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Eltern: Schulessen darf nicht zu teuer sein

Werder sucht neuen Anbieter für Kinderversorgung Eltern: Schulessen darf nicht zu teuer sein

Nach Preiserhöhungen des Caterer Sodexo sucht Werder einen neuen Anbieter für die Verpflegung in den Schulen und Kitas der Stadt. Eine Elternbefragung in Werder und den Ortsteilen im Vorfeld ergab, dass die Familien ein gesundes und schmackhaftes Essen wünschen, das aber nicht mehr als 3 Euro kosten sollte.

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Eltern wünschen sich gesundes Essen für die Kinder. Aber es darf nicht zu teuer sein.

Quelle: Peter Geisler

Werder . Die Mehrheit der Eltern in Werder wünschen sich für ihre Kinder in den städtischen Schulen und Kitas ein abwechslungsreiches, gesundes und schmackhaftes Essen, das nicht teurer als drei Euro sein sollte. Das ist das Ergebnis einer Befragung von Eltern, die die Stadt Werder im Vorfeld der neuen Vergabe der Essenversorgung in den Kitas und Schulen durchführen ließ.

Neben der Befragung ließ die Stadt in einem Pilotprojekt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) die gegenwärtigen Gegebenheiten der Versorgung in den Einrichtungen Werders und in den Ortsteilen prüfen. „Im Ergebnis war uns eine unabhängige Beurteilung der möglichen Verpflegung in den Kitas und Schulen von Seiten der Gesellschaft wichtig“, sagt Vizebürgermeister Christian Große (CDU) auf Nachfrage der MAZ. Die Untersuchungen der Gesellschaft haben laut Große ergeben, dass für die Schulen und Kitas in Werder die Verpflegungssysteme Cook&Hold (Kochen und Warmhalten) und Cook&Chill (Vorkochen, Kühlen und Fertig kochen) denkbar sind. „Die Auswertung der Studie hat der Verwaltung in Werder gezeigt, dass die Vorteile von Cook&Hold überwiegen“, sagt Große.

Doch die Eltern haben sich in der Befragung mehrheitlich für die andere Essenzubereitung mit Kühlung entschieden. Beide Systeme sollen ein gutes Essen bieten, wenn die Standards der DGE eingehalten werden. Aber beim Kochen und Warmhalten ist die Speisenauswahl größer, sagt Große. Kartoffeln, Nudeln, panierte und kurz gebratene Speisen, Spinat oder auch Eierspeisen könnten mit der Kette Vorkochen, Kühlen und Fertig kochen nicht in „zufriedenstellender“ Qualität in den Schulen und Kitas ausgereicht werden.

„Wir wollen bei der Versorgung auch alle unsere städtischen Kitas und Schulen gleich behandeln“, betont Große. Bei der Bestandsaufnahme hat sich aber gezeigt, dass nicht in allen Einrichtungen die Dreierkette möglich ist. Für die Variante Vorkochen, Kühlen und Fertig kochen müssten aufwendige Umbauten in einigen Einrichtungen vorgenommen werden. Während das System mit Warmhaltung in verschiedenen Bereichen und Unternehmen umsetzbar ist, kann die Variante mit Fertig kochen nur von industriell produzierenden Unternehmen angeboten werden, sagt Große.

Nach der Entscheidung der Stadtverordneten zum bevorzugten System wird die Stadt die Essenversorgung ausschreiben und neu vergeben. Der jetzige Anbieter Sodexo GmbH Werder will ab Januar die Preise für das Schul- und Kita-Essen in der Stadt und den Ortsteilen erhöhen. Für die Schüler im Ortsteil Töplitz zum Beispiel würde die Mahlzeit statt bisher 1,96 künftig 2,10 Euro kosten. Die Kita-Vollverpflegung soll von 2,16 auf 2,90 Euro steigen. Insgesamt 1000 Mädchen und Jungen in Werder wären betroffen.

Für die Stadt waren Wünsche von Eltern und die Preiserhöhung Anlass, den Vertrag mit Sodexo zu kündigen. Im Jahr 2012 war das Unternehmen in die Schlagzeilen geraten. Es hatte Tiefkühlerdbeeren aus China ausgeliefert, die mit Noroviren belastet waren. 3500 Kinder im Land Brandenburg waren nach dem Verzehr an den Folgen erkrankt.

Regionale Küche bevorzugt

700 Fragebögen hat die Stadt Werder bei der Elternbefragung an Familien, deren Kinder Kitas besuchen, geschickt. 54 Prozent haben sich an der Umfrage beteiligt.

Für die Kitaversorgung wünschen sich die Eltern abwechslungsreiche Angebote aus der regionalen Küche und die Möglichkeit der flexiblen Abmeldung.

2163 Fragebögen wurden in den Schulen verteilt. Nur 31 Prozent der Eltern beteiligten sich.

Gewünscht werden in den Schulen ausreichend große Portionen und mehr Obst aus Werder.

Von Regine Greiner

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