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Eva Galonska zeigt Wandmalerei auf der Burg

Neue Ausstellung in Bad Belzig Eva Galonska zeigt Wandmalerei auf der Burg

Aus der Not eine Tugend gemacht hat der Kunstverein Hoher Fläming bei seiner neuen Ausstellung auf der Burg Eisenhardt in Bad Belzig. Weil Fördergeld fehlt, um die Aufsicht der Galerie zu bezahlen, ging Künstlerin Eva Galonska für ihre neue Schau einen ungewöhnlichen Weg.

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Eva Galonska zeigt aktuell auf der Burg in Bad Belzig ihre Wandmalerei zum Thema Menschlichkeit in der Flüchtlingskrise

Quelle: Tobias Potratz

Bad Belzig. Normalerweise sind sie kahl, weiß und unscheinbar. An einigen Stellen haben sie kleine Dellen. Doch jetzt stehen sie plötzlich im Fokus der Kunst. Die Rede ist von den Wänden in den Ausstellungsräumen des Kunstvereins Hoher Fläming. Im Torbogen der Burg Eisenhardt zu Bad Belzig dienen sie seit Jahren als Schaufläche für Bilder von Künstlern aus der Region. Im aktuellen Projekt von Künstlerin Eva Galonska ist jedoch alles ganz anders. Es gibt kein Papier, kein Rahmen – nur die kahle Wand und viel Farbe. Für Galonska ist das jedoch keine außergewöhnliche Situation. „Ich habe mich schon während des Studiums mit Wandmalerei beschäftigt und dort ähnliche Projekte gehabt“, sagt die Künstlerin aus Bad Belzig.

In nur drei Wochen hat die gebürtige Münchenerin alle Wände der kleinen Galerie bemalt und dabei ein Thema gefunden, das zurzeit landesweit viele Menschen bewegt. „Novus animalis“ lautet der Titel ihrer Ausstellung. Das bedeutet so viel wie: Das neue Tier. „Es geht darum, dass die Menschlichkeit unter Menschen, vor allem während der Flüchtlingskrise, keine Selbstverständlichkeit ist“, erklärt Galonska. „Wir müssen etwas dafür tun und uns immer wieder bewusst dafür entscheiden“, sagt die Künstlerin zur Motivation für ihre Arbeiten.

Diese Botschaft erschließt sich schon kurz nach dem Eintritt in die Galerie auf der linken Seite. Dort zeigt die erste Wand den Ansatz eines Bootes. Es schließt sich ein wildes Meer aus Hoffnungen und Wünschen an. Wiederum dahinter warten wilde Tiere, die die Menschen im Boot bedrohen. Auch auf den weiteren Wänden können die Betrachter auf Entdeckungsreise gehen und immer wieder neue Botschaften finden.

Ohne Fördergelder keine Galerieaufsicht

Dass die Bilder allesamt auf den Wänden zu finden sind, hat auch einen unangenehmen Hintergrund. Seit Wochen fehlen dem Kunstverein entscheidende Fördergelder, um die Aufsicht der Galerie zu gewährleisten. Daher entstand die Idee, nun eine Ausstellung zu eröffnen, die keine tragbaren Bilder beinhaltet. „Natürlich haben wir auch aus der Not eine Tugend gemacht“, sagt Galonska. Die Kunsträume können von jeher vielseitig verwendet werden.

Wer sich die spezielle Kunst anschauen will, ist nicht an Öffnungszeiten gebunden. In Absprache mit der Künstlerin kann die Ausstellung jederzeit individuell besichtigt werden. „Ich kann mir vorstellen, dass vor allem junge Leute das Projekt besuchen. Es ist ja ein offenes Konzept. Es ist keine steife Veranstaltung und es geht nicht ums Verkaufen von Bildern“, sagt die Wandmalerin. Sie beschreibt die Betrachtung der Wandbilder als vergängliches und daher „exklusives Erlebnis“. Denn eines Tages werden die Wände ja wieder übermalt.

Info: Die Ausstellung „Novus animalis“ ist noch bis zum 27. März zu besichtigen. Termine sind mit der Künstlerin Eva Galonska abzusprechen unter 01 77/2 99 30 42.

Von Tobias Potratz

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