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Elektrifiziert zum Projekttag

Brücker Schüler fuhren im Elektro-Testbus Elektrifiziert zum Projekttag

Für Schüler der Brücker Oberschule begann ihr Projekttag zum Thema erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit direkt vor der Schule. Dort parkte ein schmucker blauer Bus. Nahezu geräuschfrei und vor allem ohne Abgase, brachte er eine Hälfte der Jungen und Mädchen zum Neue-Energien-Forum-Feldheim (NEFF). Dort stand für 64 Schüler ein Projekttag auf dem Lehrplan.

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Exklusives Transportmittel: Brücker Oberschüler rollten zu ihrem Projekttag im Energieforum Feldheim im Elektrobus vor.

Quelle: Th. Wachs

Brück/Feldheim. An vier Stationen lernten sie die Bausteine zur autarken Versorgung des Dorfes mit Energie aus regenerativen Quellen vor Ort kennen. Anschließend wurde das Gelernte in Wissenstests abgefragt.
„Das Programm ist hier inzwischen gut etabliert“, sagte Barbara Ral. „Es kann in verschiedenen Schwierigkeitsstufen vom Kindergartenalter bis zum Gymnasium durchgeführt werden“, erklärte die Klimabeauftragte des Landratsamtes Bad Belzig. Sie hat im Neff kürzlich ihr Büro bezogen.

„Es war ein informativer Tag, wir haben die Biogasanlage erklärt bekommen und ein Windrad von innen besichtigt“, erzählte Tom Schmidt aus Treuenbrietzen. Auch daheim sei der effektive Umgang mit Energie schon längst ein Thema in der Familie, sagte der Achtklässler von der Oberschule.

Vor der Tür des Neff stand diesmal noch der schmucke Elektrobus im Rampenlicht. Er ist ein Testfahrzeug der kreiseigenen Verkehrsgesellschaft Belzig (VGB). Der Bus drehte am Mittwoch auch noch Runden auf der Bad Belziger Stadtlinie – ausschließlich im Elektrobetrieb, angetrieben von Batterien. Sie speisen bei dem Modell vom Dach aus zwei Motoren an der Hinterachse. „Der Wagen fährt sich prima, der Bus ist völlig leise und beschleunigt gut“, sagt Henning Prüstel. Der bei der VGB tätige Verkehrsingenieur lenkte den Elektrobus auf den Probetouren.

Nach dem Weg vom Betriebshof in Bad Belzig über Brück und Treuenbrietzen kam er mit immerhin noch 75 Prozent Batterieleistung in Feldheim an. Frischen Saft gab es aus der dortigen Stromtankstelle. Sie war eigens um eine dafür nötige Starkstromdose erweitert worden. Ohne nachzuladen bringt es der innovative Bus auf eine Reichweite von rund 160 Kilometern, erklärte Jochen Hellmann, Verkaufsverantwortlicher der Firma E-Bus Europa GmbH aus Memmingen im Allgäu.

Seit vorigem Jahr haben sich deren Experten auf den Verkauf von Elektrobussen spezialisiert. Gebaut werden sie im Verbund von Firmen aus Deutschland, Polen und Holland. „Doch ist die Wirtschaftlichkeit wirklich noch ein Problem“, räumte Hellmann ein. Hoffnungen der Firma sowie auch vieler Verkehrsbetriebe ruhen daher auf der Politik. „Sie sollte die Weichen stellen, um die umweltfreundliche Technologie zu subventionieren. Das hören wir immer wieder“, so Hellmann.

Auch wenn die Technik noch teuer sei, will der Kreis weitere Tests unterstützen, sagte Christian Stein (CDU) in Feldheim. „Wir müssen uns aber auch fragen, welchen Mehrpreis uns die Umweltfreundlichkeit wert ist“, so der Vizelandrat. „Schließlich trägt die E-Mobilität auch zu deutlich weniger Kohlendioxid und Feinstaub sowie Lärmreduzierung bei“, ergänzte Klimamanagerin Barbara Ral.

Von Thomas Wachs

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