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Eiswürfel wider den Klimawandel

Borkheide Eiswürfel wider den Klimawandel

Mehr als 30 Enthusiasten haben beim Eisbaden im Waldbad Borkheide den Kaltstart ins neue Jahr gewagt. Doch beim Rekordwert von 10 Grad Celsius an der Luft muss dem Klimawandel getrotzt werden. Diesmal kamen riesige Eiswürfel zum Einsatz. Für die Zukunft gibt es noch mehr originelle Ideen.

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Mehr als 30 Enthusiasten wagten sich zu Neujahr ins kühle Nass des Borkheider Waldbades.

Quelle: Johanna Uminski

Borkheide. Besser spät als nie. Das könnte die Devise für Hans-Joachim Beckmann gewesen sein. So hat sich der 69-Jährige gleich einen erfrischenden Auftakt für 2018 gegönnt – im Waldbad Borkheide. „Ich wollte schon immer einmal an diesem Spektakel teilnehmen“, sagt der Wiesenburger. Dieses Mal habe es terminlich gepasst, weil das Anfliegen beim Modellflugverein Brandenburg, wo er aktives Mitglied ist, erst am kommenden Wochenende auf dem Flugplatz Damelang stattfindet. Als Angler dem nassen Element ohnehin verbunden hat sich der rüstige Senior sogar dreimal hineinlocken lassen.

Eiswürfel gegen den Klimawandel

Eiswürfel gegen den Klimawandel: Frank Wiens und Manuela Richter zu Neujahr mögen’s eher kalt.

Quelle: Johanna Uminski

Die Tradition des Eisbadens, einst aus einer im Sommer abgeschlossenen Wette entstanden, wird weiter gehegt und gepflegt. Zum 14. Mal ging das Spektakel über die Bühne. Mehr als 30 Unentwegte sind am gestrigen Neujahrsnachmittag wieder im Wasser gewesen.

Lufttemperatur mit Rekordwert

„Es hat 4,6 Grad Celsius“, verkündete Torsten Rütz. Der Vorsitzende des Naturbadvereins und seine Mitstreiter lassen nichts unversucht, um den Charakter der Veranstaltung zu erhalten. Eine Hand voll riesiger Eiswürfel hatten er und seine Mitstreiter im Vorfeld anfertigen lassen, um sie als Kühlmittel einzusetzen. Immerhin: 10 Grad Celsius Lufttemperatur dürfte das Thermometer zu dem Anlass noch nicht gegeben haben. Väterchen Frost lässt zwischen Havel und Fläming eben noch weiter auf sich warten.

Klingeln in der Vereinskasse

Dass der globale Klimawandel gegen das hiesige Brauchtum arbeiten könnte, macht Matthias Giese vorerst noch nicht zu schaffen. Alle Jahre heizt er nicht nur mit flotten Rhythmen als Diskjockey die Stimmung an. Sondern freut sich als Sachatzmeister über die anhaltend großen Zuspruch des Publikums. Die etwa 300 Besucher bringen nämlich bei Grillwurst und Glühwein die ersten Einnahmen für die Vereinskasse. „Womöglich ist es ja künftig der Start in eine ganzjährige Saison“, sagt Giese mit einem Augenzwinkern.

Vorreiter

Vorreiter: Jens Mehlhase hat diesmal schon den Hut auf.

Quelle: Johanna Uminski

Um den Unterhaltungswert noch zu steigern, sollen beim nächsten Mal die originellsten Kostüme prämiert werden. Das findet gewiss der zahlreiche Nachwuchs prima. Unter anderem viele Jungen und Mädchen aus der DLRG-Ortsgruppe Borkheide waren freilich diesmal schon am Start, wie deren Chef Frank Wiens bestätigt hat. Sein Mitstreiter Jens Mehlhase hatte derweil schon stilecht einen Zylinder auf dem Kopf.

Von René Gaffron

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