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Potsdam-Mittelmark Erste Schritte für mehr Bauland in der Stadt
Lokales Potsdam-Mittelmark Erste Schritte für mehr Bauland in der Stadt
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13:08 16.03.2018
Die Stadt Treuenbrietzen sucht Bauland. In einem ersten Schritt werden geeignete Lücken geschlossen. So auch an der Fritz-Reuter-Straße mit zwei Bauflächen.     Quelle: Thomas Wachs
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Treuenbrietzen

Auf der Suche nach neuen Bauflächen in ihrem Territorium geht die Stadt Treuenbrietzen jetzt den ersten kleinen Schritt. Die Stadtverordneten billigten dazu zunächst die Veränderung des Flächennutzungsplanes und des Innenbereiches. „Dabei geht es zunächst um die Abrundung in kleinen Schritten“, erklärte Bauamtsleiter Christoph Höhne zuvor in der Sitzung des Ausschusses für Stadt- und Ortsteilentwicklung.

Weitere Schritte mit größerem Planungsaufwand sollen folgen. Allerdings benötige dies mehr Zeit, Geld sowie die Mitwirkung der Grundeigentümer in Bereichen, die planungsrechtlich für weitere Wohnbebauung in Frage kommen könnten. Dazu müssten dann Bebaungspläne entwickelt werden.

Der Bauamtsleiter sieht 13 Flächen im Stadtgebiet, die auf diesem Wege entwickelt werden könnten. „Nach dem Aufstellungsbeschluss eines B-Planes braucht ein solches Verfahren aber mindestens ein Jahr“, so Höhne. Erste Interessenten unter den Grundeigentümern und Gespräche mit Planern gebe es bereits.

Insgesamt 270 Baulücken ausgeguckt

Die Nachfrage von Zuzüglern und Einheimischen für neue Eigenheime sei groß, erklärte Bürgermeister Michael Knape (parteilos). Daher hatte die Bauverwaltung kürzlich Eigentümer geeigneter Flächen angeschrieben und befragt, ob sie an einer Vermarktung interessiert seien. Für eine qualifizierte Bauleitplanung würden dabei auch Kosten für die Grundeigentümer anfallen, erklärt der Leiter des Bauamtes.

Digital nach Aktenlage ermittelt wurden in der Stadt und den elf Ortsteilen insgesamt 270 Baulücken, 90 davon allein in der Kernstadt selbst. „Die Umfrage bei den Eigentümer ergab jedoch lediglich 19 Parzellen, die für eine Bebauung zur Verfügung stehen würden“, erklärte Christoph Höhne.

Schneller als mit umfassenden Bebauungsplänen soll der nun gegangene erste Schritt zu Erfolgen führen. Dafür konnte die Bauverwaltung noch selbst personell die Planungsleistungen erbringen. Drei Gebiete mit insgesamt circa sechs Baugrundstücken werden nun zur Genehmigung in die Behördenrunde und Anliegerbeteiligung geschickt. Nach Vorgesprächen bei der Landesplanung gebe es gute Erfolgsaussichten, erklärte der Bauamtsleiter.

Drei kleine Gebiete im Blick

Konkret geht es in dem Schritt nun um Lückenschließungen zwischen Gebäuden in der Jahnstraße, gegenüber der früheren Bautischlerei. Ein zweites Areal zur Verdichtung liegt an der Fritz-Reuter-Straße. Das dritte kleine Änderungsgebiet befindet sich links der Ringstraße zur Lindenallee hin zwischen bestehenden Häusern.

Das größte Problem auf der Suche nach neuem Bauland sind für die Kommune die strikten Vorgaben der Landesplanung. Da Treuenbrietzen im neuen Landesentwicklungsplan Berlin-Brandenburg (LEP BB) – so wie viele weitere Orte dieser Größe auch – keine Zentrumsfunktion mehr zugebilligt bekommt, wird nur eine sehr begrenzte bauliche Entwicklung genehmigt.

Am Kapitän-Lehmann-Weg hat die Stadt bereits selbst ein B-Plangebiet für eigene Flächen entwickelt. Erste Häuser wachsen dort nun zügig.     Quelle: Thomas Wachs

„Immerhin konnten wir in Gesprächen mit dem Städte- und Gemeindebund erreichen, dass pro 1000 Einwohner nicht mehr nur ein halber Hektar, sondern nun ein ganzer Hektar für neue Quartiere ausgewiesen werden darf“, so Knape. Diese Rechnung schließe jedoch auch private Flächen ein, die bereits mit B-Plänen belegt sind, mitunter aber von den Eigentümern seit Jahren nicht entwickelt werden. Zum Beispiel am Baggersee.

Der von der Landesregierung aufgestellte Masterplan zur weiteren Entwicklung der Regionen ist umstritten.

Der Stadt fehlen Geld und eigene Flächen

Jedoch fehlten der Kommune einerseits die Finanzen für eigene Planungsleistungen oder den Ankauf von Flächen, um diese zu entwickeln. Andererseits verfüge die Stadt selbst „nicht über eigene Grundstücke an geeigneten Stellen“, so der Bürgermeister. Interessant werde Treuenbrietzen offenbar für Häuslebauer, die sich in Berlin, Potsdam oder dem Umland kein Bauland leisten können. Vor allem junge Familien suchen Platz für ein Häuschen im Grünen.

Optimismus für eine schnelle Vermarktung schöpft die Stadt aus ihrem Projekt am Kapitän-Lehmann-Weg. Dort hatte die Kommune eine eigene Fläche über einen B-Plan entwickelt. „Dort wurden unsere Erwartungen noch übertroffen, als die neun Baugrundstücke innerhalb eines knappen Jahres vergriffen waren und inzwischen die ersten neuen Häuser stehen“, sagte der Verwaltungschef jetzt vor Stadtverordneten.

Von Thomas Wachs

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