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Erst die Arbeit, dann die Hochzeit

Werbiger Dorfkirche wieder gut zu sehen Erst die Arbeit, dann die Hochzeit

Ab sofort herrscht wieder freie Sicht auf das Gotteshaus in dem 165-Einwohner-Ort. Der Feldsteinbau aus dem 17. Jahrhundert war zuletzt immer mehr zugewuchert wie ein Dornröschenschloss. Die Arbeiten wurden pünktlich zu einer am Samstag stattfindenden Hochzeit abgeschlossen.

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Arbeitseinsatz an der nun wieder sichtbaren Werbiger Dorfkirche.

Quelle: R. Gaffron

Werbig. Doch die in seinem Umfeld in den 70er-Jahren gepflanzten Fichten und Douglasien waren in Abstimmung mit der Unteren Naturschützbehörde der Kreisverwaltung Potsdam-Mittelmark im Winter der Säge geopfert und das Holz soweit wie möglich vermarktet worden, berichtet Forstmann Lutz Dikall.

Am vergangenen Wochenende ist teils mit Hacke und Harke, teils mit Radlader und Traktor – kostenfrei vom örtlichen Milchviehzuchtbetrieb bereitgestellt – das Umfeld von noch verbliebenem Stubben und Gehölz befreit worden. Fast 20 Einheimische haben sich an dem Arbeitseinsatz beteiligt.

Jung und Alt haben gleichermaßen zugepackt. „Denn die Kirche gehört zum Dorf und deshalb engagieren sich nicht nur die Gläubigen dafür“, sagt Ralph Charpentier. Mit der Intention sei schon vor acht Jahren der Förderverein gegründet worden, der sich um den Erhalt und die Wiederherstellung kümmert, wie er berichtet. Auch wenn Gottesdienst derzeit nur noch alle zwei Monate dort gefeiert wird.

Aktuell sind gerade die historischen Fenster vom Dachboden geholt worden. In der benachbarten Tischlerei Spatzier sollen sie aufgearbeitet werden, um die wohl zur Wendezeit eingebauten Provisorien wieder abzulösen. Außerdem müssen Dachrinne und Fallrohr erneuert werden, denn insbesondere an der nördlich angebauten Sakristei sorgt die Feuchtigkeit für Schäden am Mauerwerk.

Der Hang, auf dem die Kirche steht, soll demnächst noch mehr profiliert und gestaltet werden. Dieser Tage war es erst einmal wichtig, überhaupt „Grund hineinzubekommen“. Denn nachdem der Einsatz in der Zeit um Ostern nicht zustande gekommen war, drängt nun ein Termin. Erstmals seit Langem findet am Samstag in der Dorfkirche wieder eine Trauung statt. Dennis Angelmann und Michaela Beer wollen sich das Ja-Wort geben. Dass sie zuvor mitarbeiten, war natürlich Ehrensache.

Von René Gaffron

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