Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 5 ° Sprühregen

Navigation:
Ermittlungen in Lüsse laufen auf Hochtouren

Nach tödlichem Flugunglück Ermittlungen in Lüsse laufen auf Hochtouren

Nach dem Flugunglück am Dienstag in Lüsse (Potsdam-Mittelmark) haben die Kriminalpolizei und die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung die Ermittlungen aufgenommen. Sie versuchen, das tragische Unglück zu rekonstruieren und mögliche Ursachen für den Absturz zu identifizieren. Die Pilotin hatte dabei ihr Leben verloren.

Voriger Artikel
Angeblich zu teuer: Kein Wlan für Flüchtlinge
Nächster Artikel
Hunderte Schwalben fliegen auf Wenzlow

Experten von Kripo und der zuständigen Bundesbehörde haben die Ermittlungen aufgenommen.

Quelle: Julian Stähle

Lüsse. Am Unglücksort in Lüsse laufen die Untersuchungen. Dienstagmittag stürzte hier ein Segelflugzeug beim Start ab. Die 59 Jahre alte Pilotin, eine Frau aus Schleswig-Holstein, starb bei dem Unglück.

Die Ermittlungen werden nun von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) und der Kriminalpolizei geführt. „Wir haben ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet“, bestätigt Polizeisprecherin Jana Birnbaum. Die Staatsanwaltschaft müsse nun über eine Obduktion des Leichnams der Pilotin entscheiden. „Die Experten in diesem Fall sind die Gutachter der Bundesstelle“, betont Birnbaum.

Ermittler am Dienstag eingetroffen

Dort heißt es, es sei „viel zu früh, um etwas zu sagen.“ Ein Beauftragter der BFU ist am Dienstag in Lüsse eingetroffen. Die Mitarbeiter der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung sind flugaffine Privatpersonen mit einer speziellen Ausbildung, sie nehmen bei Unglücken im zivilen Flugverkehr die ersten Untersuchungen vor. „Der Beauftragte vor Ort steht in Kontakt mit Polizei und Staatsanwaltschaft“, erklärt BFU-Sprecher Germout Freitag. „Er ist bei einer Obduktion dabei, befragt Augenzeugen und nimmt eine Wracklagervermessung vor.“

Die genaue Begutachtung der Wrackteile ist wichtig, durch sie können eventuell Rückschlüsse auf den Hergang des Absturzes gezogen werden. Auch eine Obduktion kann wertvolle Hinweise auf die Unglücksursache liefern. „Für uns ist wichtig, ob etwa Alkohol oder Drogen im Spiel waren“, sagt Germoud Freitag. Doch auch ein Herzinfarkt oder Schlaganfall eines Piloten könne dadurch erkannt werden.

Erster Bericht erst in sechs bis acht Wochen

Die Untersuchungen der BFU wurden am Mittwoch fortgesetzt, wahrscheinlich werden sie auch am Donnerstag noch andauern. Mit Ergebnissen ist jedoch vorerst nicht zu rechnen. „Ein erster Zwischenbericht wird in sechs bis acht Wochen erscheinen“, sagt BFU-Mann Freitag.

In den Bericht werden auch Gutachten über das Wetter zum Zeitpunkt des Fluges mit einfließen, zudem ärztliche Schreiben über den Gesundheitszustand der verunglückten Pilotin und ihre Fluglizenzen. Bis zum endgültigen Abschlussbericht der BFU könne, so Freitag, durchaus ein Jahr vergehen.

Bürgermeisterin: „sehr traurig“

In Bad Belzig ist derweil die Betroffenheit über das Unglück groß. „Das Segelfliegen ist eine so wunderbare Freizeitgestaltung“, sagt Bürgermeisterin Hannelore Klabunde-Quast (parteilos). „Umso schlimmer muss es für die Familie der Pilotin sein. Es tut mir sehr leid.“

Klabunde Quast hofft, dass die vielen Freizeitsportler, die das Unglück mit ansehen mussten, das Erlebte mit Hilfe der Notfallseelsorger verarbeiten können. „Ich bin in den frühen Jahren des Flugplatzes sehr oft selbst mitgeflogen. Ich habe mich immer sehr sicher gefühlt“, sagte die Bürgermeisterin. Sie stammt aus Lüsse und hatte den Flugplatz einst mit aufgebaut.

Von Saskia Kirf

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam-Mittelmark

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg