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Potsdam-Mittelmark Letzte Sandpiste im Viertel verschwunden
Lokales Potsdam-Mittelmark Letzte Sandpiste im Viertel verschwunden
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17:07 09.08.2015
Bürgermeister Michael Grubert (rechts) stößt mit Wohnstiftsleiter Bernhard Benne und Bewohnerin Marianne Schmidt (v. l.) auf den neu ausgebauten Erlenweg an. Quelle: Heinz Helwig
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Kleinmachnow

Es kommt wohl nicht allzu oft vor, dass Geschäftsführer Rainer Beschorner ein Dankschreiben von Anwohnern erhält, wenn sein Bauunternehmen, die Beschorner und Otto Tiefbau GmbH in Brandenburg an der Havel, in einer Kommune eine Straße erneuert hat. Die Bewohner des Wohnstiftes Augustinum in Kleinmachnow sind froh, im Erlenweg endlich nicht mehr auf der holprigen Sandpiste über den eigenen Rollator zu stolpern oder bei Regen und Matsch fast in einer Schlammwüste zu versinken. Jetzt erleichtert den Senioren Kleinfeldpflaster in der einen und ein Asphaltbelag in der anderen Richtung den Weg zum Einkaufsmarkt oder einfach nur den Spaziergang zur Erholung. Nur wegen der parkenden Autos machen sich die alten Leutchen noch Sorgen, weil sie befürchten, dass das Müllfahrzeug oder der Krankenwagen nicht mehr durchkommen. Kleinmachnows Bürgermeister Michael Grubert (SPD) will prüfen, ob für eine Straßenseite ein Halteverbot ausgesprochen werden kann.

Knapp eine halbe Million Euro hat die Gemeinde für die 263 Meter Erlenweg bezahlt, die der letzte unbefestigte Abschnitt in der sogenannten Villenkolonie von Kleinmachnow waren. „Die Straße musste einfach gut werden, schließlich wurde sie unter den Augen eines früheren Innenministers gebaut“, scherzte Grubert in Anspielung auf Jörg Schönbohm (CDU), der nur wenige Meter vom Augustinum entfernt wohnt. Schönbohm und dessen Frau nickten anerkennend und beglückwünschten die Gemeinde und die Bauleute zu ihrem Projekt.

Wenn es nun noch gelingt, die Gemeindevertreter für einen Ausbau des restlichen Abschnittes der Straße Am Bannwald zu gewinnen, könnte im nächsten Jahr auch die letzte unbefestigte Straße in ganz Kleinmachnow verschwinden, sagt Grubert. Außerdem will die Gemeinde 2016 auch den zweiten Gehweg in der Käthe-Kollwitz-Straße, die vom Puschkinplatz am Zehlendorfer Damm direkt zum Wohnstift Augustinum führt, mit Kleinpflaster oder Platten auslegen lassen. Die Senioren würden sich darüber sehr freuen.

Mit den neu entstandenen Wohngebieten in der Gemeinde sind in den vergangenen 25 Jahren bis zu 50 Straßen neu gebaut worden, erklärt der Bürgermeister. Von den nach der Wende sofort sanierten Straßen müssen einige inzwischen schon wieder dringend repariert werden. So ist der Kreuzungsbereich Zehlendorfer-/Thomas-Müntzer-Damm/Meiereifeld bis zum 20. August voll gesperrt, weil der Landesbetrieb Straßenwesen die Fahrbahndecke und der Zweckverband das Trinkwassernetz erneuern müssen.

Diskussionen um einen Straßenausbau habe es in der Gemeinde nie gegeben, meint Grubert. „Kleinmachnow hat eine hohe Mobilität. Da sind die Menschen froh, wenn ihre Straße in Ordnung ist.“ In den Einwohnerversammlungen zu Straßenbaumaßnahmen sei es immer vordergründig um den Erhalt von Bäumen oder um Neuanpflanzungen gegangen.

Darum will die Gemeinde ihren Bürgern im nächsten Jahr Baumpatenschaften mit Zertifikat anbieten. Grubert ist optimistisch, dass viele Kleinmachnower das Grün vor ihrem Haus auch selbst pflegen wollen.

Von Heinz Helwig

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