Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Caputh feiert seinen berühmten Sommergast
Lokales Potsdam-Mittelmark Caputh feiert seinen berühmten Sommergast
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:07 14.06.2015
Wiebke Franck, Sabine Kunst, Kerstin Hoppe und Hermann Nicolai (v. l.) während des Festaktes zum zehnjährigen Bestehen der Ausstellung über Einsteins Sommerhaus in Caputh. Quelle: Christel Köster
Anzeige
Caputh

Der Samstag im Gemeindehaus der evangelischen Kirche in Caputh war diesmal ganz der Wissenschaft gewidmet. Alles aber wirkte wie eine Geburtstagsfeier. Schnittchen und Getränke wurden von hastenden Menschen arrangiert und Tische und Stühle geschleppt. Dieser Aufwand hatte mehrere gute Gründe. Caputh feierte zwei Jubiläen. Vor 100 Jahren veröffentlichte Albert Einstein seine Allgemeine Relativitätstheorie und seit nunmehr zehn Jahren gibt es die Ausstellung „Einsteins Sommer-Idyll“ im Bürgerhaus gleich nebenan. Da Einstein testamentarisch verfügt hatte, man solle sein Wohnhaus in den USA nicht museal betreiben, ist man mit dem Sommerhaus in Caputh ebenso verfahren.

Der Initiativkreis Einstein-Haus ist aber mit den Räumen im Obergeschoss des Bürgerhauses höchst unzufrieden. Die aufwendig 2005 auch in Englisch aufgearbeitete Ausstellung behandelt nicht nur Einstein sondern auch das Leben des Freundes und Architekten des Sommerhauses Konrad Wachsmann. Der Initiativkreis ist dabei, diese wegen der Enge der Räumlichkeiten komprimierte Ausstellung, zukünftig sogar auf Französisch und Holländisch anzubieten. Die Chefin des Initiativkreises, Wiebke Franck, nutzte den Festvortrag seines Ehrenvorsitzenden Hermann Nicolai vom Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik in Golm und die Anwesenheit der Ministerin Sabine Kunst (SPD), um mit wortspielerischen Querbezügen zu Einstein ihre Wünsche für einen optimaleren Ausstellungsort öffentlichkeitswirksam zu benennen. Das ebenerdig zugängliche Logierhaus am Schloss wäre behinderten- und altersgerecht und natürlich auch publikumswirksamer sagte sie und strahlte dabei Bürgermeisterin Kerstin Hoppe (CDU) und die Ministerin an.

Dem Naturwissenschaftler Nicolai blieb es vorbehalten, vom kleinen Caputher Kosmos aus auf´s ganze Universum zu blicken. Sein Vortrag hieß doppelsinnig „Einsteins ART – Die Allgemeine Relativitätstheorie ein Jahrtausendereignis“, denn „ART“ ist das gebräuchliche Kürzel dieser Theorie. Nikolais Power-Point-Vortrag begann mit dem Einstein-Zitat: „Man muss die Dinge so einfach machen wie möglich. Aber nicht einfacher“. Nicolai, der sich am weltberühmten CERN in Genf erste wissenschaftliche Sporen als Mitglied der Theorieabteilung verdiente, befasst sich mit Phänomenen wie Urknall und Schwarzen Löchern und ist jetzt Direktor am Institut in Golm. Sein reichbebilderter und verständlicher Vortrag fesselte die Zuhörer, auch wenn so mancher Laie an die Grenzen seines Auffassungsvermögens stieß.

Die Allgemeine Relativitätstheorie sei „die herausragende intellektuelle Leistung einer Einzelperson“ und das „einzige Beispiel einer (zutreffenden) physikalischen Theorie, die durch reines Nachdenken gefunden wurde“, schwärmte der Redner. Dem Laien fremde Begriffe wie Raum-Zeit-Singularitäten und Bilder, die verbogene Räume und Zeiten anschaulich machen sollten, begleiteten seine Ausführungen, die mit einem Wermutstropfen endeten. Einsteins Relativitätstheorie und die Quantentheorie passen leider nicht zusammen. Einstein forschte daran bis zu seinem Lebensende und blieb bei seinem Anspruch: „Ich will dem Alten auf die Schliche kommen“.

Von Lothar Krone

Potsdam Unwetter am Sonnabend in Potsdam und im Umland - Segelboot sinkt im Unwetter bei Petzow

Stresstest für die Feuerwehren in Potsdam und im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Die Unwetter am Samstag hielten die Retter in Atem. Vollgelaufene Keller, abgerissene Äste und umgestürzte Bäume allerorten. Und auf dem Glindower See vor Petzow nahm eine Segelpartie ein stürmisches Ende.

14.06.2015
Potsdam-Mittelmark Verein „KultRaum“ bereitet sein nächstes großes Chorprojekt vor - „Canto General“ in Kleinmachnow

Sein nächstes großes Chorprojekt bereitet der Kleinmachnower Kulturverein „KultRaum“ vor. Diesmal soll das berühmte Werk „Canto General“ des griechischen Komponisten Mikis Theodorakis aufgeführt werden. Erste Proben dazu finden an diesem Wochenende statt. In das Projekt sollen auch wieder interessierte Jugendliche einbezogen werden.

12.06.2015
Potsdam-Mittelmark Beelitz-Heilstätten: Sicherheitsoffensive zeigt Wirkung - Polizei schnappt 4 Heilstätten-Zerstörer

Beelitz-Heilstätten zieht immer wieder Vandalen an. Die Polizei hat das Gelände deshalb verstärkt in den Fokus genommen und nun 4 Verdächtige geschnappt, die das historische Portal zerstört haben sollen. Ein ziemlich dämlicher Fehler hat sie verraten.

13.06.2015
Anzeige