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Potsdam-Mittelmark Erster Übungsplatz mit Kommandantin
Lokales Potsdam-Mittelmark Erster Übungsplatz mit Kommandantin
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00:19 30.10.2017
Oberstleutnant Michael Werner Vormwald begrüßt Majorin Marico Shana Klingler in Brück als neue Kommandantin des Truppenübungsplatzes Lehnin. Quelle: Thomas Wachs
Lehnin/Brück

Der Truppenübungsplatz Lehnin schreibt Bundeswehrgeschichte. Deutschlandweit ist dort jetzt erstmals eine Frau zur Kommandantin eines militärischen Trainingsgeländes berufen worden. Marico Shana Klingler übernahm bei einem Ehrenappell in Brück das Kommando für den Übungsplatz und die Funktion der Standortältesten in der Flämingkaserne Brück. Die 34-jährige Majorin ist Nachfolgerin von Bastian Schad. Er hatte das Kommando seit Januar 2015 inne. Nun ist der Offizier abberufen worden zum Kommando Territoriale Aufgaben bei der Bundeswehrverwaltung in Berlin.

Major Bastian Schad war seit 2015 Kommandant und Standortältester in Brück. Quelle: Thomas Wachs

„Auch wenn sie persönlich gerne hier in Brück geblieben wären, benötigen wir Ihre Erfahrungen und Qualifikationen nun dort“, sagte Kommandeur Michael Werner Vormwald bei der Kommandoübergabe am Donnerstagnachmittag. Der Oberstleutnant führt die übergeordnete Truppenübungsplatz-Kommandantur Ost. Zu deren Bereich gehören die Übungsplätze Klietz, Lehnin mit der Flämingkaserne Brück sowie Altengrabow und Oberlausitz.

International gefragter Platz

Gegründet wurde der Truppenübungsplatz Lehnin/Brück im Juni 1956.

Das Gelände umfasst 7258 Hektar, von denen 80 Prozent bewaldet sind.

Das Areal dient heute nicht nur Truppen der Bundeswehr und der Bundespolizei sondern auch internationalen Einheiten und Spezialkommandos als Trainingsstätte.

Angeboten werden können dafür verschiedene Schießbahnen sowie eine simulierte Stadt-Anlage zum Häuserkampf.

In diesem Jahr fanden bisher 177 Schieß- und Übungstage statt.

Im Truppenlager der Kaserne finden 600 Soldaten Platz. Weiterer 600 Leute können auf Biwakplätzen kampieren.

Auch Bastian Schads Nachfolgerin verfügt über eine fundierte Ausbildung in Reihen der Bundeswehr. „Ich gehöre zu den ersten Jahrgängen, die nach Öffnung der Bundeswehr auch für Frauen dort Offizierslaufbahnen anstreben konnten“, sagt die Kommandantin gegenüber der MAZ. Sie trat im Februar 2002 in die Bundeswehr ein und absolvierte zunächst ein Studium als Bauingenieurin. Es folgten „wechselnde Dienstorte zwischen München und Hamburg“, so Klingler, sowie Lehrtätigkeiten als Ausbilderin. 2014 absolvierte die Offizierin einen Auslandseinsatz in Reihen des deutschen KFOR-Kontingents im Kosovo.

Der Dienst in der Bundeswehr liegt für Marico Shana Klingler in der Familie. „Auch mein Vater war Offizier und Feuerwerker“, erzählt die Majorin der MAZ. Entsprechend stolz sei ihr Vater, dass auch seine Tochter inzwischen die für den neuen Posten auf dem Schieß- und Übungsplatz nötige, umfangreiche Spezialausbildung zum Umgang mit Munition und Sprengstoffen absolviert hat und als Zeichen dafür das „F“ auf ihrer Uniform tragen darf.

Vor der neue Aufgabe in Brück war die verheiratete Frau bei einem Versorgungsbataillon in Hagenow in Mecklenburg-Vorpommern stationiert. Inzwischen ist auch der Wohnsitz von Hamburg nach Werder an der Havel verlegt worden. Privat freut sich die Musikfreundin nun über die Nähe zu Berlin als Kulturmetropole. Dienstlich sieht sie die Herausforderungen darin, „den für die übenden Truppen sehr zentral gelegenen Übungsplatz technisch weiter auszubauen“. Für Nachbarschaftstreffen mit Kommunalpolitikern und Vertretern umliegender Orte sei sie offen, „sollte es Konflikte geben, die so gelöst werden können“, so Klingler.

Wie hier zu einer Grundausbildung nutzen diverse Einheiten den waldreichen Übungsplatz. Quelle: Julian Stähle

Ihr Vorgänger geht „mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, sagte Bastian Schad der MAZ. Er ist in Wittstock zu Hause und nahm die rund 160 Kilometer lange Heimfahrt zuletzt meist nur an Wochenenden auf sich. „Von Berlin aus sind es nun nur noch 100 Kilometer, die täglich machbar sind“, sagt der Major. Er sowie seine Frau und die drei Kinder müssten sich jedoch „nun gegenseitig daran gewöhnen“, wenn der 36-jährige Familienvater „jetzt täglich zu Hause ist“, so Schad. „Gerne wäre ich auch in Brück geblieben“, sagt der abgelöste Kommandant. Er werde die gute Zusammenarbeit mit den Vertretern der umliegenden Orte sowie der Amtsverwaltung Brück und mit dem Landkreis gut in Erinnerung behalten. Sie war besonders nötig, als Teile der Brücker Flämingkaserne vorübergehend zur Unterbringung von Flüchtlingen und Asylbewerbern zur Verfügung gestellt wurden.

Von Thomas Wachs

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