Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Einschulung: Eltern haben künftig die Wahl
Lokales Potsdam-Mittelmark Einschulung: Eltern haben künftig die Wahl
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:16 10.12.2015
Die Schule in Golzow. Quelle: A. Koska
Anzeige
Golzow

Während in Golzow eine ganze Etage im Schulgebäude leer steht, platzt die Schule in Brück aus allen Nähten, ein Anbau soll bald errichtet werden. Jetzt haben die Gemeindevertretung in Golzow sowie die Stadtverordnetenversammlung Brück beschlossen, die Schulbezirkssatzung zu ändern.

Ab dem kommenden Schuljahr können die Eltern aus Cammer, Damelang und Freienthal wählen, ob sie ihre Kinder lieber in Golzow oder Brück einschulen wollen. Die drei Dörfer liegen im so genannten „überschneidenden Schulbezirk“. Der Brücker Sozialamtsleiter Lars Nissen erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass es an beiden Schulen unterschiedliche Konzepte gibt und diese den Ausschlag bei der Schulwahl geben könnten. „Die Brücker Grundschule unterrichtet die Schulanfänger ausschließlich im Flex-Modell, die Golzower Grundschule hat die Regelbeschulung beibehalten“, sagt Nissen. Er fügt auf MAZ-Anfrage hinzu, dass der Wunsch nach dem neuen Zuschnitt von den Eltern aus der Gemeinde Planebruch gekommen sei.

Da die Gemeinde Planebruch bis heute keine eigene Schule unterhält, zahlt sie bisher eine Schulumlage an die Gemeinde Brück. In Zukunft würde man abhängig von der Anzahl der dort eingeschulten Kinder demnach auch an Golzow einen entsprechenden Ausgleich zahlen müssen. Auch die Schülerbeförderung müsste entsprechend angepasst werden. „Der Schülerverkehr ist Aufgabe des Landkreises. Dieser muss die Beförderung sicherstellen. In welcher Form der Landkreis das umsetzt, wird vom Schulwahlverhalten abhängen“, sagt Nissen.

Anbau in Planung

Im Amt Brück gibt es drei Grundschulen, neben den beiden in Brück und Golzow auch noch die Hans-Grade-Grundschule in Borkheide. Diese ist ebenfalls ausgelastet, hier werden 188 Schüler unterrichtet. Auch hier ist ein Anbau geplant.

Brück hat 289 Schüler, es wird im Schuljahr 2017/18 mit 318 Schülern gerechnet.

Golzow hat 96 Schüler, Tendenz fallend.

Eine entsprechende Schulbuslinie dürfte auch die älteren Einwohner vor allem in Cammer freuen, gäbe es dadurch doch eine tägliche Anbindung in das benachbarte Golzow mit seinen vielen Einzelhandelsgeschäften. Mit der Aufnahme einiger Schüler aus Cammer könnte die Perspektive für die Kleine Grundschule „Friedrich Eberhard von Rochow“ verbessert werden. Der Schulentwicklungsplan geht allerdings eher von einer Schließung aus, denn in Golzow werden aktuell nur noch 96 Schüler unterrichtet. Die aktuelle erste Klasse besuchen nur 15 Schüler, die dritte Stufe der einzügigen Grundschule besuchen gar nur 13 Schüler.

Ganz anders stellt sich das in Brück dar. Hier werden insgesamt knapp 300 Schüler unterrichtet, Tendenz steigend. Die Räumlichkeiten reichen schon heute längst nicht mehr aus. Deshalb ist ein Anbau geplant (MAZ berichtete).

Falls sich vermehrt Eltern aus Cammer und Umgebung für Golzow entscheiden, könnte es auch in Brück zu einer Entspannung kommen. Die Schulkonferenz in Golzow hat dem Vorhaben schon zugestimmt, die in Brück ist dabei, eine Stellungnahme zu erarbeiten. Beide müssen angehört werden, ohne jedoch Einfluss auf die Entscheidung nehmen zu können.

Die Änderungen treten mit der Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft, danach muss noch eine Vereinbarung zwischen den Gemeinden Planebruch und Golzow sowie der Stadt Brück getroffen werden, in der Detailfragen geklärt werden.

Von Andreas Koska

Potsdam-Mittelmark Polizeibericht für das Potsdamer Umland am 10. Dezember - Autoknacker schlagen im Akkord zu

Auf Navigationsgeräte und Airbags hatten es Autoknacker in Kleinmachnow abgesehen. In nur einer Nacht schlugen die Ganoven dort gleich drei Mal zu – und waren erfolgreich. Sie konnten ungesehen mit ihrer Beute verschwinden. Der Polizei blieb nur übrig, an den Tatorten Spuren zu sichern.

10.12.2015

Die Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge soll bis 2018 in Ferch betrieben werden und damit zwei Jahre länger als geplant. Weil dringend Unterkünfte gebraucht werden, haben sich das Brandenburger Innenministerium und die Gemeinde auf den Bau von zwei Leichtbauhallen für 140 Flüchtlinge auf dem Gelände in Ferch verständigt.

10.12.2015

Für die Unterbringung von Flüchtlingen in Kloster Lehnin werden immer neue Objekte ins Spiel gebracht. Die Kommune will in der ehemaligen Kita in Netzen (Potsdam-Mittelmark) Wohnraum herrichten lassen. Als Notunterkunft hat der Kreis außerdem eine leere Gewerbeimmobilie ins Auge gefasst. Nur in Damsdorf hält das Tauziehen um die Kaserne noch an.

11.12.2015
Anzeige