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Potsdam-Mittelmark Eltern fordern Frühstück für ihre Kitakinder
Lokales Potsdam-Mittelmark Eltern fordern Frühstück für ihre Kitakinder
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12:57 21.02.2018
Das fängt schon beim Frühstück an: Eine Vollverpflegung durch die Stadt soll allen Kindern ein ausgewogenes Frühstück garantieren. Quelle: Patrick Pleul
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Bad Belzig

Wieder einmal trifft das Frühstücksbrot von Klara (Namen geändert) nicht ihren Appetit. Die Toastbrotscheibe trägt nur einen hauchdünnen Butteraufstrich. Klara schaut neidisch auf Tom. Der hat ein Vollkornbrot mit Käsescheiben und Apfelstücken aus der Brottasche geholt und genießt sein Frühstück. „Solche Situationen sind bei uns häufiger zu erleben“, sagt Beate Kettler aus Bad Belzig. Mehr noch, die Leiterin der Kita „Tausendflüßler“ schätzt ein: „Es gibt bei uns auch schlecht ernährte Kinder“. Dem Team fällt immer wieder auf, dass Brotdosen von Mädchen und Jungen aus sozial schwachen Familien oft Wünsche offen lassen.

Veränderungen im Kitabereich

Ab 1. August wird in Brandenburg das kostenlose, letzte Kitajahr eingeführt. Dafür ist eine Überarbeitung der Elternbeitragsätze erforderlich.

Abzusehen ist, dass Elternbeiträge in kleineren Einrichtungen steigen werden. Gleichzeitig sinkt der Betreuungsschlüssel in Kindergärten auf 11 Kinder pro Erzieher.

Am 18. August werden die neuen Erstklässler eingeschult. Für alle Kindergartenkinder, die eine Einrichtung in Trägerschaft der Stadt Bad Belzig besuchen und in diesem Jahr in die Schule kommen, endet die Kitazeit bereits am 31. Juli 2018.

Im Schulhort werden die angehenden Abc-Schützen bis zur Einschulung betreut.

Damit alle drei bis sechs Jahre alten Kinder, die die Einrichtungen in Trägerschaft der Stadt besuchen, in den Genuss eines gesunden Frühstücks kommen, drängen Eltern jetzt auf eine Vollverpflegung des Nachwuchses. Dazu soll auch ein Vesperangebot gehören. So wird es bereits im Krippenbereich praktiziert. Konkret fordern sie, dass die Kommune ihrer Pflicht nachkommt und in den Kitas „Tausendfüßler“ und „Lindenzwerge“ ein Frühstücks- und Vesperangebot vorhält. So sei es im Gesetz festgeschrieben.

Im vorigen Dezember formulierten zehn Elternpaare einen entsprechenden Antrag. Am Montag wurde das Papier durch den Sozialausschuss erstmals beraten. Nachfolgend wurde die Verwaltung beauftragt, die Möglichkeit der Umsetzung zu überprüfen. Nach ersten Schätzungen durch Hauptamtsleiter Heinz Friese sind rund 60 000 Euro dafür erforderlich. Sie summieren sich aus dem Naturaleinsatz und Personalkosten. Friese wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die mit der Herstellung der Mahlzeiten anfallenden Arbeiten nicht durch Erzieher erledigt werden dürften. Stattdessen müssten die Stundenzahlen der jeweiligen Küchenkräfte aufgestockt werden.

„Der Antrag der Eltern ist natürlich legitim“, sagte der Verwaltungsmitarbeiter und verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass mit der Vollversorgung der Mädchen und Jungen in den Kitas auch die Elternbeiträge steigen würden. Frühestens ab 1. Mai könnte eine realistische Chance auf Verwirklichung des Elternwunsches bestehen, der durch die Ausschussmitglieder durchweg positiv bewertet wurde.

Stellvertretend für die unterzeichnenden zehn Mütter und Väter ergriff auch Theresa Koschitzki das Wort. Sie erinnerte daran, dass die Eltern in beiden Einrichtungen bereits wöchentlich Früchte und Gemüse für die Obstpausen der gesamten Gruppen bereitstellen. „Auch das ist eigentlich Aufgabe des Kitaträgers“, erklärte die dreifache Mutter. Nach der Beratung äußerte sie sich nun zuversichtlich. „Wir sind positiv gestimmt, dass wir den Stein ins Rollen gebracht haben“, sagte sie.

Von Christiane Sommer

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