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Energiewende im ehemaligen Kneipensaal

Förderverein und Landkreis präsentieren Projekte Energiewende im ehemaligen Kneipensaal

Der Landkreis Potsdam-Mittelmark untermauert sein Engagement zur Energiewende. Dazu ist jetzt die Kooperation zwischen dem in Bad Belzig ansässigen kreiseigenen Technologie- und Gründerzentrum (TGZ) und dem Neue- Energien-Forum-Feldheim (NEFF) ausgebaut worden.

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Das autarke Feldheim im Modell ist ein Teil der ersten Ausstellung im Energieforum.

Quelle: Th. Wachs

Feldheim. In dem Forschungs- und Kommunikationszentrum des energieautarken Treuenbrietzener Ortsteiles hat nun Barbara Ral ihr Büro bezogen. Die beim TGZ angestellte Diplom-Biologin ist ab sofort Klimaschutz-Managerin Potsdam-Mittelmarks.

Zu ihren Aufgaben gehört es auch, das NEFF mit Leben zu erfüllen. In dem voriges Jahr eingeweihten Forum ist am Sonntagnachmittag als Abschluss das vom NEFF-Förderverein betriebenen Umbaus des ehemaligen Dorfgasthofs die erste Ausstellung eröffnet worden. Sie stellt an Schautafeln und Modellen die verschiedenen Komponenten zur autarken Versorgung des Dorfes mit Strom und Wärme aus erneuerbaren Quellen vor Ort vor.

Zudem präsentiert der Landkreis dort seine Schritte zur Energiewende. Zunächst werden dort die Gewinner des Agendapreises 2014 für Umweltprojekte vorgestellt. Weitere Projekte sollen folgen, kündigte Barbara Ral an. Die Umweltingenieurin sieht ihr Handlungsfeld vor allem auch in der Umweltbildung für Kindergartenkinder und Schüler.

"Energiewende muss in die Köpfe der Menschen"

Potsdam-Mittelmarks Vizelandrat, Christian Stein (CDU), bezeichnete es bei der Eröffnung der Ausstellung in Feldheim insgesamt als große Herausforderung, „die Energiewende noch mehr in die Köpfe der Menschen zu bringen“. Dazu sei es nötig, dass die Bürger in ländlichen Räumen wie dem Fläming, „die naturgemäß stärker die mit der Gewinnung erneuerbarer Energien auch verbundenen Lasten zu tragen haben, von den Erträgen auch besser profitieren können“, so Stein.

Heute jedoch fließen 84 Prozent der im Landkreis produzierten regenerativen Energie noch aus der Region ab. Ziel müsse es sein, die Preise für Strom, Wärme und Mobilität konstant zu halten und unabhängig von Energiekonzernen zu machen, forderte Stein. Dazu sei es nötig, Hemmnisse wie die Regelungen zur Gewerbesteuer sowie für die Netzentgelte zu überarbeiten, sagte der Vizelandrat am Sonntagnachmittag in Feldheim.

„Das Interesse am Thema Erneuerbare Energien reißt nicht ab“, erzählte Doreen Raschemann. „Allein dieses Jahr konnten wir hier in Feldheim bereits rund 1500 internationale Gäste begrüßen, die sich über die autarke Versorgung des Dorfes informierten“, sagte die Vorsitzende des NEFF-Fördervereines. Die nun eingerichtete Dauerausstellung soll dazu beitragen, die Energiewende erlebbar zu machen. Zu diesem Zweck sei in einem weiteren Schritt der Aufbau interaktiver Experimentierbereiche geplant, so Raschemann.

In der Region noch nicht wirklich bekannt

Dazu will der Förderverein auch wiederum mit der Stadt Treuenbrietzen kooperieren. Sie plant in Zusammenarbeit mit zwei Hochschulen und Sponsoren ein Mitmach-Energiehaus in der Größe eines Bungalows. Schüler sollen daran Experimentieren und beim Aufbau lernen können.

Petra Richter hält das für sinnvoll, „um unser Modelldorf und die Energiewende auch den Menschen hier vor Ort näher zu bringen.“ Denn inzwischen sei das Projekt „international bekannter, als vor der eigenen Haustür in der Region“, sagte die Feldheimer Ortsvorsteherin.

Treuenbrietzens Bürgermeister, Michael Knape (parteilos), zeigte sich froh, dass „das Thema Energiewende nun auch breiter im Kreistag angekommen ist und sich der Kreis nun – wie lange versprochen – in Feldheim aktiv engagiert.“ Für Treuenbrietzen selbst steht jetzt der Beschluss des Energie- und Klimaschutzkonzeptes an. Das von Klimamanager André Hoyer erarbeitete Papier wird vor dem Beschluss in der Stadtverordnetenversammlung diese Woche in den Ausschüssen diskutiert.

Von Thomas Wachs

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