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Elektrobus wäre vor Stammbahn möglich

Kleinmachnow Elektrobus wäre vor Stammbahn möglich

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) macht Firmen im Europarc Dreilinden Hoffnung auf bessere Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr. Das Land prüft jetzt Aufwand, Machbarkeit und Kosten für S-Bahnanschlüsse in die Berlinnahen Gemeinden wie Kleinmachnow. Für den Europarc gäbe es noch zwei andere Varianten, die sich Woidke angucken wolle.

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Ministerpräsident Woidke (r.) und Europarc-Chef Jacky Starck.

Quelle: Krause

Kleinmachnow. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat am Donnerstagabend im Europarc Dreilinden dort ansässigen Unternehmen Hoffnung auf eine bessere Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr für die insgesamt rund 3500 Mitarbeiter gemacht. Er kenne die Wünsche der Berlinnahen Gemeinden wie Kleinmachnow nach S-Bahnanschlüssen. 15 bis 20 Fragen und Bitten gebe es dazu ständig an Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD). „Wir sind jetzt dabei, Kosten-Nutzen-Analysen zu machen. Anfang 2017 sollten spätestens die Ergebnisse vorliegen. Wir brauchen eine bessere, mit Berlin abgestimmte Entwicklung und legen denen auch unsere Liste vor“, so Woidke.

Geprüft werde, wie viele Menschen täglich die Bahn nutzen würden, welchen Aufwand der Streckenbau machen und die Bahnverbindung an zusätzlichen wirtschaftlichen Auswirkungen für die Region bringen würde. Kurzfristig sei das aber nicht zu erreichen.

Bei Woidkes Besuch in dem renommierten Gewerbegebiet an der Autobahn 115 hatten Europarc-Chef Jacky Starck und Geschäftsführer wie Patrick Henkel (Porsche Zentrum Berlin), Robert Kuba (HighyagLasertechnologie GmbH), Nasyr Birkholz (BB by Berlin) und Nikolaus Lindner (Interessenvertreter von Ebay) ihre Forderungen erneuert, die Stammbahn zwischen Potsdam und Berlin über Dreilinden wiederzubeleben oder wenigstens die Öffnung des Stahnsdorfer Damms für den Elektrobus-Verkehr bis Wannsee (der nächste S-Bahnhof) zu öffnen. Hier stelle sich bislang die Berliner Forstverwaltung quer, so Mittelmarks Landrat Wolfgang Blasig (SPD). 2006 sei man mit der Senatsverwaltung „fast schon so weit gewesen“, erinnerte Blasig, der damals noch Bürgermeister von Kleinmachnow war. „Für unsere Mitarbeiter geht der Trend längst weg vom Auto“, bekräftigte auch Highyag-Chef Kuba. Woidke sieht „gute Chancen“ mit Berlins Verkehrsminister Andreas Geisel (SPD/ „er wird es wohl bleiben“) darüber reden zu können.

Für ein „einfacheres Problem in der Lösung“ hält der Landesvater den seit Jahren währenden Schilder-Streit. Der Europarc will einen sichtbaren Hinweis an der Autobahn, so wie es sie im Land bereits gibt für Lausitzring, BASF Schwarzheide oder Mercedes Ludwigsfelde. Bei Dreilinden wäre es nicht mal eine Produktwerbung. Im Landesamt für Straßenwesen sei man aber uneins, ärgert sich Jacky Starck. Selbst nach 16 Jahren würden Taxi- und Busfahrer, Porsche-Kunden & Co. vom Flughafen Tegel aus den Park nicht finden. Helfen würde allerdings immer der Hinweis: „Da, wo Ebay ist.“

Ukrainer IT-Firma erwartet

Der Europarc Dreilinden ist ein Gewerbepark, der seit 1991 auf dem Gelände des ehemaligen Grenzkontrollpunktes Drewitz errichtet wurde.

Heute arbeiten in fast 90 Firmen mehr als 3500 Mitarbeiter.

Nur noch 10 Prozent – 45 000 Quadratmeter – der Gesamtfläche sind frei.

Demnächst baut eine IT-Firma aus der Ukraine ein „Riesengebäude“. Das Grundstück mit 20 000 Quadratmetern ist bereits gekauft.

Von Claudia Krause

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