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Ex-Bauamtsleiter stirbt bei Autounfall

Beelitz Ex-Bauamtsleiter stirbt bei Autounfall

Der frühere Bauamtsleiter von Beelitz, Günter Laurich, ist bei einem Autounfall in Kroatien ums Leben gekommen. Mit ihm im Auto saß der Beelitzer Bauunternehmer Jörg Berger, der ebenfalls tödlich verletzt wurde. Beide wollten einen Firmenwagen Bergers nach Deutschland zurückholen, heißt es. Das Auto sei von der Straße abgekommen und habe sich überschlagen.

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Die Stadt Beelitz trauert um Günter Laurich (CDU). Sein Tod ist für die Einwohner ein großer Verlust.

Quelle: Archiv

Beelitz. Der frühere Bauamtsleiter der Stadt Beelitz, Günter Laurich, ist am vergangenen Samstag bei einem Autounfall in Kroatien ums Leben gekommen. Dies erfuhr die MAZ jetzt aus einer sicheren Quelle. Mit ihm im Auto saß der Beelitzer Bauunternehmer Jörg Berger, der bei diesem Unglück ebenfalls tödlich verletzt wurde. Berger hatte jüngst seinen 60. Geburtstag gefeiert.

Beide hatten einen Firmenwagen von Berger aus einer Niederlassung im Ausland wieder nach Deutschland zurückholen wollen, heißt es. Laurich und Berger seien befreundet gewesen. Auf dieser Fahrt sei das Auto plötzlich von der Straße abgekommen und habe sich überschlagen.

Laurich leitete von 1991 bis 2011 die städtische Baubehörde. Nach seinem Abschied in den Ruhestand kandidierte der CDU-Politiker für die Stadtverordnetenversammlung und führte dort die Fraktion seiner Partei. Er übernahm die Leitung des Beelitzer Bauausschusses und arbeitete als Kreistagsabgeordneter im Bauausschuss des Kreises mit. Er hinterlässt eine Frau und einen erwachsenen Sohn. Laurich wäre am 6. Dezember 67 Jahre alt geworden.

Günter Laurich ist im Alter von 66 Jahren im Ausland durch einen Unfall ums Leben gekommen

Günter Laurich ist im Alter von 66 Jahren im Ausland durch einen Unfall ums Leben gekommen.

Quelle: Picasa

Von einem großen menschlichen Verlust für die Stadt und ihre Einwohner spricht der Beelitzer Bürgermeister Bernhard Knuth (Bürgerbündnis). Der Diplomingenieur für Rohrbrückenbau, der in den letzten beiden Jahren vor seinem Ruhestand Knuths Stellvertreter war, sei ein leidenschaftlicher Verfechter der Entwicklung seiner Stadt gewesen. Die Sanierung der Beelitzer Altstadt, der Bau der Turnhalle für die Diesterweg-Grundschule, die Rekonstruktion der Nieplitzbrücke sowie die Entwicklung des Beelitzer Gewerbegebietes wären ohne Laurichs Engagement kaum möglich gewesen.

Kollegen erinnern „ziemlich direkte und deutliche Art“

Laurichs ehemalige Mitarbeiter schätzten an ihrem Chef seine „ziemlich direkte und deutliche Art“. Er sei in jeder Situation fair geblieben und habe dringende Erfordernisse nie zerredet, wie es bis jetzt in der Stadtverordnetenversammlung noch immer wieder vorkomme. Als Bauamtsleiter habe er sich selbst dann nicht bestechen lassen, als ihm einmal ein weißer Mercedes für die Begünstigung eines großen Bauprojektes angeboten worden war.

In seiner Freizeit und im Ruhestand widmete sich Günter Laurich ganz seinem Motorrad und seiner Leidenschaft zum Fotografieren. Seine zahlreichen Fotos vom bunten Leben in Beelitz haben fast schon eine dokumentarische Bedeutung für die Stadt. Mit seinem Motorrad durchstreifte Laurich Algerien, Tunesien, Marokko sowie die nördlichen Länder.

Als Bernhard Knuth ins Rathaus einzog, verlängerte Laurich trotz Altersteilzeitregelung seine Amtszeit noch um ein Jahr, um dem neuen Bürgermeister bei dessen Amtsaufnahme hilfreich zur Seite stehen zu können. So hatte er es Knuth im Wahlkampf versprochen. Trotzdem setzte er seine Gesundheit nie leichtsinnig aufs Spiel. Günter Laurich wusste sehr wohl: „Geld ist nicht alles. Man kann es nicht mitnehmen, wenn es mal soweit ist... .“

Von Heinz Helwig

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