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Erstklässler im Hohen Fläming geübt unterwegs

Start ins neue Schuljahr Erstklässler im Hohen Fläming geübt unterwegs

Am Montag geht es das erste Mal zum Unterricht. Die Lernanfänger aus der Tagesstätte „Regenbogen“ Borkwalde fühlen sich fit für den Weg zur Hans-Grade-Grundschule im Nachbarort Borkheide. Die Polizei mahnt Erwachsene zu besonderer Aufmerksamkeit.

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Bestens für den Schulweg vorbereitet (von links): Henry Salzer (6 Jahre), Robin Hase (6 Jahre) und Stella Weitzmann (6 Jahre) wissen, wie sie sich richtig im Straßenverkehr als Verkehrsteilnehmer verhalten. Begleitet werden Sie von Erzieherin Grazyna Gröger.

Quelle: Johanna Umiinski

Borkheide/Borkwalde. Vorsichtig treten Henry Salzer, Robin Hase und Stella Weitzmann an den Straßenrand, schauen nach links, dann nach rechts und wieder nach links. Erst als wirklich kein Auto zu sehen ist, überqueren die Vorschulkinder die Straße. Dass sich die Sechsjährigen so gut im Straßenverkehr bewegen, verdanken sie den fleißigen und engagierten Erzieherinnen der Borkwalder Kita „Regenbogen“.

Kein Wunder, dass die 13 Lernanfänger der Waldgemeinde auf ihren ersten Unterrichtstag in der Hans-Grade Grundschule Borkheide neugierig sind. „Ich freue mich auf die Schule, weil ich dort so viel lernen kann“, sagt der sechsjährige Henry. Den Schulweg bewältigt der Junge mit dem Schulbus. Das wird dem Sechsjährigen aber auch keine Probleme machen. „Ich kann mit meiner achtjährigen Schwester zusammenfahren.“

Velo erst für Viertklässler

143 Schulwegunfälle gab es im vergangenen Jahr in der Polizeidirektion West (Potsdam, Brandenburg/Havel, Teltow-Fläming, Potsdam-Mittelmark und Havelland). Dabei sind 124 Menschen verletzt worden.

Die Gesetzeshüter raten, die Schulanfänger nicht alleine mit dem Fahrrad zur Schule fahren zu lassen. Hier empfiehlt es sich zu warten, bis ein entsprechendes Alter erreicht ist – etwa nach der schulischen Radfahrausbildung in der 4. Klasse.

Vor den Grundschulen im Hohen Fläming gilt in der Regel ein Tempo-Limit von 30 Kilometern je Stunde.

Ähnlich ist es beim sechsjährigen Robin, der mit seinem großen Bruder mit dem Bus zur Schule fahren wird. „Ich freue mich auf die Schule, weil ich viele neue Freunde finden werde“, sagt die sechsjährige Stella. Damit die Kinder bestens auf den Übergang vom Kindergarten in die Schule vorbereitet werden, unternahm der Kindergarten zwei Mal eine Busfahrt zur Grundschule der Nachbargemeinde. „Den Bus haben wir genutzt, um zum Bahnhof zu fahren und das Waldbad in Borkheide zu besuchen“, sagt Kitaleiterin Cordula Knüpfer.

Dabei haben die Kinder die Regeln für die Busbenutzung gelernt. „Auf der Rückfahrt des ersten Schulbesuches hatten wir das Glück, dass wir die Einzigen im Bus waren und der Busfahrer war so nett und hat den Kindern alles Wichtige erklärt und die Fragen beantwortet“, sagt die Kitaleiterin.

Kinder können jederzeit hinter Autos hervortreten

Zum Schulstart sind aber nicht minder die Autofahrer gefragt. Aufgrund ihrer physischen und geistigen Fähigkeiten seien sich Kinder der Gefahren im Straßenverkehr noch nicht bewusst – und damit gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern im Nachteil. „Autofahrer sollten jederzeit mit Kindern rechnen, die zum Beispiel zwischen Autos hervorlaufen“, sagt Sara Cuomo, Junior-Projekt-Managerin beim ADAC.

Gut vorbereitet seien die Erstklässler auch, wenn die Eltern den Schulweg mit den Kindern frühzeitig üben. „Zudem ist es hilfreich, wenn Jungen und Mädchen eine leuchtend gelbe Sicherheitsweste tragen, da sie so vor allem im Dunkeln aus bis zu 140 Metern von Autofahrern gesehen werden“, sagt Cuomo.

Vorsicht beim Überholen von Schulbussen

Pünktlich zum Schulstart sind nicht nur Schulanfänger und andere Schüler wieder auf der Straße unterwegs. Nach dem Sommerurlaub erhöht sich erfahrungsgemäß auch der Berufsverkehr. Vor allem an Schulen und Haltestellen sollten Autofahrer besonders vorsichtig sein. „An Bussen mit eingeschalteter Warnblickanlage, die an einer Haltestelle stehen, darf nur vorsichtig und mit Schrittgeschwindigkeit vorbeigefahren werden – auch auf der Gegenfahrbahn“, gibt Axel Schugardt, der Sprecher der Polizeidirektion West, einen wichtigen Hinweise.

Zugleich appelliert er an die große Verantwortung der Eltern von Erstklässlern. „Erwachsene sollten nie vergessen, dass sie eine große Vorbildfunktion in ihrem Verhalten haben, an der sich Kinder sehr stark orientieren“, sagt weiter. In den nächsten Wochen wird die Polizei die Schulwegsicherung verstärkt mit Kontrollen und präventiven Maßnahmen durchführen.

Hierzulande hat die Präsenz der Revierposten an den zwei Hand voll Grundschulstandorten gute Tradition. „Neben der Überwachung der Einhaltung der Geschwindigkeit liegt der Schwerpunkt der Kontrollen auf der Einhaltung der Gurtpflicht und der Verwendung von Rückhaltesystemen“, so der Polizeisprecher.

Von Johanna Uminski

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