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Erst Löschbootrennen, dann Barkasziehen

Groß Marzehns Erst Löschbootrennen, dann Barkasziehen

Sieben Mannschaften haben sich beim Groß Marzehnser Dorffest im Modernern Zweikampf gemessen. Er besteht aus dem Löschbootrennen auf dem Teich und dem Barkasziehen am Ufer. Als wäre das nicht anstrengend genug, hat sich Organisator Mirko Jacob noch eine Herausforderung ausgedacht.

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Die heimischen Frauen Löschbootrennen auf dem Groß Marzehnser Teich.

Quelle: Stefan Specht

Groß Marzehns. Laute Anfeuerungsrufe und Paddelschläge, die ins Wasser knallen, waren am Wochenende am Ufer des Dorfteiches zu hören. Beim Dorffest fand in diesem Jahr als einer der Höhepunkte ein Löschbootrennen statt. Dieser Wettkampf wechselt sich jährlich mit einem Treckertreffen ab.

An den Start gingen Mannschaften aus Grabow, Klein Marzehns, zweimal Groß Marzehns, Senst und Cobbelsdorf. Außerdem fanden sich sieben Frauen des Gastgeber-Ortes, die ebenfalls eine Runde auf dem Teich paddelten. Dabei galt es unterwegs, mittels einer Tragkraftspritze, an verschiedenen Stellen die dort platzierten Büchsen zu treffen.

Die Frauen als einzige Starter in ihrer Wertung belegten automatisch Platz eins Umkämpfter waren die Platzierungen bei den Männern. Zumal sich Organisator Mirko Jakob für dieses Jahr eine weitere Schwierigkeit erdacht hatte. Nach dem Einsatz als Ruderer mussten die Männer Muckies zeigen und einen Feuerwehr-Barkas ziehen. Doch nicht nur das: Dabei ging es auch noch bergan. „Wir wollen es den Teams nicht zu leicht machen“, erklärte Mirko Jakob. Außerdem hatte er mit seinen Männern den B1000 im Vorfeld auf gerade Strecke zu Testzwecken gezogen. „Das war eindeutig zu einfach und ging entsprechend schnell“, so sein Urteil. Ein bisschen Spannung müsse schließlich sein.

Als beste Ruderer und stärkste Männer erwiesen sich am Ende die Kameraden der Grabower Feuerwehr. Ihnen folgte mit nur drei Sekunden Abstand das Team aus Klein Marzehns. Die Sieger von vor zwei Jahren hatten ihr Boot nicht voll bekommen und mussten sich kurz vor Start Verstärkung aus Raben holen. Bevor sich die zusammengewürfelte Besatzung so richtig finden konnte, war es auch schon geschehen: Die Männer landeten mit ihrem Boot auf den ersten Metern im Schilf. Das kostete wertvolle Sekunden und war am Ende nicht mehr einzuholen. Platz drei ging an Cobbelsdorf. Auf den weiteren Plätzen folgten Senst und schließlich die beiden Teams des Gastgebers. „Interessant dabei war, dass das genau die Reihenfolge nach dem Löschbootrennen war. Das Barkasziehen hat gar keine Änderung mehr gebracht“, so Mirko Jakob.

Für die Organisatoren des Dorffestes hatte das Löschbootrennen einen positiven Nebeneffekt. Durch die zahlreichen Mannschaften aus anderen Orten war ihr Fest richtig gut besucht. Viele Gäste nahmen bereits am Festgottesdienst um 13 Uhr teil. Anschließend hörten sie Blasmusik, sahen Tänze von Erwachsenen und Kindern und erlebten weitere Programmpunkte des Kulturvereins. Immer mit dabei: Ortsvorsteher Ralf Rafelt. Der freute sich über das gelungene Fest. „Da die Gemeinde Rabenstein/Fläming dieses Jahr keinen Ort für das gemeinsame Sommerfest gefunden hat, ist es mir wichtig, dass wenigstens hier viele Menschen zusammenkommen und gemeinsam feiern“, sagte er. Das ließen sich die Groß Marzehnser und ihre Gäste nicht zweimal sagen und ließen es wieder einmal bis tief in die Nacht krachen.

Von Stefan Specht

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