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Potsdam-Mittelmark Musiktalente: Es singt und klingt im Fläming
Lokales Potsdam-Mittelmark Musiktalente: Es singt und klingt im Fläming
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17:22 08.02.2016
Erfolgreiche musikalische Geschwister sind Emil und Mathilda Hensky aus Görzke. Quelle: privat
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Bad Belzig

Schon Johann Gottfried Seume wusste: „Wo man singet, lass dich ruhig nieder. Nur Bösewichter haben keine Lieder.“ Auch im Fläming wohnen zahlreiche Nachwuchstalente, die die musische Kunst für sich entdeckt haben. So wie Katharina Knape. Die 18-Jährige nimmt seit zehn Jahren Gesangsunterricht an der Kreismusikschule Potsdam-Mittelmark. Und erreichte beim Regionalwettbewerb von „Jugend musiziert“ jüngst den ersten Platz und die Weiterleitung zum Landeswettbewerb nach Schwedt/Oder.

„Musik war schon immer mein Ding“, sagt die Schülerin. Gerne würde sie auch noch ein Instrument lernen, aber das lasse die Zeit im Moment nicht zu – Katharina steckt mitten in den Vorbereitungen für ihr Abitur.

Lieblingskünstlerin Annett Louisan

Sie liebe das Gefühl, jemand anderes zu sein, sagt die Lehnsdorferin. Beim Singen könne man sich wunderbar in verschiedene Rollen versetzen und unterschiedliche Seiten von sich zeigen. „Mit den Liedern von Annett Louisan kann ich mich sehr gut identifizieren“, sagt Katharina. Die Blondine sei eine ihrer Lieblingskünstlerinnen. Aber auch Lieder aus Musicals zu singen, finde sie toll – „das geht dann wieder mehr in Richtung Schauspiel“.

Auch an eigenen Songs hat sich Katharina schon versucht. Beim Wettbewerb trug sie „Jetzt schon“ vor – Text und Musik hat das braunhaarige Mädchen selbst geschrieben. „In dem Lied geht es um die Frage, was nach dem Abi kommt“, erklärt Katharina. „Ich muss raus finden, was mir Spaß macht.“ Berufliche habe sie „noch keine Ahnung“, was sie machen wolle, sagt Katharina. Aber Musik zu machen wolle sie als Hobby auf jeden Fall beibehalten.

Anders sieht das bei Anahita Müller aus. Die 16-Jährige singt ebenfalls seit gut zehn Jahren an der Kreismusikschule – und will nach dem Abi Medizin studieren. Ihre ersten musikalischen Schritte hat Anahita mit der Geige unternommen - „das war aber zu schwer und dann habe ich gewechselt“. Beim Gesang ist die Bad Belzigerin geblieben – „das macht einfach mega Spaß“.

Singen als Ausdruck der eigenen Stimmung

Sie könne sich mit dem Singen gut ausdrücken und finde es toll, verschiedene Stimmungen wiederzugeben, sagt Anahita. Die Schülerin singt am liebsten auf Englisch, „weil ich persönlich es einfach schöner finde“.

Beim „Jugend musiziert“-Jurygespräch sei ihre Stimme gelobt worden, erzählt Anahita. „Die haben gesagt, ich hätte eine von Gott gegebene soulige Stimme.“ Einzig ein paar technische Sachen seien kritisiert worden, „aber ich war total zufrieden mit mir“.

Die Geschwister Emil und Mathilda Hensky aus Görzke gehörten beim Wettbewerb zu den jüngsten Teilnehmern überhaupt. Emil hat einen Sonderpreis als bester jugendlicher Begleiter bekommen – während seine Schwester auf der Geige spielt, sitzt der Blondschopf am Klavier.

Entspannung am Klavier und beim Schlagzeugwirbel

Aber nicht nur das: Beim Tag der offenen Tür der Musikschule habe er außerdem das Schlagzeug spielen für sich entdeckt, erzählt der Zehnjährige. „Ich mag aber beide Instrumente gleich gerne“, sagt Emil. Am Klavier zu sitzen finde er ebenso entspannend, wie seinen Schlagzeugwirbel zu üben.

Seine kleine Schwester spielt neben Geige auch selbst Klavier. Sie erzielte beim Wettbewerb in der Kategorie „Streichinstrumente Solo Hoch“ den ersten Platz. Für eine Weiterleitung zum Landeswettbewerb ist das Geschwisterpaar aber noch zu jung.

Aufgeregt sei sie nicht gewesen, sagt Mathilda. Die Sechsjährige war zum zweiten Mal dabei und musste drei Lieder vortragen. Mathilda erzählt, dass ihr die Lieder von Star-Geiger David Garrett gut gefallen. „Von ihm haben wir auch ein paar CDs“, sagt sie.

3 800 Schüler an der Kreismusikschule

Der Musikwettbewerb „Jugend musiziert“ wird seit 1963 ausgetragen.

Die Teilnehmer dürfen noch nicht in einer musikalischen Berufsausbildung (Vollstudium) oder Berufspraxis stehen.

Der Wettbewerb steht unter der Trägerschaft des Deutschen Musikrats und der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.

3 800 Schüler besuchen die Kreismusikschule „Engelbert Humperdinck“. In der Region Bad Belzig-Ziesar stehen den Schülern 18 Unterrichtsorte zu Verfügung. Darunter wird neben Bad Belzig beispielsweise auch in Treuenbrietzen, Niemegk, Borkheide oder Dahnsdorf unterrichtet.

Weitere Infos unter: www.kms-pm.de.

Von Josephine Mühln

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