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Erneut Schafe bei Belzig gerissen

Werbig (Bad Belzig) Erneut Schafe bei Belzig gerissen

Eine böse Überraschung erwartete Familie Leisker am Mittwochmorgen auf ihrer Schafweide am Ortsrand von Werbig. Wölfe, die wahrscheinlich in der Region ansässig sind, hatten drei ihrer 14 Schafe gerissen. Die Familie überlegt nun, die Schafhaltung nach fast 20 Jahren aufzugeben.

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Quelle: dpa

Werbig.  In der Nacht zu Mittwoch ereignete sich offenbar erneut ein Wolfsangriff nahe Belzig. Drei Schafe sollen auf einer Weide am Ortsrand von Werbig gerissen worden sein. Ihre Familie halte Mutterschafe und deren Nachzucht seit fast 20 Jahren, erklärte die Betroffene Jeanette Leisker. „Wir sind keine Wolfsgegner“, betonte sie. Die Schafe seien in den vergangenen Jahren fast das ganze Jahr auf der Weide gehalten worden, ohne dass es einen Wolfsangriff gegeben hatte.

Nun überlegt die Werbiger Familie, die Schafhaltung einzustellen. Mit ihrem kleinen Betrieb hatte sie zur Bereicherung des ländlichen Raumes beitragen wollen. Nun wollen sie „überlegen, ob Schafhaltung hier, auch mit empfohlenen Schutzmaßnahmen, überhaupt noch möglich ist“, erklärte Leisker. Die ursprünglich insgesamt zehn Mutter- und vier Jungschafe waren vorschriftsmäßig mit einem Zaun von 1,10 Metern Höhe und mit einer Spannung von 4000 Volt geschützt.

Dass es sich bei dem Vorfall um einen Wolfsangriff gehandelt haben muss, hat der Familie ein Wolfsbeauftragter bestätigt, der das „Rudel Görzke“ hinter den Rissen vermutet. Er habe einen Kehlbiss bei den Schafen festgestellt. Auch die arttypische Stellung der Zähne des Raubtiers würden für den Wolf sprechen.

Der Experte nahm zusätzlich Speichelproben, die genaue Erkenntnisse bringen sollen. Zuletzt waren Wölfe in Leibsch (Unterspreewald) für mehrere tote Kälber verantwortlich gemacht werden – eine verfrühte Fehlinterpretation, wie sich durch ein Gutachten der Landesumweltbehörde im Nachhinein herausstellte.

Von Victoria Barnack

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