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Einigung zu Wohnungsbau neben Hakeburg

Kleinmachnow Einigung zu Wohnungsbau neben Hakeburg

Nach einem Workshopverfahren haben sich Gemeinde und Investor jetzt auf einen Architektenentwurf für die Wohnbebauung neben der historischen Hakeburg geeinigt. Der Entwurf fand auch im Bauausschuss am Montagabend große Zustimmung.

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So sollen die modernen Villen neben der historischen Hakeburg entlang der alten Platanenallee einmal aussehen.

Quelle: Simulaton: Thomas Hillig Architekten

Kleinmachnow. Es wurde monatelang gerungen und diskutiert. Jetzt haben sich die Gemeinde und der Hakeburg-Investor Nicolas Tommasini auf einen Architektenentwurf für die Wohnbebauung neben der Burg auf dem Seeberg geeinigt. Architekt Thomas Hillig aus Berlin stellte am Montagabend dem Bauausschuss seinen Entwurf vor und erntete große Zustimmung für die zwei Villen mit insgesamt 16 Wohnungen.

Keine historisierende, sondern eine „moderne Lösung“ sollte es sein, die sich „mit der Landschaft verflechten soll“, sagte Hillig. Der Sockel werde mit gebrochenem Sandstein verkleidet und nehme somit den Sockelcharakter der Burg auf. Die jeweils drei Geschosse der Villen sind versetzt angeordnet, so dass kein massiver Baukörper entsteht und die Maisonettewohnungen verschachtelt in alle Himmelsrichtungen gebaut werden. Zu den Erdgeschossquartieren gehören Gärten ohne Einfriedungen. Insgesamt stehen 2600 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung. Die Wohnungen bekommen 70 bis 150 Quadratmeter und große Terrassen. Es wird keine oberirdischen Parkplätze, sondern eine Tiefgarage geben. In ihr ist Platz für Pkw- und Fahrradstellflächen, Abstellräume und die Müllsammelbehälter.

Der Entscheidung vorausgegangen war ein Workshopverfahren, das der Gemeinderat gefordert hatte. Daraufhin wurden sechs Architekturbüros eingeladen, ihre Vorstellungen von einer „ergänzenden Wohnbebauung“ auf dem historischen Areal zu erarbeiten. Die Gemeindevertreter hatten Vorgaben etwa zu Höhe, Ausmaßen und Erscheinungsbild beschlossen; so war eine „lockere Bebauung“ gefordert worden, die der Burg keine Konkurrenz macht und sich harmonisch in die Landschaft, die den Kleinmachnowern als Erholungsrefugium dient, einfügt. Nach zwei Jurysitzungen, an denen Investor, Bürgermeister Michael Grubert (SPD) und Vertreter aller Fraktionen bzw. Fraktionslose teilnahmen, fiel die Wahl auf den Entwurf von Hilligs Architektenbüro. Stimmberechtigt waren nur Grubert und Tommasini.

Überraschender Nebeneffekt: Nach dem ersten Workshop war die Idee geboren, das Baufenster weiter nördlich zu verschieben, damit die Distanz zur Burg-Remise größer wird. Statt in neun Metern Entfernung werden sie nun nach etwa 37 Metern errichtet. Damit kommt ein öffentlich nutzbarer Platz von einst wieder zur Geltung, den Hillig mit Sitzmöglichkeiten und Spielplatz gestalten will.

Michael Grubert ist froh, „dass wir das Projekt gemeinsam auf den Weg gebracht haben“. Skeptiker des Verfahrens wie Angelika Scheib (CDU) und Ausschusschef Matthias Schubert (SPD) lobten jetzt ausdrücklich die Workshopvariante: „Ein guter Beitrag zur Förderung der Baukultur“ (Scheib) und „empfehlenswert für andere Investoren zum Beispiel am Stahnsdorfer Damm“ (Schubert). Im Namen von Tommasini war Prokurist Wolfgang Falk „sehr zufrieden“ mit dem Votum des Fachausschusses. Der hat den Entwurf befürwortet und geschlossen für eine nötige Änderung des Flächennutzungsplanes als Voraussetzung für den Bebauungsplan.

Info: Die sechs Entwürfe der Architektenbüros werden vom 5. (19 Uhr) bis 14. Dezember im 2. Stock des Rathauses gezeigt.

Von Claudia Krause

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