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Potsdam-Mittelmark Entwurf für neuen Spielplatz liegt vor
Lokales Potsdam-Mittelmark Entwurf für neuen Spielplatz liegt vor
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18:06 15.09.2017
Aus den Ideen von Kindern, Jugendlichen und Eltern in Seddin hat Landschaftsarchitekt Ulrich Grünmüller einen Plan für den neuen Spielplatz erarbeitet. Quelle: Ulrich Grünmüller
Seddin

Die Ideen zur Gestaltung des geplanten Spiel- und Bolzplatzes an der Stückener Straße in Seddin, die Kinder, Jugendliche und Eltern Anfang Juli in einem Workshop im Dorv-Zentrum Seddin zusammengetragen hatten, hat Landschaftsarchitekt Ulrich Grünmüller jetzt in einem Planentwurf verarbeitet. Diesen Entwurf will der Diplomingenieur in einem zweiten Workshop am 23. September erneut mit den Familien, aber auch mit den Anwohnern diskutieren. Der Ortsbeirat Seddin schaute sich den Plan in seiner jüngsten Sitzung am Donnerstag schon mal genauer an.

Den Platz sollten möglichst viele Altersgruppen nutzen können, hieß es im Juli. Darum unterteilte Grünmüller die Fläche in drei große Bereiche. Der Spielplatz soll über ein kleines Pendeltor erreichbar sein, neben dem eine größere Einfahrt für die Wartungsfahrzeuge der Gemeinde eingerichtet wird. Im vorderen Teil schlägt der Architekt einen Sandspiel- und Matschebereich für die Jüngsten vor. In der Mitte würde er Spiel- und Klettermöglichkeiten für Sechs- bis Zwölfjährige anlegen und den von den Jugendlichen ersehnten Bolzplatz aus Lärmschutzgründen in den hinteren Teil des Areals verlegen. Zur Geräuschminderung soll statt des klassischen Ballschutzzaunes ein etwa vier Meter hohes Netz um den Bolzplatz gespannt werden, rät Grünmüller.

Um den Spiel- und Bolzplatz für die Kinder und Jugendlichen interessanter zu machen, will der Planer das Gelände leicht modellieren. Neue Erde muss dazu nicht herangefahren werden, sagt Grünmüller. Der vorhandene Boden würde nur unterschiedlich neu verteilt. Ein kleiner Hügel an der Stückener Straße würde nicht nur den Platz ein wenig von ihr abschotten, sondern könnte in einem schneebedeckten Winter auch ein kleiner Rodelberg für die Jüngsten sein. Zwischen den Kinderbereichen ist der von den Eltern gewünschte Pavillon vorgesehen, an dem sie sich treffen können. Die Teenager haben auf ihrem Bolzplatz ihren eigenen Treffpunkt mit einem Dach darüber.

Unter der Kletterpyramide, dem Baumhaus, den Rutschen, der Nestschaukel und den anderen Spielgeräten sollen Holzschitzel als Fallschutz für Kinder ausgelegt werden, falls doch mal ein Schritt daneben geht. Die Wege des Platzes könnten mit farblich unterschiedlichen Steinen gepflastert und mit Markierungen für Hüpfspiele versehen werden, meint der Architekt. An eine Seite des Platzes hat Grünmüller die Maxischaukel angeordnet. Durch das unterschiedliche Geländegefälle kann er auch den Wunsch nach einer Seilbahn erfüllen. „Damit können die Kinder vom Eingang aus gleich ins Vergnügen sausen.“

Grünmüllers Begeisterung teilen einige Anwohner allerdings nicht. Sie haben nichts gegen den Spielplatz, sagen sie, befürchten aber eine Lärmbelastung vor allem durch das Rauschen der Seilbahn. Ihre Ängste begründen die Anlieger mit Erfahrungen oder Berichten von der Badestelle im Ort, an der es am Abend wohl häufiger laut zugehe. Seddiner Sees Bürgermeister Axel Zinke (parteilos) versichert, dass ein Schild am Spielplatz die Nutzungszeit konkret vorschreiben wird, die nicht über 20 Uhr hinaus gehen soll.

Unbedingt geklärt werden muss auch die Verkehrssituation in der Stückener Straße. Obwohl mit einem Tempolimit von 30 km/h ausgewiesen, wird die Straße häufig mit Geschwindigkeiten von mehr als 70 km/h durchfahren, berichten die Anwohner.

Bolzplatz mit Basketballkorb und Tennisspielfeld

Der Spiel- und Bolzplatz hat eine Größe von insgesamt 2500 Quadratmeter.

Die Seilbahn soll eine Länge von 30 Metern haben.

Für den Bolzplatz ist eine Fläche von 15 mal 25 Meter vorgesehen. Er soll mit einem Kunststoffbelag ausgelegt werden. Außerdem ist mit einem Basketballkorb und einem Feld für Softball oder Tennis eine multifunktionale Nutzung möglich.

Eine kleine Arena mit einer Höhe von 35 Zentimeter und einer Breite von
50 Zentimeter könnte als kleine Manege oder Bühne dienen.

Die Folgekosten für die Wartung des Spiel- und Bolzplatzes sowie für die jährliche Überprüfung der Spielgeräte seien verkraftbar, versichert Bürgermeister Axel Zinke (parteilos).

Von Heinz Helwig

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