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Erste Polizei-Bilanz: Bisher nur wenige Delikte in Werder

138. Baumblütenfest Erste Polizei-Bilanz: Bisher nur wenige Delikte in Werder

Das erste Wochenende des Baumblütenfests ist vorbei – und die Polizei zieht Bilanz. Sie betont den weitgehend friedlichen Volksfestcharakter. Der große Besucherandrang habe aber auch typische Delikte mit sich gebracht. Wie in den Jahren zuvor war meist die enthemmende Wirkung des Alkohols für eine gesteigerte Aggressivität verantwortlich.

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Die Polizei lief auch in diesem Jahr mit.

Quelle: Julian Stähle

Werder. Zehntausende strömten am Wochenende und dem Maifeiertag zum traditionellen Baumblütenfest in Werder (Potsdam-Mittelmark). Bis zum 7. Mai werden etwa eine halbe Million Besucher erwartet. Unter dem Eindruck des Berliner Terroranschlags im Dezember hatten Stadt und Polizei die Sicherheitsvorkehrungen für das Baumblütenfest verschärft. Eine erste Bilanz der Polizei fiel verhältnismäßig positiv aus.

Das Fest begann mit einem weitgehend friedlichen Volksfestcharakter, hieß es bei der Polizei. Der große Besucherandrang habe aber typische Delikte mit sich gebracht. Insgesamt wurden bis Sonntagabend laut Polizei 117 Straftaten registriert, unter anderem wegen Drogengebrauch, Körperverletzung und Diebstahl. Die Betroffenen seien größtenteils erheblich alkoholisiert gewesen, hieß es.

Auch bei der An und Abreise am Bahnhof gab es keine größeren Vorfälle, wie die Bundespolizei am Dienstag mitteilte. Die Beamten eröffneten 46 Strafverfahren, davon 15 wegen Körperverletzung.

Über das soziale Netzwerk Twitter hat die Bundespolizei in diesem Jahr erstmals über aktuelle Einsätze informiert. Neben zeitweiligen Sperrungen des Bahngleises nach Berlin wegen Überfüllung, auf den Gleisen spazierenden Festbesuchern und einer Festnahme wurden keine Vorfälle veröffentlicht.

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Werder, 1. Mai 2017 – Strahlender Sonnenschein hat dafür gesorgt, dass die Stadt Werder am Sonntag einen wahren Besucheransturm erlebte. Aber auch am Montag war das Volksfest sehr gut besucht. MAZ-Fotograf Julian Stähle war dabei.

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Ein „sehr verwirrt“ wirkender Mann wurde am Montagvormittag in eine psychiatrische Klinik gebracht, wie die Polizei mitteilte. Der Autofahrer habe zuvor mit einem auffälligem Fahrmanöver für Schrecksekunden gesorgt. Noch vor Öffnung der Stände und Sperrung des Festgeländes habe er die Strecke befahren, auf etwa 50 Stundenkilometer beschleunigt und dann mit quietschenden Reifen gebremst. Polizisten konnten den Mann stellen. Da niemand gefährdet worden sei, gibt es nur ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen ihn. Autoschlüssel und Führerschein wurden allerdings sichergestellt.

Jede dritte Straftat eine Körperverletzung

117 Straftaten wurden bis Sonntag 0 Uhr registriert. Darunter waren 41 Drogen-Verstöße . Es gab 140 Platzverweise . Sieben Festbesucher wurden festgenommen.

34 Mal rückten die Polizisten wegen Körperverletzungen aus. Weiterhin wurden 14 Beleidigungen und vier Widerstände registriert. Viermal wurden außerdem verfassungswidrige Symbole verwendet oder gezeigt.

Die Bundespolizei , die An- und Abreise der Festbesucher am Bahnhof Werder und ausgewählten Bahnhöfen in Berlin und Brandenburg überwachte, sprach von einem ruhigen Wochenende. „Es gab keine größeren Vorfälle bei An- und Abreise“, sagte ein Sprecher der MAZ.

Insgesamt eröffneten die Beamten der Bundespolizei 46 Strafverfahren , allein 15 davon wegen Körperverletzungsdelikten. Durchschnittlich 335 Beamte waren täglich im Einsatz. Zur Durchsetzung des Glasflaschenverbotes durchsuchten sie pro Tag rund 1.000 Taschen.

>> Alle Infos zum Baumblütenfest auf einen Blick

Von MAZonline

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