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Erster Schritt: Oberschule wird aufgelöst

Streit um Gesamtschule für die Region Teltow Erster Schritt: Oberschule wird aufgelöst

Die Teltower Mühlendorf-Oberschule ist bald Geschichte. Sie soll zum kommenden Schuljahr aufgelöst werden und in der geplanten Kreis-Gesamtschule aufgehen. Doch um diese gibt es nun Streit. Es ist unklar, an welchem Standort sie entstehen soll. Im Clinch liegen Teltows Bürgermeister und der Landrat.

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Bald Geschichte: die Mühlendorf-Oberschule in Teltow.

Quelle: Jacqueline Schulz

Teltow. Die Vorbereitungen für die Errichtung der Kreis-Gesamtschule laufen trotz des Streits um einen geeigneten Standort in Teltow weiter. Der städtische Schul-Ausschuss hat am Montagabend die Auflösung der Mühlendorf-Oberschule einstimmig empfohlen. Ab dem Schuljahr 2018/19 soll sie damit nicht mehr als weiterführende Schule ausgewählt werden können, sondern in der neuen regionalen Kreis-Gesamtschule aufgehen. Deren Betrieb ist übergangsweise in den Räumen der Mühlendorf-Oberschule geplant, bevor spätestens zu Beginn des Schuljahres 2022/23 ein eigenes Gebäude bezogen wird.

Für die Gesamtschule sind zwei Standorte im Gespräch

Dafür sind derzeit zwei Standorte im Gespräch: Zum einen ein 20 000 Quadratmeter großes Grundstück neben der Feuerwehr in der Potsdamer Straße, das dem Landkreis bereits im Oktober 2016 angeboten wurde. Die Befürworter dieser Fläche betonen die zentrale Lage für alle drei TKS-Gemeinden Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf sowie die Synergieeffekte mit dem gegenüberliegenden Oberstufenzentrum etwa hinsichtlich der Sportanlagen. Kritiker befürchten hohe Sanierungskosten.

Das andere Grundstück befindet sich an der Mahlower Straße, zwischen der S-Bahn und einer Seniorenwohnanlage. Mit 30 000 Quadratmetern ist es deutlich größer, doch es liegt im Außenbereich, so dass erst ein Bebauungsplan erstellt werden müsste. Durch die Nähe zur Anne-Frank-Grundschule und dem Immanuel-Kant-Gymnasium mit insgesamt rund 1250 Schülern würde zwar eine Art Campuscharakter geschaffen, doch in dem Ausschuss wurde auch die Frage gestellt, ob die Mahlower Straße die zusätzlichen 850 Schüler verkraften könnte. Ein Verkehrsgutachten, das diese Frage klären soll, will der Landkreis umgehend in Auftrag geben, hieß es.

Die Hoffbauer-Stiftung ist schneller und eröffnet bereits 2018

Dennoch startet schon im nächsten Schuljahr eine zweite Gesamtschule in der Region: Die evangelische Hoffbauer-Gesamtschule geht mit zwei Klassen und 50 Schülern und Schülerinnen an den Start. Noch einmal rund 25 Bewerber mussten abgelehnt werden, sagt Schulleiter Peter Brandsch-Böhm. Es sei deshalb geplant, in zwei Jahren – wenn die staatliche Förderung möglich wird – auf drei Klassen zu erweitern. Sorgen, dass eine dritte Gesamtschule eine zu große Konkurrenz sein würde, mache er sich keine, da er davon überzeugt sei, dass sich seine Schule bis dahin unter anderem durch die besondere Profilierung mit einem haptischen Schwerpunkt, einer Holz- und einer Fahrradwerkstatt, einem Schulgarten und mehr Sport, einen guten Ruf erarbeitet habe und ihr Klientel gut halten könne.

Von Konstanze Kobel-Höller

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