Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -1 ° heiter

Navigation:
Erinnerung mit Bildern, Texten und Gesang

Lauche-Ausstellung Wiesenburg Erinnerung mit Bildern, Texten und Gesang

Zur Finissage der Walter-Lauche-Ausstellung in der Wiesenburger Kunsthalle gaben seine drei Kinder am Samstag auch Einblicke in das literarische Schaffen ihres Vater. Immer wieder ehren die Nachkommen des 2010 verstorbenen Malers aus Rietz bei Treuenbrietzen das Andenken an ihn mit Ausstellungen und Lesungen.

Voriger Artikel
Michael Grubert bleibt Bürgermeister
Nächster Artikel
Reetz: Lichterglanz im dritten Anlauf

Jakob und Magdalena Lauche sowie Cosima Hankel (von links) lesen aus Werken ihres Vaters Walter Lauche.

Quelle: René Gaffron

Wiesenburg/Rietz. Walter Lauche hat mal dem japanischen Kaiser geschrieben. Anlass war ein Zeitungsbericht darüber, dass ein Konzern aus dem Reich viel Geld ausgegeben hätte, um einen teures van-Gogh-Gemälde zu ersteigern. Präventiv sollte seine Exzellenz eine oder ein paar wenige Millionen Euro gleich überweisen, um nicht womöglich später für die Werke des Malerpoeten aus Rietz (bei Treuenbrietzen) teuer bezahlen zu müssen. Zumindest jene, die ihn kennen gelernt haben, ahnen, wie sehr der Autor beim Verfassen der Zeilen gelächelt haben mag. Ob sich ihre Hoheit amüsiert hat, ist nicht überliefert. Der Brief bleibt zeitlose Unterhaltungskunst.

Er durfte also bei der Lesung aus dem Buch „Man kann im Leben gar nicht genug verpassen“ nicht fehlen. Unter anderem mit Geschichten und Gedichten daraus warteten die Kinder – Jakob Lauche, Magdalena Lauche und Cosima Hankel – zum Abschluss einer gut besuchten Ausstellung in der Wiesenburger Kunsthalle auf und inspirierten ein 60köpfiges Publikum. Außerdem gab es dank der Dokumentation „Einfach malen“ (1993) und ein Interview von 2001 präsentiert, die Hans-Dieter Rutsch aus Grabow gemacht hat, quasi ein Wiedersehen mit dem herzlichen Heimatmaler und -dichter, der zudem sangesfreudig war.

An die 400 Bilder hinterlassen

Gleichwohl der in Szene gesetzte Künstler 2010 verstorben ist, will der befreundet Filmemacher aus Grabow das Porträt ergänzen. Etwa durch Gespräche mit Leuten, die eine Bild von Walter Lauche ihr Eigen nennen. Kunstliebhaber durchaus; mitunter Handwerksmeister, deren Rechnung sonst wohl offen geblieben wäre.
Der Rietzer indes war fleißig. Allein 400 Ölbilder stehen noch im Atelier. Ein Potsdamer Verein unterstützt die Familie beim Umgang mit dem Nachlass. So sind für die erste Einzel-Ausstellung der Interessengemeinschaft „Kunst-Perle Fläming“, die er einst mitgründete, besonders große Formate ausgewählt worden. Ohnehin ist mit dem Relief am Eingang der Grundschule „Am Schlosspark“ bereits eine dauerhafte Verewigung gelungen.

Dabei soll es nicht bleiben, wenn es nach Wolfgang Becker geht. Er hielt einmal mehr die Fäden in der Hand, damit die Veranstaltung zum Ausklang der Reihe „Kunstsommers im Hohen Fläming“ gelingen konnte. Mehr denn je schmieden er und Mitstreiter schon Pläne für die Aktivitäten an dem prominenten Platz in der „Perle des Flämings“. „Eine Ausstellung mit grafischen Arbeiten von Walter Lauche wäre lohnenswert“, sagt Enthusiast.

Von René Gaffron

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam-Mittelmark

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg