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Potsdam-Mittelmark Eltern schreiben Brandbrief an Angela Merkel
Lokales Potsdam-Mittelmark Eltern schreiben Brandbrief an Angela Merkel
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18:23 27.03.2018
Jana Weiss (Elterninitiative, v.l.), Stefanie Gehrhardt (Mutter) und Ulrike Petrus (Elternsprecherin) verteilen Flyer mit dem Brandbrief an Eltern. Für den zweifachen Vater Jens Mehlhase ist es selbstverständlich mit seiner Unterschrift die Aktion zu unterstützen. Quelle: Johanna Uminski
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Borkheide/Borkwalde

Junge Mütter und Väter in Borkheide und Borkwalde haben die Nase voll. Aktuell werden in Kindergärten der beiden Waldsiedlungen sowie in der Borkheider Schule Unterschriften gesammelt.

Aufnahmestopp wegen Erziehermangel

Der Grund: Die Kindertagesstätte „Sonnenschein“ in Borkwalde hatte kürzlich auf Grund von Erziehermangel einen Aufnahmestopp verhängt. Zudem gibt es akuten Platzmangel. Zwar soll dieser mit einem Anbau behoben werden, der nun geplant wird.

Die Frage ist nur, wann das geschehen soll. Dann wird die Kita über 20 Plätze mehr verfügen als heute. Ob dieses neue Raumangebot jedoch auch ausgenutzt werden kann, ist fraglich. Denn schon jetzt ist es schwer, geeignetes Personal zu finden.

Auch Hans-Grade-Grundschule platzt aus allen Nähten

Auch die Hans-Grade-Grundschule in Borkheide platzt aus allen Nähten. Seit drei Jahren wird über einen Anbau und Umbau diskutiert. „Der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ist ein politisches Luftschloss“, sagen die Mütter rund um die Elternsprecherin Doreen Mika bei einem Elternstammtisch im Café-Stübchen Bimberg in Borkheide. 15 Mütter waren gekommen, um zu diskutieren und weitere Schritte zu beraten.

Brandbrief an die Bundeskanzlerin

Sie und weitere Elternvertreter aus der Schule und der Kita „Sonnenschein“ haben jetzt einen Brandbrief verfasst. Den wollen sie an die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die Kultusministerkonferenz sowie Bundes- und Landtagsabgeordnete schicken.

Darin schildern sie die an der Hans-Grade-Schule bestehenden Probleme und fordern schnelle Umsetzung der Baupläne. „Die Vorwürfe der Eltern sind sehr allgemein geschildert. Daher kann ich nur Vermutungen anstellen, ob es auf die Personalausstattung oder die Bautätigkeit bezogen ist“, sagte Lars Nissen auf Anfrage der MAZ.

Amtsdirektor war vor Ort

Der Fachbereichsleiter Soziales und Verwaltung beim Amt Brück berichtet, dass er vor kurzem gemeinsam mit dem Amtsdirektor Marko Köhler im Rahmen der Abstimmungen zur Schulentwicklungsplanung in der Kreisverwaltung war. „Dort war man selbst über diesen enormen Zuwachs überrascht“, hat Nissen festgestellt. Den Fachbereichsleiter freut es, dass es aktuell an der Kita in Borkheide keinen Aufnahmestopp mehr gibt. Mehrere Erzieher und Erziehungshelfer konnten eingestellt werden.

In der Schule rechnet man im kommenden Jahr mit rund 50 neuen Schülern. Eine vierte Schuleingangsklasse – eine so genannte Flex-Klasse – soll eröffnet werden. Es wird also langsam eng. Statt der 17 vorhandenen Räume benötigt man nun 23.

Deshalb hat die Gemeindevertretung eine Machbarkeitsstudie beauftragt, um die beste Lösung für eine Erweiterung zu finden. Eine Baugenehmigung für den ersten Bauabschnitt liegt bereits vor. Allerdings wird es wohl noch ein bis zwei Jahre dauern, bis Ergebnisse sichtbar werden.

Eltern gegen den „föderalen Flickenteppich“

Das reicht den Müttern nicht. Sie sehen das Problem in den föderalen Strukturen des Bildungswesens. „Der föderale Flickenteppich steht tragfähigen Konzepten im Bereich Bildung entgegen“, stellt Jana Weiß fest. Sie ist Sprecherin der Initiative „pro Kita“.

Die Eltern, darunter viele Elternsprecher der Schule, fordern eine stärkere finanzielle Unterstützung der Kommunen durch Land und Bund und eine Beschleunigung bei der Erteilung der Baugenehmigungen.

Es hapert an der Baugenehmigung

Tatsächlich hapert es aktuell wohl bei der letztgenannten Behörde, der Bauaufsicht des Kreises. „Geld für Planungen ist im Haushalt bereitgestellt. Und obwohl die Ampel auf Rot steht und Alarm angesagt ist, ist die größte Hürde die Landkreisbürokratie, die für Baugenehmigungen bis zu einem halben Jahr braucht“, kritisierte kürzlich Birgit Block vom Bauamt des Amtes Brück.

Für die Eltern kein Trost, sie fühlen sich im Stich gelassen. „Warum müssen wir als Eltern fordern, was selbstverständlich sein sollte: ausreichend Plätze in Schule und Kita“, fragt Ulrike Petrus, ebenfalls Elternsprecherin an der Schule.

Die ersten Unterschriften liegen der Initiative jetzt vor, bis zum 30. April wird weiter gesammelt. An insgesamt 13 Orten in Borkheide und fünf in Borkwalde sowie einer Stelle in Alt Bork kann unterschrieben werden. Eine aktuelle Auslageliste ist im Internet zu finden.

Von Andreas Koska

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