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Erbbegräbnis im Wiesenburger Park eingeweiht

Gartendenkmal Erbbegräbnis im Wiesenburger Park eingeweiht

Im Wiesenburger Park gilt es das nach 70 Jahren er Vernachlässigung restaurierte Erbbegräbnis zu entdecken. Am Sonntag Vormittag ist es von zahlreichen fleißigen Helfern bepflanzt und dann würde voll eingeweiht worden. Einige Fragen aus der Historie und zur Zukunft bleiben indes vorerst ungeklärt.

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Pflanzeinsatz am Erbbegräbnis im Wiesenburger Park.

Quelle: Dirk Fröhlich

Wiesenburg. Es ist geschafft: Mehr als 1000 Efeupflanzen, hunderte Immergrün und Rhododendren, sowie zahlreiche Stauden und Blumenzwiebeln sind bei einer Pflanzaktion am Sonntag Vormittag in die Erde gebracht worden. Knapp 50 Helfer hatte der Parkförderverein mobilisiert, um die Restaurierung des Erbbegräbnisses im Forst des Gartendenkmals _ nahe der Grundschule „Am Schlosspark“ _ endgültig abschließen zu können. Sodann steuerten bereits zahlreiche Spaziergänger die wieder hergestellte Ruhestätte an und nahmen sie im Licht der Herbstsonne in Augenschein

Erinnerungen statt Dokumenten

1881 war Curt Friedrich von Watzdorf, der einst den Wiesenburger Park begründet hat, dort bestattet worden. Weil er Selbstmord beging, war für ihn damals kein Platz auf dem Friedhof. Schwester Elisabeth (1921) und Neffe Alexander von Fürstenstein (1930) wurden später daneben bestattet. Doch dann war die Gruft war mehr oder weniger in Vergessenheit geraten, weshalb sich mangels Fotos und anderer Dokumente die Recherche zum Aussehen des Kleinods als eine besondere Herausforderung darstellte. Immerhin eine Hand voll Zeitzeugen konnten Ulrich Jarke bei der Recherche zur Gestaltung behilflich sein. Ungelöst bleibt aber laut Aussage des Parkleiters nach wie vor das Rätsel zum Kindergrab, das erst jüngst bei Pflegearbeiten entdeckt worden war. Folglich markiert eine trennende Staudenreihe den Bruch zur Geschichte des Ortes, erklärte Julia Baumgarten. Sie hatte die Federführung bei der gärtnerischen Gestaltung.

Erlös aus Schlossparknächten investiert

Schlicht im Sinne des Schöpfers, aber genau. Das honoriert nicht zuletzt Thomas Drachenberg. Der gerade in den Ruhestand gewechselte langjährige Landeskonservator war zum Einweihungszeremoniell, das nach dem Arbeitseinsatz stattfand, gekommen. Pfarrer Stephan Schönfeld trug passende Worte zu Leben und Tod bei. Indes würdigte Hartmut König als stellvertretender Bürgermeister das Engagement des Parkfördervereins. Denn neben einigen Spenden waren es vor allem seine Erträge aus der alle zwei Jahre hauptsächlich im Ehrenamt veranstalteten Schlossparknacht, die investiert werden konnten. Insgesamt 30 000 Euro hat die Realisierung des Vorhabens gekostet, die von der Kommune nicht hätten bereit gestellt werden können. In deren Verantwortung liegt freilich die Pflege, wobei laut Parkleiter der Aufwand langfristig überschaubar sein sollte.

Besonderer Blickfang ist obendrein der 55 Meter lange Zaun. Die Wertschätzung geht immerhin so weit, dass die im Hohen Fläming zumindest seltene Eigentumsmarkierung mit künstlicher DNA angewendet wird. Angebracht an mehr als 300 Punkten soll dank dem Mittel „Mikrodust“ das schmiedeeiserne Werk für Metallhändler oder Ermittler identifizierbar sein, wenn es gestohlen und als Hehlerware angeboten werden sollte.

Von René Gaffron

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