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Erster Spatenstich für neues Wohngebiet

Groß Kreutz Erster Spatenstich für neues Wohngebiet

Wo bis 2005 eine Kläranlage aus DDR-Zeiten stand, haben am Freitag in Groß Kreutz (Havel) die Erschließungsarbeiten für ein neues Wohngebiet begonnen. 21 Bauplätze, Bürgersteige und Straßen entstehen dort. Es ist mit 560.000 Euro für die Erschließung die größte Investition der Gemeinde in diesem Jahr.

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Stefanie Stein (l.), hier mit ihrer Schwägerin Juliane Friedrichs, wird Bauherrin im neuen Wohngebiet an der Potsdamer Straße in Groß Kreutz.

Quelle: Mai

Groß Kreutz. Die Erschließung des neuen Wohngebietes in Groß Kreutz an der Potsdamer Straße beginnt. Es ist die größte Investition der Gemeinde 2017. Die Erschließung kostet 560 000 Euro. Am Freitag setzen dafür Reth Kalsow (CDU), Bürgermeister der Gemeinde Groß Kreutz (Havel), und Ortsvorsteher Thomas Becker den symbolischen ersten Spatenstich. 21 Einfamilienhäuser auf Grundstücken zwischen 600 und 800 Quadratmetern werden dort entstehen. Alle Bauplätze sind reserviert oder bereits verkauft.

„Ich hoffe, dass die Erschließung bis Ende August abgeschlossen ist“, sagte Kalsow, „damit dann 21 junge Familien bauen können.“ Die ursprünglichen Pläne, dort auch ein zweigeschossiges Gebäude mit 20 bis 25 Plätzen für seniorengerechtes Wohnen zu realisieren, ruhen. „Wir suchen noch einen Investor", sagte Kalsow. Dieses Projekt hatte dem Bauareal „Wohnen für Generationen“ den Namen gegeben. Der Bedarf sei da, es gebe viele Menschen in Groß Kreutz, die in dem Ort bleiben wollen, aber zu gebrechlich seien, sich selbst zu versorgen. Für sie ist das Projekt gedacht.

Auf dem Areal zwischen Bundesstraße 1 und der Bahnlinie stand bis 2005 eine Kläranlage aus DDR-Zeiten. Sie ließ der Wasser- und Abwasserzweckverband Werder-Havelland, abreißen. Der Boden wurde ausgetauscht und ist nach Angaben von Geschäftsführerin Bärbel Gärtner unbedenklich. Das hätten Untersuchungen bewiesen.

Bürgermeister Reth Kalsow, Ortsvorsteher Thomas Becker, Bärbel Gärtner, Geschäftsführerin des Wasser- und Abwasserzweckverbandes Werder-Have

Bürgermeister Reth Kalsow, Ortsvorsteher Thomas Becker, Bärbel Gärtner, Geschäftsführerin des Wasser- und Abwasserzweckverbandes Werder-Havelland, und Peter Matzdorf, Geschäftsführer der TEG Werder (v.l.) beim ersten Spatenstich am Freitag im neuen Baugebiet „Wohnen für Generationen“ in Groß Kreutz (Havel).

Quelle: Marion von Imhoff

Zu der feierlichen Zeremonie war auch Stefanie Stein gekommen. Sie wird eine der künftigen Eigenheim-Besitzer sein. „Als mein Mann und ich von dem Projekt gehört haben, haben wir uns sofort entschlossen, dort zu bauen.“ Stefanie Stein und ihr Mann pendeln von Groß Kreutz, wo das Paar bereits lebt, beruflich nach Potsdam. Nach Angaben von Marlis Siegemund vom Bauamt der Gemeinde Groß Kreutz ist das repräsentativ für die Bauinteressenten in der Region. „Die meisten von ihnen arbeiten in Potsdam oder Berlin und nutzen die gute Anbindung durch Bahn und Autobahn.“

Für Ortsvorsteher Thomas Becker ist das neue Wohngebiet auch eine Hoffnung für weiteres Bevölkerungswachstum in Groß Kreutz. „Ich nähre davon meinen Traum, dass die Schule, derzeit nur noch Grundschule, irgendwann wieder bis zur zehnten Klasse führt“, sagte der ehrenamtliche Kommunalpolitiker. „Dass schon Siebtklässler weit fahren müssen von Groß Kreutz halte ich nicht für richtig.“Mit dem neuen Wohngebiet steht wieder gemeindliches Bauland zur Verfügung. Baukapazitäten gäbe es laut Becker noch mit der Erschließung von Gärten und dem direkten Umland von Groß Kreutz.

Peter Matzdorf, Chef der Tiefbau- und Erschließungs GmbH aus Werder, übernimmt mit seinen Mitarbeitern die nun beginnenden Bauarbeiten. Er kritisierte in seiner Rede die hohen Grundstückspreise im Speckgürtel mit 350 bis 500 Euro je Quadratmeter: „Meiner Meinung nach sind das inflationäre Baupreise, bei denen Normalverdiener nicht mehr in der Lage sind, Bauen zu finanzieren.“ Im Ortsteil Groß Kreutz liegen die Preise bei 50 Euro und – im neuen Wohngebiet – 60 Euro pro Quadratmeter.

Von Marion von Imhoff

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