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Potsdam-Mittelmark Erstmal keine neuen Wohngebiete mehr
Lokales Potsdam-Mittelmark Erstmal keine neuen Wohngebiete mehr
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17:23 06.08.2016
Das Wohngebiet „Mühlenberg II“ im Ortsteil Seddin schloss sich an „Mühlenberg I“ entlang der Stückener Straße an. Quelle: C. Krause
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Seddin

Die Gemeinde Seddiner See darf laut Landesplanung bis 2020 erst einmal keine weiteren Wohngebiete errichten lassen. Nicht zehn und selbst einen Hektar Land dürften jetzt zur Verfügung gestellt werden. Das sagte Bürgermeister Axel Zinke (parteilos). „Aber wir wollen da noch mal mit dem Landrat sprechen.“ Dieser zeigte sich zuletzt beim Fischerfest auch in der Öffentlichkeit gesprächsbereit gegenüber der Gemeinde mit ihren drei Ortsteilen.

In den vergangenen zwei Jahren sind vier neue Wohngebiete mit zumeist Einfamilienhäusern fertig geworden, „und sind zu 100 Prozent ausgelastet“. In Seddin sind durch die Wohnbebauung zwar 250 Leute dazu gekommen, aber die Gesamteinwohnerzahl hat sich gegenüber 1990 mit 4300 nicht groß geändert. Laut Zinke wohnen in Seddin jetzt rund 1400, im benachbarten Kähnsdorf 300 und in Neuseddin auf der anderen Seite der Bundestraße 2 rund 2800 Menschen. Besonders in Seddin/Kähnsdorf sind in kürzester Zeit moderne Ein- und Zweifamilienhäuser wie Pilze aus dem Boden gewachsen. „Ich will hier kein Falkensee haben, aber noch einmal so 40/50 Häuser, das wäre okay für die Gemeinde“, so Zinke zur MAZ. Es würden auch jetzt schon wieder „Investoren auf der Matte stehen“. Doch die Zuzügler suchten auch bewusst Ruhe und die Natur. Er freue sich besonders über junge Familien, die zumeist mit einem Kind kämen und ein zweites folge dann.

Deshalb müsse ein großer Spiel- und Bolzplatz in Seddin gebaut werden. Möglich sei er auf Privatgelände an der Stückener Straße, gleich gegenüber von „Mühlenberg II“. Mit dem Eigentümer liefen dazu Gespräche, und die Gemeinde habe bereits beim Landkreis eine Anfrage zum Spielplatzbau gestellt. Zinke rechnet mit einem Bescheid „bis Ende August“. Gibt es grünes Licht, könne der Kauf 2017 erfolgen.

Dieses private Grundstück an der Stückener Straße in Seddin möchte die Gemeinde gern kaufen, um dort auf 2000 Quadratmetern einen Spiel- und Bolzplatz errichten zu können. Quelle: C. Krause

Rund 2000 Quadratmeter könnten dann für die Jüngeren gestaltet werden. Vom Investor des Entenfarm-Geländes seien für einen Spielplatz ohnehin noch 20 000 Euro in der Rücklage, so Zinke. Mit weiterem Personal und der Aufstockung an Plätzen für Eingewöhnungskinder in den zwei Kitas will man außerdem die zeitnahe Platz-Versorgung verbessern. „Wir kümmern uns“, versicherte Zinke. Man wolle ein Ausweichen von Kindern in die Grundschule in Neuseddin „möglichst vermeiden“.

Dort, wo auf Kähnsdorfer Territorium früher die alte Entenfarm stand, ragen jetzt moderne Einfamilienhäuser in die Höhe. Quelle: C. Krause

Gemeinde mit See

Im Zuge der Kommunalwahlen schlossen sich am 5. Dezember 1993 die vormals selbstständigen Gemeinden Kähnsdorf, Neuseddin und Seddin, trotz ihrer unterschiedlichen Geschichte, Entwicklung und Strukturen freiwillig zusammen und bildeten die Gemeinde Seddiner See.

Der Große Seddiner See misst 230 Hektar und diente als Namensgeber der Gemeinde, weil alle drei Ortsteile an dieses größte Gewässer der Umgebung grenzen. Seit 1999 ist die Gemeinde auch Eigentümerin des Sees.

Das Wappen versinnbildlicht den Zusammenschluss von Kähnsdorf (Kahn), Neuseddin (Lokomotivtreibrad) und Seddin (Fisch).

Laut Bürgermeister Axel Zinke leben zur Zeit etwa 300 Menschen in Kähnsdorf, 1400 in Seddin und 2800 in Neuseddin.

Von Claudia Krause

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