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Potsdam-Mittelmark Erntezeit für Apfelpaten
Lokales Potsdam-Mittelmark Erntezeit für Apfelpaten
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00:37 03.09.2015
Jürgen Deutscher versorgt in Werders Innenstadt die Käufer mit Vitamine aus der Region. Quelle: Greiner
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Werder

Die großen Pflaumen lachen einen an, die gelben Birnen und roten Äpfel sehen lecker aus, die Pfirsiche nicht weniger. Die Kunden kaufen am Stand von Obstbauer Jürgen Deutscher in Werder auf dem Markt Unter den Linden tüchtig ein. „Und meinem Enkel in Berlin möchte ich eine Apfelbaum-Patenschaft schenken“, sagt eine Kundin aus Berlin. Ihren Namen will sie nicht verraten, denn es soll eine Überraschung sein.

80 Apfelbäume auf der Plantage von Jürgen Deutscher sind bereits an Paten vergeben, tragen seit dem Baumblütenfest den Namen der jeweiligen Paten. Auch wenn die Apfelernte in diesem Jahr auf Deutschers Plantagen nicht so rosig ausfällt, will er bei der eigenen Vermarktung an den Ständen in Hennigsdorf, Hohen Neuerdorf, Velten und Werder keine Abstriche zulassen. „Die Patenschaft für einen Apfelbaum inklusive Urkunde und Ernte ist ein beliebtes Geschenk für den Enkel, zur Hochzeit oder zum Weihnachtsfest“, sagt Deutscher. Er bietet die Patenschaft seit 2007 an und hat seine Initiative nie bereut. Die Paten aus Berlin, Bremen und vielen anderen Orten Deutschlands wollen ihren Baum natürlich sehen und seine Früchte ernten. „Dabei lernen sie das Anbaugebiet, die Obstgärtner und die heimischen Früchte kennen, vor allem Städter genießen das“, sagt Deutscher. Wenn ein Pate seinen Baum mal nicht abernten kann, wird im Obsthof Deutscher ein Paket mit den Äpfeln gepackt und zum Mieter auf die Reise geschickt.

Wer keine Patenschaft wünscht, ist zur Selbstpflücke von Äpfeln, Birnen und Pflaumen eingeladen. „Ab 5. September geht es los bis zum 25.Oktober an den Wochenenden jeweils von 10 bis 17 Uhr im Kleinen Bruchweg am Obstpanoramaweg“, sagt Jürgen Deutscher, ein echter Werderscher und immer mit dem Obstbau verbunden. „Doch der Rückgang der Betriebe und der Anbauflächen in Werder und in Deutschland überhaupt macht mir Sorge, aber der Trend ist wohl nicht mehr aufzuhalten“, beklagt sich 59-Jährige, der den Obsthof mit seiner Frau führt. Er liebt seine Bäume, feiert gerne mit den Gästen das Blütenfest in seinem Garten und plauscht locker vom Hocker mit seinen Kunden am Marktstand. Die meisten sind Stammkunden, darunter seine ehemaligen Lehrer. Tochter Susanne hat erst Bauzeichner gelernt und ist dann doch Gärtnerin geworden. Der Sohn der Familie arbeitet im Hotelgewerbe. „Er würde gerne wiederkommen, aber das Gehalt im Westen ist noch immer nicht mit dem Osten vergleichbar“, sagt Deutscher. Neue Bäume will er nicht mehr pflanzen. „Nicht wenige Kunden verlangen sogar die alten Sorten.“ Und obwohl die Apfelernte dieses Jahr nicht üppig ausfällt, lässt Jürgen Deutscher das Erntefest am 20. September nicht ausfallen.

Von Regine Greiner

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