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Entkräfteter Rotmilan bei Viesen entdeckt

Junge Reiterin hat ein Herz für Tiere Entkräfteter Rotmilan bei Viesen entdeckt

Die 17-jährige Deborah Reschke aus Viesen hat beim Ausritt einen völlig entkräfteten Roten Milan entdeckt und ihm vermutlich das Leben gerettet. Nach einem Abendmahl und einem Nachtasyl bei ihr zu Hause, haben Nachbarn den gefiederten Gast ins Naturschutzzentrum Krugpark nach Brandenburg gebracht. Dort wird er wieder aufgepäppelt.

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Im Naturschutzzentrum Krugpark ist der Rote Milan in guten Händen.

Quelle: Karl-Heinz Erler

Viesen. Die 17-jährige Deborah Jolanda Reschke aus Viesen hat einem Roten Milan vermutlich das Leben gerettet. Beim Ausritt mit ihrer Westfälischen Warmblutstute „Bella“ entdeckte sie am Mittwochnachmittag an einem Brombeerbusch unweit des Viesener Windrades plötzlich einen Greifvogel am Wegesrand. „Er torkelte hin und her, als wäre er betrunken“, berichtete sie der MAZ.

Der Vogel war schlapp und völlig ausgelaugt. Deborahs Freund, der sie zu Fuß begleitet hatte, nahm den entkräfteten Kerl auf den Arm und brachte ihn zur nächsten Pfütze, damit er trinken konnte. An einem Flügelgelenk habe er eine kleine Wunde entdeckt. Zurück im Dorf setzte die 17-Jährige den Gefiederten ins Hasengehege, rief erst ihre Tierärztin an und versuchte es dann im Naturschutzzentrum Krugpark, doch das hatte bereits geschlossen. „Wir haben ihn mit Fleisch gefüttert und ihm aus Blättern und Stöckern einen Horst gebaut“, erzählt die Enkelin des ehemaligen Försters Bertram Hönicke. Mit ihrem Opa habe sie bereits kleinere Vögel, Störche, Schwan und sogar ein Rehkitz großgezogen. Dass es ein Greifvogel war, wusste sie. Dass es sich um einen geschützten Roten Milan handelt, stellte man im Krugpark fest.

Dorthin hatten ihre Nachbarn Uta und Karl-Heinz Erler, die in Brandenburg arbeiten, den gefiederten Gast am nächsten Morgen gebracht. Im Naturschutzzentrum, dass schon zwei Artgenossen beherbergt, wird der Viesener Rotmilan aufgepäppelt. Zur Beobachtung befindet er sich in Quarantäne. Ernsthaft verletzt sei er nicht. Sobald er wieder zu Kräften gekommen ist und alleine fressen kann, soll er ausgewildert werden.

Von Claudia Nack

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