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Einsatz im Breiten Weg

Feuerwehrübung in Ziesar Einsatz im Breiten Weg

Aufregung in Ziesar: Ein lauter Knall dringt am Donnerstagabend durch die Stadt. Danach sind Sirenen zu Hören. Feuerwehrautos und Rettungswagen düsen durch die Stadt. Was ist passiert? Ein Unfall? Eine Explosion? Doch keine Sorge – es handelt sich nur um eine Übung.

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Im Einsatz: Feuwehrleute üben in Ziesar das Retten von Verletzten.

Quelle: Silvia Zimmermann

Ziesar. Ein lauter Knall lockte am Donnerstagabend in Ziesar viele Schaulustige zum Breiten Weg. Ein Verkehrunfall war geschehen. Zwei Fahrzeuge waren aufeinander gefahren. Zwei verletzte Personen waren zu erkennen, eine davon eingeklemmt. Ein Zeuge alarmierte die Feuerwehr und wählte dazu den Notruf 112. Es dauerte auch nicht lange und die Sirene ertönte. Noch einige Minuten später hörten die Anwesenden bereits die Martinshörner der anbrausenden Feuerwehrautos. Nun ging alles ganz schnell und doch mit professioneller Handhabung.

Einsatzleiter Andy Laube verschaffte sich einen Überblick. Nach einer kurzer Einweisung der Feuerwehrleute begann die Rettung. Der Sanitäter versorgte den Verletzten, der im Fahrzeug eingeklemmt war. Die Kameraden brachten zu dessen Bergung den Rettungssatz zum Einsatz. Beide Türen und das Dach des verunfallten Fahrzeuges wurden aufgeschnitten. Während einige Kameraden den Verletzten bargen, sicherten andere die Straße und bauten zur Vorbeugung im Falle eines entstehenden Brandes eine Löschstrecke auf. „Heute werden unsere Kameraden über den Rufmeldeempänger – Pieper alarmiert. Die Kameraden, die hier zum Einsatz gekommen sind, wussten im Vorfeld nicht, was sie erwartet und was passiert war“, gab es als Erklärung.

Ruhig verlief diese Rettungsaktion, die zum Glück nur ein nachgestellter Unfall war. „Die Kameraden wissen bei solchen Einsätzen, was ihre Aufgabe ist“, verkündete Uwe Roßner dem zahlreichen Publikum die Handlungen.

Hauptakteure waren bei dieser Feuerwehrübung anlässlich des 135. Stiftungsfestes der Freiwilligen Feuerwehr von Ziesar, die Kameraden und das neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug - HLF 20/16, das im April in den Dienst der Feuerwehr Ziesar gestellt wurde. Die Freiwillige Feuerwehr von Ziesar wird übers Jahr zu vielen Verkehrsunfällen auf die BAB A2 gerufen, beim dem das Fahrzeug mit seinen vielen Möglichkeiten zum Einsatz kommt. An Hand dieser Übung erklärte Roßner den Anwesenden die Möglichkeiten, die dieses HLF im Ernstfall alles leisten kann. „Das Fahrzeug ist mit einer Arbeitsbühne ausgestattet und verfügt über Amtschutzgeräte.

Ein Sprungtuch ist vorhanden sowie zwei Hebekissen, die jeweils 10 und 20 Tonnen zum Heben bringen können. Das Fahrzeug führt 1600 Liter mit sich und es kann auch zur Brandbekämpfung eingesetzt werden. Das HLF hat Platz für eine Besatzung von einem Fahrer und acht Mann, hörten die Anwesenden. Der Verletzte, hier in diesem Fall stellte sich der Kamerad Gerald Matthies zur Verfügung, wurde sicher aus dem Fahrzeug geborgen. Nach dieser erfolgreichen Rettungsaktion kam eine weitere Möglichkeit, die Winde, zum Einsatz.

Die zusammen geklemmten Fahrzeuge wurden auseinander gezogen. „Das Fahrzeug verfügt über ein 50 Meter langes Seil und diese Seilwinde kann ein Gewicht bis zu 5 Tonnen ziehen.“, so Roßner. Die Zuschauer verfolgten aufmerksam das Geschehen und applaudierten am Ende den Akteuren. Vor allem die ganz kleinen Besucher waren überwältigt von den Aktionen der Feuerwehr. Sie empörten sich am Rande doch sehr, dass diese das Auto kaputt gemacht hätten.

Von Silvia Zimmermann

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