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Potsdam-Mittelmark Einsatz regionaler Produkte zahlt sich aus
Lokales Potsdam-Mittelmark Einsatz regionaler Produkte zahlt sich aus
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16:47 23.09.2017
Toni Rüde-Mösenthin präsentiert stolz die blau-weiße Plakette. Quelle: Andreas Trunschke
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Trebbin

„Wenn so viele Gastronomen zu uns kommen, schauen wir besonders, dass bei uns alles in Ordnung ist“, sagt Beate Keck vom „Akzent Parkhotel“ in Trebbin. Mit ihrem Mann Jürgen war sie in dieser Woche nicht nur Gastgeber für die Auszeichnungsveranstaltung, sie erhielten selbst auch die begehrte blau-weiße Plakette der „Brandenburger Gastlichkeit im Fläming“, die insgesamt an 27 Hotels und Restaurants aus der Reiseregion überreicht wurde. Zwei Hand voll kommen aus dem Südwesten von Potsdam-Mittelmark.

Zum wiederholten Mal unter den Geehrten ist das Hotel „Fliegerheim“ in Borkheide. „Die Bestandsaufnahme vorab ist für uns ein wichtiger Hinweis darauf, wo wir stehen und was wir besser machen können“, sagt Toni Rüde-Mösenthin Und. „Außerdem freuen wir uns über die Anerkennung und über die damit verbundene Werbung für unser Haus“, sagte der Junior-Chef des Traditionslokals.

Testbogen mit 160 Fragen

Um über eine Auszeichnung zu entscheiden, haben Tester in den vergangenen Monaten inkognito die beteiligten Unternehmen besucht und nach zahlreichen Kriterien bewertet. Ihr Testbogen umfasste bis zu 160 Fragen. Seit dem Jahre 2004 gibt es das Prozedere alle zwei Jahre.

Unter die Lupe genommen wurden unter anderem der äußere Eindruck, die Begrüßung, der Empfang, das Ambiente, der Service sowie Speisen und Getränke. Wie Olaf Lück, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) im Land Brandenburg, zu verstehen gab, stand die Regionalität im Fokus, wenn es um die Bewertung der Kreativität der Küche ging. Daher wurde der Einsatz regionaler Produkte auch höher bewertet. Das Qualitätssiegel erhalten nur Betriebe, die einen Wert von 76 Prozent für sich verbuchen können.

„Wir freuen uns, dass in diesem Jahr neue Bewerber dabei sind“, sagte Olaf Lück. Bei allem Lob für die Gastronomen und Hoteliers sieht er noch Reserven. „Manchmal verkaufen wir uns noch zu schlecht. In den Speisekarten sollte unbedingt erwähnt werden, woher die Produkte stammen. Dafür interessieren sich die Gäste zunehmen“, so Chef des Interessenverbandes. Er bat die Fachleute darum , ihr Hauptaugenmerk auf das Gesamterlebnis Gastlichkeit zu legen.

Preisträger im Überblick

Ausflugslokal Gaststätte „Treffpunkt“ Treuenbrietzen.

Gasthof Dorfgasthaus Rädigke.

Landgasthof Landhaus „Alte Schmiede“ Niemegk-Lühnsdorf.

Familienhotel „Brandtsheide“ in Jeserig/Fläming.

Restaurant: Paulinen-Hof Seminarhotel Kuhlowitz.

„Villa Medici“ Stein-Therme Bad Belzig.

Hotel „Linther Hof“.

Hotel „Fliegerheim Borkheide“.

Burghotel Ziesar.

Einige Unternehmen bieten hervorragende Vor- und Hauptspeisen an und fallen bei den Desserts ab. Auch hier regt er Regionalität an: „Wie wäre es, wenn sie beispielsweise Klemmkuchen anbieten? Diese gibt es nur hier im Fläming. Die können Sie auch mit einer Kugel Eis füllen.“ „Wir sind aber Köche und keine Bäcker“, warf Lars Wagener vom Gasthof & Pension „Zum Löwen“ in Löwenbruch ein. Wichtig sei es auch, die Gastlichkeit im Fläming im Internet noch mehr publik zu machen.

Ausflügler aus Berlin haben Ansprüche

Daniel Sebastian Menzel, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Fläming, unterstrich, dass die Gäste den Fläming schmecken sollen – und dazu gehören beispielsweise Kartoffeln sowie je nach Saison Spargel, Pilze und Teltower Rübchen. „In unserer Region wird deutlich, dass die Gastronomen ihr Handwerk verstehen und kreativ damit umgehen“, sagte Menzel. Was nicht zuletzt ob der Ansprüche gerade von Ausflüglern aus Berlin von Bedeutung ist. Es werden regionale Produkte mit moderner Küche kombiniert, so dass traditionelle Lebensmittel wieder aufleben. Oftmals würden die Zutaten sogar selbst produziert.

Von Margrit Hahn

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