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Erinnerungen an die Zeit zu zweit

Wiesenburg Erinnerungen an die Zeit zu zweit

Hier eine Schleife, dort eine Spitze: Perfektion ist Andrea Knütter wichtig, wenn es um die Gestaltung eines Babybauch-Abdruckes geht. Zwischenzeitlich hat die 35-Jährige aus ihrer anfänglichen Leidenschaft einen Broterwerb gemacht. Ihr Kundschaft besteht aber nicht nur aus werdenden Müttern.

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Andrea Knütter mit ihrem eigenen Erinnerungsbauch.

Quelle: Christiane Sommer

Wiesenburg. Hier eine Schleife, dort eine Spitze: Perfektion ist Andrea Knütter wichtig, wenn es um die Gestaltung eines Babybauch-Abdruckes geht. Zwischenzeitlich hat die 35-Jährige aus ihrer anfänglichen Leidenschaft einen Broterwerb gemacht. „Es begann während meiner ersten Schwangerschaft, als mir meine Hebamme einen Abdruck von meinem Babybauch anfertigte“, erinnert sich die gelernte Einzelhandelskauffrau.

Die Freude über das Erinnerungsstück aus Gips war groß. Irgendwann fand es jedoch den Weg auf den Schrank. Weil es, so gern die junge Mutter es auch immer wieder ansah, keine Aufhängungsmöglichkeit hatte. Als Andrea Knütter zum zweiten Mal schwanger wurde, fertigte sie allein einen Abdruck von ihrem Bauch an. „Als der fertig war, habe ich beide nebeneinander gelegt. Dabei musste ich feststellen, dass der erste Bauch irgendwie nicht mehr so schön aussah und auch etwas instabil geworden war.“

Handwerk immer mehr vervollkommnet

Knütter wurde neugierig: Wie konnten die Gipsrohlinge haltbarer gemacht werden? Im Internet fand die junge Mutter schließlich Gleichgesinnte und genau die Ideen, nach denen sie suchte. Folglich wurden die Babybäuche von Sohn Jonas und Tochter Josie zu Versuchsobjekten, aus denen später die Idee der Selbstständigkeit entsprang. Mit speziellen Gipsbinden und Gipsmassen machte sich die junge Mutter daran, die Abdrücke zu verstärken um sie später schleifen und verzieren zu können. Mittlerweile hat die Wiesenburgerin ihr ungewöhnliches Handwerk immer weiter vervollkommnet – und natürlich hat jeder Abdruck eine kleine Aufhängungsmöglichkeit, die das Erinnerungsstück vor dem Verstauben auf dem Schrank bewahren soll.

Nachwuchs wächst, Abdruck bleibt

Der Kreativität bei der Gestaltung der Abdrücke sind nach Aussage von Andrea Knütter keine Grenzen gesetzt. Sie erzählt von Müttern, die sich ein Ultraschallbild ihres Ungeborenen auf den Gipsabdruck zaubern lassen und von solchen, die ihn lieber bemalt und mit Schleifen gestylt wünschen. Andere kommen zu ihr, und lassen nur den Abdruck vom Bauch nehmen und ihn bearbeiten. „Wer will, kann ihn natürlich auch so mit nach Hause nehmen und allein verzieren“, sagt die Unternehmerin. Nach ihrer Einschätzung liegt der ideale Zeitpunkt für das Erinnerungsstück an die Zeit zu zweit zwischen der 34. und 36. Schwangerschaftswoche. Mit einem speziellen Schutzlack versehen, der vor Vergilbung, Staub und Feuchtigkeit schützt, kann der Babybauch-Abdruck alt werden – während der Nachwuchs heranwächst.

Die Kundschaft von Andrea Knütter besteht jedoch nicht nur aus werdenden Müttern. Neben den Babybauch-Abdrücken fertigt sie auch 3D-Abdrücke von Händen und Füßen jeden Alters sowie von Vierbeinerpfoten.

Von Christiane Sommer

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