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Erinnerung an Belaid Baylal wird wach gehalten

Bad Belzig Erinnerung an Belaid Baylal wird wach gehalten

Einmal mehr wird die Erinnerung an Belaid Baylal wach gehalten. Er war vor 16 Jahren den Spätfolgen eines rassistischen Übergriffs in Bad Belzig erlegen. Doch muss bedarf der Ehrenhain dringend mehr Pflege. Ein Anfang ist gemacht. noch in diesem Monat geht es weiter.

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Benjamin Stamer mit den Unterlagen für die Umgestaltung des Ehrenhains am Gedenkstein für Belaid Bylal.

Quelle: René Gaffron

Bad Belzig. Die Umgestaltung des Ehrenhains vor der ehemaligen Post in der Lübnitzer Straße soll noch in diesem Monat beginnen. Das hat Benjamin Stamer angekündigt. Wie der Mitarbeiter des Forums gegen Gewalt und Rechtsextremismus e. V. in der Kur- und Kreisstadt einräumte, sei seit der Willensbekundung dazu vor Jahresfrist augenscheinlich noch nicht viel passiert. „Doch es geht um Natur- und Denkmalschutzfragen – da müssen einige Behörden beteiligt werden, was wir wohl etwas unterschätzt haben“, sagt er.

Anlass war das alljährliche Gedenken an Belaid Baylal. Knapp 20 Teilnehmer, darunter Bürgermeisterin Hannelore Klabunde-Quast (parteilos), hatten sich zu der Veranstaltung am Donnerstagabend eingefunden. Damit wurde es in der zwischen den Hecken der Anlage schon sehr eng.

Der Asylbewerber aus Afrika war in den 90er-Jahren bei einem rassistischen Übergriff von Einheimischen l schwer verletzt worden. Am 3. November 2000 ist er im Krankenhaus Bad Belzig den Spätfolgen erlegen. „Er war als Mitglied von Gewerkschaft und Sozialistischer Partei bereits in seiner Heimat verfolgt, wurde für seine journalistische Arbeit ohne Prozess inhaftiert und gefoltert; fand aber auch nach der Flucht nicht seinen Frieden“, erinnerte Benjamin Stamer an das Leben des Marokkaners. Dass die Geflüchteten heutzutage ebenfalls nicht auf uneingeschränkte Sicherheit in Deutschland und Bad Belzig hoffen könnten, stimme ihn traurig.

„Die Toten mahnen noch immer“ steht deshalb auf dem Gedenkstein für Belaid Baylal. gegenüber dem Mahnmal für die Opfer des Faschismus. Die Inschrift ist von Künstler Karl Späth aus Luckenwalde immerhin vor wenigen Tagen schon einmal gereinigt worden. Nunmehr stehen umfassendere gärtnerische und bauliche Eingriffe an, ehe sich der Verein dann die regelmäßige Pflege kümmern wird. Das ist so vor Jahresfrist von den Stadtvätern so entschieden worden.

Noch offen ist indes bislang, ob das Areal auf lange Sicht dem Vereinsvorschlag folgend in „Bellaid-Baylal-Platz“ umbenannt werden könnte.

Von René Gaffron

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