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Einzige Bankfiliale geschlossen

Fichtenwalde Einzige Bankfiliale geschlossen

Fichtenwalde hat seine einzige Filiale für den direkten Geldverkehr verloren. Die Postbankfiliale, die mit der Postagentur im Nahkaufmarkt von Michael Schramm verbunden war, schloss zum 1. November. Nun können die Fichtenwalder im Markt nur noch Päckchen und Pakete abgeben oder empfangen sowie Briefmarken kaufen und Briefe aufgeben.

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In Fichtenwalde wurde die einzige Postbankfiliale geschlossen. Die Einwohner müssen jetzt nach Beelitz oder Borkheide fahren.

Quelle: Archiv/dpa

Fichtenwalde. Der Beelitzer Ortsteil Fichtenwalde hat seine einzige Filiale für den direkten Geldverkehr verloren. Die Postbankfiliale, die mit der Postagentur im Nahkaufmarkt von Michael Schramm verbunden war, schloss zum 1. November. Nun können die Fichtenwalder im Markt nur noch Päckchen und Pakete abgeben oder empfangen sowie Briefmarken kaufen und Briefe aufgeben.

„An uns liegt es nicht. Wir hätten gern auch die Postbankgeschäfte weiter angeboten. Doch die Deutsche Post hat uns die Postbank gekündigt und uns einen neuen Vertrag ausschließlich für den Brief- und Paketdienst zugeschickt“, bedauert Schramm.

Die Postbank, die zur Deutschen Bank gehört, bietet als Partner der Deutschen Post in deren Agenturen in Märkten und Einzelhandelsgeschäften Finanzdienstleistungen an. „Wir haben uns aus wirtschaftlichen Gründen entschlossen, die Filiale in Fichtenwalde aufzugeben. Die meisten Kunden wickeln ihre Geldgeschäfte inzwischen über das Onlinebanking ab“, erklärt Postsprecherin Tina Birke. Die nächste Möglichkeit für Geldaus- beziehungsweise -einzahlungen gäbe es in der Beelitzer Poststraße, sagt sie. In Fichtenwalde bieten zwar zwei weitere Lebenmittelmärkte Geldauszahlungen an. Diesen Service gibt es aber erst ab einem Einkaufswert von 20 Euro.

„Wir haben auch im Ortsbeirat darüber diskutiert und können die Entscheidung der Deutschen Post nicht verstehen. Fichtenwalde ist ein Ort mit einer wachsenden Einwohnerzahl“, sagt Ortsvorsteher Tilo Köhn (Gemeinsam für Beelitz/SPD). In den zurück liegenden Jahren seien in Fichtenwalde mehr als 50 Häuser neu gebaut worden. Allein in den vergangenen zwei Jahren wären etwa 200 Menschen in den Waldort gezogen. Im nächsten Jahr, in dem Fichtenwalde sein 110-jähriges Bestehen feiert, erwartet der Ort seinen 3000. Einwohner. „Für viele auch aus den Nachbardörfern lag die Postbank am Weg zur Arbeit. Da konnte man schnell mal ranfahren und seine Geldgeschäfte erledigen. In Busendorf und Klaistow haben wir nicht mal einen Geldautomaten“, ärgert sich auch Angelika Geppert aus Klaistow.

Den gab es bis zum Sommer 2016 in Borkheide. Doch unbekannte Täter sprengten die Sparkasseneinrichtung im Erdgeschoss eines Privathauses. Das Haus wird derzeit saniert. „Wir sind mit dem Eigentümer im Gespräch und würden gern wieder einen Bankautomaten aufstellen“, meint Sparkassensprecher Robert Heiduck dazu.

Der Borkheider Bürgermeister Andreas Kreibig (SPD) empfiehlt den Fichtenwaldern die Postagentur, die im September in der Elektrofirma Bimberg in der Friedrich-Engelstraße eingerichtet wurde. Dort würden auch die Postbankdienste angeboten, sagt er.

Von Heinz Helwig

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