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Er ist ein Gärtner aus Leidenschaft

Bad Belzig Er ist ein Gärtner aus Leidenschaft

Udo Franke aus Lütte ist leidenschaftlicher Gärtner. Nicht nur, dass er in einer Gärtnerei arbeitet oder aber sein eigenes Idyll rund um das Eigenheim pflegt – seit knapp vier Wochen steht er auch an der Spitze des Bad Belziger Kleingartenvereins „Erholung“. Dabei ist er eigentlich ein Neuling in dem grünen Kleinod. Nur eines verleidet ihm die Gärtnerlust.

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Udo Franke ist Gärtner aus Leidenschaft. Beim Kleingartenverein „Erholung“ in Bad Belzig hat er jetzt die Führung inne.

Quelle: Christiane Sommer

Bad Belzig. Udo Franke aus Lütte steht seit knapp vier Wochen an der Spitze des Bad Belziger Kleingartenvereins „Erholung“. Er ist damit ein Neuling mit großer Verantwortung. Denn er selbst hat seinen Garten erst im vorigen November übernommen.

Sein Vorgänger, Helmut Lipsdorf, hat den Staffelstab aus gesundheitlichen Gründen an den 60-Jährigen abgegeben. Ganz unbekannt war Udo Franke allerdings nicht. „Ich bin bereits zwei Jahre mit Helmut Lipsdorf mitgelaufen. Das heißt, ich kenne die Anlage sehr gut und bin in die Aufgaben eingearbeitet“, sagt er.

178 Gärten als grüne Lunge

Udo Franke sieht den Verein mit insgesamt 178 Gärten als „grüne Lunge“ der Stadt. Doch noch verleidet ihm die Bürokratie etwas die Gärtnerlust. „Aber der Papierkram gehört dazu. Dass es so viel ist, habe ich jedoch nicht gedacht“, gesteht der 60-Jährige. Er ist vom Fach. Seinen Lebensunterhalt verdient er in einer Gärtnerei und daheim in Lütte beackert er eine Eigenheimparzelle. Seine Gartenlust war damit noch immer nicht voll befriedigt. Deshalb erfüllte er sich nun den Traum vom Kleingarten.

Lieblingsblumen hat der Mann mit den grünen Daumen nicht, aber Lieblingsgemüse. Ohne lange zu überlegen, nennt er Tomaten und Gurken. „Geschmort oder im Salat“, ergänzt Franke, der gelegentlich auch gern im Kochtopf rührt.

Gurken hat er natürlich längst gepflanzt. Auch Kartoffeln und Zwiebeln sind in der Erde, Möhren und Radieschen gesät. Dennoch legt sich Franke noch nicht einfach in den Liegestuhl. „Der Garten muss noch fit gemacht werden. Hier wurde über Jahre nicht mehr umgegraben“, sagt Franke und greift zum Spaten.

Bienenvolk in der Anlage

Der Neue an der Spitze der Sparte hat bereits für Neuerungen gesorgt. Er ist seit fünf Jahren Hobbyimker und hat ein Bienenvolk neben seiner Laube postiert. „Wegen der Kirsch- und Apfelblüte“, sagt er. Den Umgang mit den Honigsammlern kennt er aus Kindertagen. Schließlich hatte schon sein Großvater Bienen.

Außerdem hat Franke eine Sprechzeit eingeführt. Damit möchte er Kleingärtnern und solchen, die es werden wollen, unnötige Wege ersparen. „Ich bin jeden Freitag von 16 bis 19 Uhr in meinem Garten ansprechbar“, sagt der Vereinschef. Demnächst sollen einen Brief- und einen Schaukasten an seinem Tor stehen. Angehende Kleingärtner könnten dort erfahren, ob und wo ein Garten frei ist. „Aktuell gibt es eine Warteliste von fünf Interessierten“, sagt Udo Franke.

Von Christiane Sommer

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