Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -2 ° Nebel

Navigation:
Engagement braucht viele helfende Hände

Menschen im Fläming Engagement braucht viele helfende Hände

Wolfgang Anspach ist sehr engagiert. Der Senior ist Vorstandsvorsitzender der Awo in Brück und auch im Potsdamer Ortsverband aktiv, er hilft Obdachlosen und Flüchtlingen. Allerdings merkt er, dass überall mehr Menschen Gutes tun könnten. deshalb appelliert Anspach an seine Mitbürger.

Voriger Artikel
Leben am Klavier: Dieser Senior spielt sich jung
Nächster Artikel
Brücker sind verrückt nach Krimis

Wolfgang Anspach möchte nicht herumsitzen.

Quelle: Johanna Uminski

Brück. Seit eineinhalb Jahren ist Wolfgang Anspach nun Vorstandsvorsitzender des Awo-Ortsvereins in Brück. In dieser kurzen Zeit hat der 67-Jährige seine Mitglieder aktiviert und die Angebote attraktiver gemacht. Für die noch ausstehenden zweieinhalb Jahre seiner Amtszeit hat der engagierte Brücker noch einige Pläne und Wünsche, die er umgesetzt sehen möchte.

Dabei wollte er anfangs den Chefposten gar nicht haben. Die rund hundert Vereinsmitglieder mussten den gelernten Ingenieurökonomen überreden, die Leitung zu übernehmen. „Gegen so viel Frauenpower hatte ich keine Chance“, sagt Anspach schmunzelnd. Dennoch bedauert er, dass sich nur vergleichsweise wenige männliche Mitglieder aktiv in der Arbeiterwohlfahrt engagieren.

Auch in Potsdam aktiv

Neben der Funktion als Vorstandsvorsitzender in Brück ist Wolfgang Anspach auch noch im Bezirksverband in Potsdam aktiv. Bei so vielen Verpflichtungen kommen Familie und Entspannung manchmal zu kurz, das weiß Anspach. „Ich müsste mich etwas bremsen, aber ich kann so schwer nein sagen“, gibt der 67-Jährige offen zu. „Ich könnte mir auch nicht vorstellen, nur zu Haus zu sitzen.“

Und er hat draußen auch so viel zu tun: „Wir planen den Bau eines Altenpflegeheimes, aber bisher macht uns die Baubehörde einen Strich durch die Rechnung“, sagt Anspach. Auch eine Skaterbahn hinter dem Mehrgenerationshaus sei geplant. Der Pensionär möchte seinen Verein in Brück noch mehr in den Mittelpunkt rücken. „Mir ist wichtig, dass wir uns wieder mehr auf die ursprünglichen Grundsätze der Awo besinnen und Hilfe für Arbeiterfamilien anbieten.“

Engagement und Hilfe sind für Anspach nicht nur leere Worthülsen, neben allen anderen Tätigkeiten engagiert er sich auch in der Brücker Flüchtlingshilfe. Zudem sammelt er Spenden für Obdachlose in der Landeshauotstadt Potsdam. „Denen soll auch ein schönes Weihnachtsfest bereitet werden“, begründet Anspach seinen Einsatz.

Mitstreiter gesucht

Trotz seiner Pläne und Wünsche liegt dem Brücker etwas schwer im Magen. „Es ist schwierig, in der heutigen Zeit noch Engagierte zu finden“, sagt der Vorstandsvorsitzende. Er bedauert es, dass die Räumlichkeiten der Awo in Brück wenig und selten genutzt werden. „Die Leute ziehen sich immer mehr zurück“, befindet Anspach.

Schon jetzt sind die Veranstaltungspläne bis zum Jahresende fertig und hängen in den Fenstern. Der Blick darauf verrät: es gibt ein attraktives Kursangebot, das sogar Besucher aus Bad Belzig und Wiesenburg anzieht. Doch allein hätte Wolfgang Anspach das nicht geschafft. „Wir brauchen neue Leute mit guten Ideen“, sagt der Brücker.

Von Johanna Uminski

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam-Mittelmark

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg