soll dieser Antrag Ende Juli eingereicht werden, kündigte Harwardt an.

Ende des nächsten Jahres soll nach Vorstellungen des Planers dann mit ersten Bauarbeiten begonnen werden. In das Netz eingespeist werde der bei Lühsdorf produzierte Strom über ein neu zu errichtendes Umspannwerk an der Sernowstraße in Treuenbrietzen. Dort betreibt die bereits in Feldheimer Windparks sowie im Solarpark am einstigen Selterhof bei Frohnsdorf aktive Firma Energiequelle bereits eine solche Station.

Das Projekt für den Windpark spaltet die Lühsdorfer Ortsgemeinschaft, sagte Ronny Eigenfeldt. „Auch bei uns gibt es Befürworter, Gegner und Skeptiker des Vorhabens“, so der Ortsvorsteher des rund 85 Einwohner zählenden Rundlingsdorfes mit 30 Häusern. „Wir verstehen, dass es Alternativen zu Atomkraftwerken geben muss, doch wären wir als Bürger gerne früher an dem Projekt beteiligt worden“, so der Ortschef.

An der Spitze 200 Meter

Alle insgesamt zwölf Anlagen in den neuen Windparks bei Lühsdorf und bei Kemnitz sollen bei einer Nabenhöhe von 130 Metern und einem Rotordurchmesser von 120 Metern insgesamt knapp 200 Meter hoch sein.
Liefern sollen die Stromgeneratoren pro Anlage eine Leistung von bis zu 2,75 Megawatt.
Bei Lühsdorf würden die sieben Anlagen der Firma Energiequelle und die zwei des Investors UKA somit insgesamt 24,7 Megawatt Windstrom erzeugen können.

Das jedoch sei erst jetzt möglich gewesen, sagte Marco Harwardt. „Inzwischen haben wir alle nötigen Flächen von den Eigentümern gesichert“, so der Planer in der Ausschusssitzung. Vorher sei eine Offenlegung der Pläne nicht möglich gewesen, um Konkurrenten nicht das Feld zu bereiten, so der Planer der Firma Ernergiequelle.

Für Anlagen-Standorte und Zuwegungen des Lühsdorfer Windparks nutzen die Investoren rund neun Hektar des insgesamt mehr als 1100 Hektar umfassenden Eignungsgebietes für Windkraftanlagen, das im Regionalplan „Havelland-Fläming“ entsprechend ausgewiesen ist. Der zweimal überarbeitete Regionalplan steht nach Abschluss der Öffentlichkeitsbeteiligung nun kurz vor der Genehmigung. Das Eignungsgebiet erstreckt sich hauptsächlich in der Gemarkung Beelitz im Dreieck zwischen Wittbrietzen, Dobbrikow und Kemnitz in Teltow-Fläming.

Dort agieren weitere Investoren, um diverse Windräder zu bauen. Zudem ist das Areal des Lühsdorfer Windparkes in der nördlichen Enklave der Gemarkung Treuenbrietzens Bestandteil des Teilflächennutzungsplanes „Windkraftnutzung“ der Kommune. Beide Planwerke sind seit einigen Jahren in der Diskussion.

Von Thomas Wachs

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