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Endlich sauberes Wasser für 80 Einwohner

Grüneiche Endlich sauberes Wasser für 80 Einwohner

Mehr als 20 Jahre lang haben knapp 80 Einwohner von Grüneiche bei Golzow (Mittelmark) auf sauberes Trinkwasser warten müssen. Am Donnerstag begann die Trinkwassererschließung der 23 Haushalte. Nach Angaben des Verbandsvorsteher des Trink- und Abwasserzweckverbandes Freies Havelbruch (TAZV) kostet die Erschließung 130.000 Euro.

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TAZV-Vorsteher Uwe Brückner, Bürgermeister Ralf Werner, Guido Zerbe, Lars Nissen und Werner Hahnheiser (v. l.) beim Baubeginn.

Quelle: privat

Grüneiche. Mehr als 20 Jahre lang haben knapp 80 Einwohner von Grüneiche bei Golzow auf sauberes Trinkwasser warten müssen. Am Donnerstag nun endlich begann die Trinkwassererschließung der 23 Haushalte.

Nach Angaben von Uwe Brückner, Verbandsvorsteher des Trink- und Abwasserzweckverbandes Freies Havelbruch (TAZV), kostet die Erschließung 130 000 Euro. Knapp 33 000 Euro davon kommen als Zuschuss vom Land Brandenburg über die Investitionsbank ILB. 64 000 Euro werden laut Satzung des Zweckverbandes auf die Grundstücksanlieger umgelegt. Wie Brückner sagte, liegen die Kosten für die Haushalte zwischen 800 Euro und rund 5300 Euro in Abhängigkeit von der Grundstücksgröße. Zugrunde liegt die Rechnung: je Quadratmeter anrechenbarer Fläche 1,52 Euro.

Drei Monate lang werden nun der Bagger in dem kleinen Dorf brummen. Dann wird die Erschließung nach derzeitigem Stand beendet sein. Der Trink- und Abwasserzweckverband befindet sich in Auflösung, das heißt, seine Auflösung ist von den ihm angehörenden Kommunen beschlossen worden. Wann es tatsächlich dazu kommen wird, ist zeitlich noch offen. Vor 2018 wird es jedenfalls nicht so weit sein.

Auf die Frage, ob dies die letzte geplante Baumaßnahme des Verbandes ist, sagte Brückner: „Zum jetzigen Zeitpunkt kann keine verlässliche Aussage darüber getroffen werden, welche konkreten Maßnahmen folgen werden.“ Der Haushaltsplan sei noch nicht beschlossen worden. Die finanziellen Möglichkeiten sind Brückner zufolge auch in Abhängigkeit mit den möglichen Fusionen in andere Verbände zu sehen.

Für die Menschen in Grüneiche ist das im Moment nachrangig. Für sie ist es eine enorme Erleichterung, das Trinkwasser ab Ende Mai nicht mehr aus Hausbrunnen beziehen zu müssen. Das Brunnenwasser ist mit Mangan belastet und stark eisenhaltig. Laut Gesundheitsamt sind die Werte zwar für Erwachsene unbedenklich. Doch jeder vierte Haushalt hat sich eine Filteranlage gekauft.

Von 2014 an lagen die Pläne für die Trinkwassererschließung auf Eis. Die Gemeinde Golzow allein, zu der Grüneiche gehört, konnte die finanzielle Unterstützung des verschuldeten TAZV nicht leisten.

Die Trinkwasserleitung wird nun über 600 Meter verlegt. Eingebunden wird das neue Ortsnetz in die Trinkwasserüberleitung zwischen Golzow und Krahne, die bereits durch Grüneiche führt. Im Zuge der Bauarbeiten rechnet der Verband mit einigen Verkehrsbeeinträchtigungen.

Die Bauüberwachung liegt bei dem Büro BEV Ingenieure GmbH aus Königs Wusterhausen. BEV steht für Bauwesen, Energie und Verkehr. Bauausführende Firma ist Zerbe Tiefbau GmbH aus Gömnigk, einem Ortsteil von Brück.

Zum Start der Bauarbeiten trafen sich Brückner, der auch Bürgermeister der Gemeinde Kloster Lehnin ist, mit dem Golzower Bürgermeister Ralf Werner. Von der Baufirma war Guido Zerbe und vom Amt Brück der amtierende Behördenchef Lars Nissen vor Ort. Sie trafen sich mit dem Projektingenieur Werner Hahnheiser.

Von Marion von Imhoff

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